Beschreibung

vor 1 Monat

O Ursprung allen Werdens,


du hast den Menschen nicht gerufen,


um im Streit zu verharren


oder im Lärm der Trennung zu vergehen.



Du hast ihn gedacht


als Durchgang deines Friedens,


als Gefäß deiner Liebe,


durch das dein stilles Licht die Welt berührt.



Doch aus diesen Augen, einst klar,


offensichtlich und weit,


trat die Rohheit hervor;


Selbstachtung vor sich selbst


und vor allem Sein ging verloren.



Vergessen bist du,


o Ursprung allen Werdens.


Und doch erwachst du nun


im neuen Zeitalter.



Der Mensch sieht dich nicht,


und doch —


vor seinen Augen, unbemerkt,


öffnet sich ein neues Bewusstsein:


ein Bewusstsein,


das Welt und Gottesgegenwart vereint.



Das alte Gefäß der Welt


wird gefüllt mit deinem neuen Geist.


Sanft, unwiderstehlich


durchdringst du die Risse der Zeit.



Täuschungen lösen sich,


verborgene Schatten weichen,


Zwietracht verliert ihren Atem,


Kampf und Kriege


verlieren ihren Sinn.



Nicht durch Gewalt kommst du,


sondern durch Erinnerung.


Nicht durch Macht,


sondern durch Wahrheit.



O Ursprung allen Werdens,


erinnere den Menschen an sich selbst,


damit er wieder werde,


was du in ihm erträumt hast:


ein lebendiger Frieden,


eine bewusste Liebe,


ein Träger deines goldenen Morgens.



SarlaMa

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