Poesie: Von der gewöhnlichen Selbstbestimmtheit zur einer Selbstbestimmtheit in Übereinstimmung mit dem Wahren.

Poesie: Von der gewöhnlichen Selbstbestimmtheit zur einer Selbstbestimmtheit in Übereinstimmung mit dem Wahren.

12 Minuten

Beschreibung

vor 1 Monat

Von der Selbstbestimmtheit zur Übereinstimmung



Eine poetische Betrachtung des Willens auf dem Lichtvollen Pfad



Es gibt Themen,


die nicht am Rand unseres Weges liegen,


sondern in seinem innersten Zentrum.



Themen, die uns begegnen,


sobald wir nicht mehr nur suchen,


sondern beginnen zu gehen.



Eines dieser Themen ist die Selbstbestimmtheit.



Nicht nur die,


die wir gewohnt sind zu leben,


sondern auch jene tiefere Selbstbestimmtheit,


die in Übereinstimmung ist


mit dem Wahren.





Zwei Qualitäten desselben Wortes



Beide heißen Selbstbestimmtheit.


Und doch stammen sie aus verschiedenen Räumen.



Die eine ist die gewöhnliche Selbstbestimmtheit,


geboren aus dem Ich,


getragen vom Geist,


geprägt von Angst, Kontrolle und Abwehr.





Die andere ist eine Selbstbestimmtheit,


die nicht gegen das Wahre steht,


sondern mit ihm geht,


in ihm ruht,


aus ihm handelt.



Und beide sind Willen.


Doch nicht derselbe.



Die gewöhnliche Selbstbestimmtheit



Die gewöhnliche Selbstbestimmtheit


lebt im Bereich des mentalen und vitalen Daseins.



Dort herrscht das Ich,


das sich selbst als Zentrum erlebt.


Es bestimmt,


weil es fürchtet.


Es kontrolliert,


weil es glaubt,


sich sonst zu verlieren.





Diese Selbstbestimmtheit erscheint frei.


Sie fühlt sich autonom an.


Doch sie ist gebunden –


an Gewohnheiten,


an Reaktionen,


an vertraute innere Landschaften.



Der Mensch verteidigt darin seine Freiheit.


Doch in Wahrheit verteidigt er seine Gewohnheit.



So entsteht Angst vor Hingabe.


Denn Hingabe wird verwechselt


mit Unterwerfung,


mit Auflösung,


mit dem Ende der eigenen Welt.



Das Ego kennt keine andere Selbstbestimmtheit


als die seine.


Es weiß nichts von einer Freiheit,


die nicht isoliert ist.



So wird Hingabe zur Bedrohung.


Nicht weil sie es ist,


sondern weil sie so gesehen wird



Keine Kritik – sondern Wandlung



Doch hier geht es nicht um Kritik.


Nicht um Verurteilung.


Nicht um Ablehnung der gewöhnlichen Selbstbestimmtheit.



Es geht um Wandlung.



Um eine Bewegung


von einer Ebene zur anderen.



Die Frage lautet nicht:


Soll ich selbstbestimmt sein oder nicht?


Die Frage lautet:


Wer bestimmt in mir?


Und aus welchem Raum?



Die Verwandlung des Willens



Auf dem Lichtvollen Pfad


wird die Selbstbestimmtheit nicht zerstört.


Nicht unterdrückt.


Nicht ausgeschaltet.



Der menschliche Wille wird


geklärt,


vertieft,


geweiht.



Er wird nicht gebrochen.


Er wird durchlichtet.



Die gewöhnliche Selbstbestimmtheit


wandelt sich


zu einer Selbstbestimmtheit


in Übereinstimmung mit dem Wahren.



Der Wille bleibt –


doch er ist nicht mehr isoliert.



Er steht nicht mehr allein


gegen das Leben,


gegen das Ewige,


gegen das Ganze.



Wahre Selbstbestimmtheit



Wahre Selbstbestimmtheit


ist Einklang.



Einklang zwischen dem Ewigen


und der Form dieser Welt.



Sie ist Einssein


mit der höchsten eigenen Wahrheit.



Manchmal wirkt sie


durch das seelische Wesen,


durch jene Tiefe,


die nicht aus Angst handelt,


sondern aus Wahrheit.





Dort heißt es nicht:


Ich darf nicht wollen.


Dort heißt es:


Ich will die Wahrheit.



......



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