Wenn die Zeit innehält / Poesie

Wenn die Zeit innehält / Poesie

Beschreibung

vor 3 Wochen

Es gibt einen Augenblick,


der nicht vergeht.





Kein Teil der fliehenden Stunden,


kein Staubkorn im Strom der Zeit,


sondern ein stilles Öffnen


im Herzen des Werdens.





Hier hält die Zeit den Atem an


und erkennt ihr eigenes Geheimnis.





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Aus der Tiefe der Dinge


tritt das Ewige hervor,


nicht als Lichtblitz,


nicht als Ekstase,


sondern als unbewegte Gegenwart.





Sie kommt nicht –


sie war immer da.





Und doch wird sie berührbar


im schmalen Tor des Moments.





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Oh unbewegte Gegenwart


Sie ist kein Kind der Zeit.


Er ist ihr Ursprung.





In ihm begegnen sich


das Ungewordene


und das Gestaltete.





Hier kreuzen sich


die Wege der Sterne


und der Puls des menschlichen Herzens.





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Der Körper weiß davon.


Er trägt die Erinnerung des Ursprungs


in seinen stillen Bahnen.





Während der Geist wandert


durch Vergangenes und Mögliches,


bleibt der Leib


an der Schwelle des Jetzt.





Er wacht


für das Unsichtbare.





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Durch seine Nerven


spricht eine alte Weisheit,


älter als Denken,


älter als Wille.





Eine Wahrnehmende Göttliche Intelligenz,


die nicht urteilt,


nicht sucht,


nicht fordert.





Sie nimmt wahr,


was ist.





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Manchmal spricht sie als Enge,


manchmal als Weite.


Manchmal als Unruhe,


manchmal als leiser Rückzug.





Nicht um zu verwirren,


sondern um zu erinnern.





---





Das Ego sucht Herrschaft.


Es will lenken,


vermeiden,


sich sichern.





Doch im Moment


verliert es seinen Thron.





Nicht durch Gewalt,


sondern durch Wahrheit.





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Hier beginnt ein anderes Wollen.





Kein stoßender Wille,


kein verteidigender Entschluss,


sondern ein Lauschen


auf das, was durch uns will.





Der Wille wird still


und erkennt sich neu.





---





Vergangenheit löst ihre Ketten.


Zukunft verliert ihren Sog.


Nur die Gegenwart


bleibt offen.





Ein weiter Raum,


in dem Wandlung


ohne Mühe geschieht.





---





Nicht wir verwandeln uns.


Das Ewige wirkt in der Zeit.





Und jeder Augenblick


trägt den Keim


einer neuen Ordnung.





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So wird der Moment


zum Altar der Begegnung.





Hier neigt sich das Zeitliche


vor seinem Ursprung,


ohne sich zu verlieren.





Und die Gegenwart


wird zum lebendigen Ort,


an dem das Unendliche


menschliche Gestalt annimmt.

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