Anmeldung Registrierung
Auto Hell Dunkel
Erweiterte Suche
  1. Startseite
  2. Podcasts
  3. Stufen.aufs.Ohr Podcast
  4. In den Adventsliedern baden
„Wir wollen in den Adventsliedern baden“, hat unser
Gemeindepfarrer am ersten Advent seine Predigt begonnen. Das hat
meine Frau und mich bestärkt in unserem Vorhaben: In diesem
Advent werden wir vermehrt Adventslieder singen.

Wir wollen in den Adventsliedern baden. Vor allem unsere vier
Lieblingsadventslieder jeden Tag singen. Sie stammen alle aus
schweren Zeiten. Aus der Zeit des Dreißigjährigen Kriegs oder
kurz danach und aus der dunklen Zeit des Nationalsozialismus im
Vorfeld des Zweiten Weltkriegs. Wir lernen diese Lieder
auswendig, damit sie sich in uns verwurzeln können. Dabei
entdecken wir, welche Botschaft sie für uns gerade heute haben
und wie sehr wir sie brauchen, damit wir weder resignieren noch
die Augen verschließen angesichts so vieler Probleme in unserer
Zeit.

Die Adventslieder aus schweren Zeiten haben sich bewährt. Sie
haben die vor uns durchgetragen. Wir wollen uns an sie halten,
uns aufrichten und ermutigen lassen.

In unserer Zeit der Gottvergessenheit Gott anbeten und loben und
ihm vertrauen.

Mit dem Hoffnungslied beginnen wir den
anbrechenden Tag, wenn die Nacht langsam weicht. Es ist das Lied
von Jochen Klepper:

„Die Nacht ist vorgedrungen, der Tag ist nicht mehr
fern.

So sei nun Lob gesungen dem hellen Morgenstern.“

Die ganze Not der Welt im Kleinen und im Großen sehen wir
aufgenommen im Klage- und Bittlied von Friedrich
Spee. Er war katholischer Pfarrer und Bekämpfer der
Stigmatisierung von Frauen als Hexen zur Zeit des Dreißigjährigen
Kriegs. Sein Lied:

„O Heiland, reiß die Himmel auf, herab, herab vom Himmel
Lauf,

reiß ab vom Himmel Tor und Tür, reiß ab, wo Schloss und Riegel
für.“

Das uns allerliebste Adventslied ist im Schatten des
Dreißigjährigen Kriegs von Paul Gerhardt gedichtet worden. Es ist
ein Trostlied. Trost als Herzensstärkung. Ein
Mutmachlied. Eine tiefe Glaubensvergewisserung. Ein
Sehnsuchtslied nach Jesus:

„Wie soll ich dich empfangen und wie begegn ich
dir,

o aller Welt Verlangen, o meiner Seelen Zier.“

Und dann das bekannteste Adventslied, ein Anbetungs- und
Loblied. Wir singen es auch mit unseren Enkelkindern mit
Armbewegungen:

„Macht hoch die Tür, die Tor macht weit,

es kommt der Herr der Herrlichkeit.“

Die alten Adventslieder entdecke ich als Gebetsschule für Klagen
und Bitten, hoffnungsstark und trostmächtig und als Anstoß zum
Lob Gottes, zum Durchhalten Tag für Tag.

Ich lade Sie und Euch ein, in den alten Adventsliedern zu
baden,

Mit adventlichem Gruß, Hans-Martin Steffe, Linkenheim-Hochstetten
Episode melden

„In den Adventsliedern baden“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

Abonnenten

Teilen

Mein Archiv

Deine Privatkopie der Folgen, die du nicht verlieren willst.

Podcast-Folgen verschwinden. Feeds werden auf die letzten Episoden gekürzt, Hoster räumen alte Dateien ab, Formate wechseln den Anbieter und lassen ihr Archiv zurück. Mit „Mein Archiv“ sichert podcast.de die Folgen deiner Podcasts für dich — angefangen bei den ältesten, denn die sind zuerst weg.

  • Deine gesicherten Folgen bleiben hörbar, auch wenn das Original offline geht.
  • Auch Folgen, die im heutigen Feed gar nicht mehr stehen — podcast.de kennt sie noch.
  • Herunterladen bleibt möglich, solange die Folge beim Podcaster liegt. Der zählt seine Abrufe wie bisher.
Startet bald

Sei beim Start von Mein Archiv dabei

Mein Archiv ist fast fertig. Trag dich ein, dann bekommst du eine E-Mail, sobald es losgeht – und bist von Anfang an dabei. Wir schreiben dir nur zum Start, keine Werbung, keine Weitergabe deiner Daten.

Du bekommst zuerst eine Bestätigungsmail. Abmelden geht jederzeit. Datenschutz