Anja Kirchpfening und Hauke Hellbach – Die fränkischen Weinpatrioten

Anja Kirchpfening und Hauke Hellbach – Die fränkischen Weinpatrioten

Frankenwein als Faszination, nicht als Grenze
2 Stunden 21 Minuten
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Beschreibung

vor 2 Monaten
Sie lieben und leben für Weinfranken. Und doch sind Anja
Kirchpfening und Hauke Hellbach keine, die Parolen rufen oder mit
erhobener Faust durch die Weinszene ziehen. Sie arbeiten punktiert,
fokussiert, apodiktisch und beharrlich – und genau darin liegen
ihre überzeugenden Argumente. In ihrer Authentizität. Man könnte
sie Idealisten nennen, aber das trifft es nicht. Idealisten
träumen. Anja und Hauke aber handeln. Sie sind Realisten des Guten,
Pragmatiker mit Prinzipien. Zwei Sommeliers, die man, ohne zu
zögern, Patrioten nennen darf. Nicht im Pathos der Fahne, sondern
im Sinn der Hingabe, ihrer Leidenschaft: für Franken, für ein
Konzept, das sie mitfundieren, leben und wovon sie wiederum
aufgrund der Einzigartigkeit profitieren. Sie leben ihre fränkische
Weinkarte nicht als Strohfeuer, brennen nicht lichterloh und ganz
schnell ab, sondern kontrolliert – wie ein Ofen, der über Nacht
Wärme speichert. Ihre Glut heißt Verantwortung. Treue der
einzigartigen Idee gegenüber, in und mit der Region zu leben, sich
von dieser bereichern zu lassen und zugleich diese zu bereichern.
Das sucht seinesgleichen. Verantwortung den Gästen, den Winzern und
den Mitarbeitern gegenüber. Während andere die große weite Welt
erklären, bauen sie still an dieser – aus dem Inneren, aus ihrer
Region heraus. Und weil sie wissen, dass Überzeugung kein PR-Format
ist, bleibt ihnen die Bühne fremd. Ihr Patriotismus hat nichts mit
Grenzen zu tun, sondern mit Gewissenhaftigkeit. Mit dem Glauben,
dass das Eigene dann stark ist, wenn es offen bleibt. Anja
Kirchpfening und Hauke Hellbach haben sich dem vinophilen Franken
verschrieben. Nicht, weil sie sich abschotten wollen, sondern weil
sie wissen: Identität wächst nur dort, wo man sie pflegt. Sie
sprechen über Herkunft, aber ohne Nostalgie. Ihr Blick ist nach
vorn gerichtet, ihr Werkzeug ist Geduld. Sie horten ihr Wissen
nicht, sondern teilen es, weil sie wissen, dass Dauer nur durch
Weitergabe entsteht. Sie helfen als Spiegel – mit Inspiration und
Kritik – den Winzern, sich zu entwickeln, und ihre Beständigkeit
ist mehr als Anerkennung und Wertschätzung. Es ist offen gelebte
Begeisterung, die ansteckt und die gerne – und hoffentlich oft –
Schule machen darf.

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