Der Denkfehler, der deinem Glücklich sein im Wege steht

Der Denkfehler, der deinem Glücklich sein im Wege steht

Der Denkfehler beim glücklich sein Die meisten Menschen wünschen sich ein glückliches Leben. Sie möchten eine Beziehung führen, in der sie von ihrem Partner verstanden und geliebt werden. Es soll […]

Beschreibung

vor 6 Jahren
Der Denkfehler beim glücklich sein

Die meisten Menschen wünschen sich ein glückliches Leben. Sie
möchten eine Beziehung führen, in der sie von ihrem Partner
verstanden und geliebt werden. Es soll genügend Geld da sein, die
Anzahl der Kinder sollte passen, ein schönes Dach über dem Kopf
sollte kein Problem darstellen und die Gesundheit darf, möglichst
ohne grosse Anstrengung, bis in ein hohes Alter erhalten bleiben.
Und das ist es auch schon. Mehr verlangt man ja gar nicht. Ach
so, naja, ein bisschen Anerkennung und Wertschätzung der
Zeitgenossen, die einen umgeben, wäre natürlich auch noch
wünschenswert. Aber oft machen wir Denkfehler beim glücklich
sein, indem wir denken, dass all dies Voraussetzung für unser
Glück ist.


Solch einen Lebensverlauf halten viele Menschen (in Mitteleuropa)
für das Normale. Kommt dann eine Krankheit: Katastrophe! Verliert
jemand seinen jahrelangen, gut bezahlten Job, glaubt er
vielleicht, er sei ein Versager. Entwickelt sich ein Kind nicht
ganz so wohlgeraten, dann ist man vom Schicksal gezeichnet. Je
dramatischer die Bewertung von dem was geschieht ausfällt, umso
heftiger der Schmerz. Jeder hat seine Vorstellungen, was er für
sein glückliches Leben braucht und versucht dann, diese Dinge,
Menschen oder Umstände in sein Leben einzuladen. Einmal
eingeladen, sollten diese Dinge oder Menschen oder Umstände sich
aber auch so verhalten, dass sie das Glück in das Leben hinein
bringen. Denkfehler beim glücklich sein führen dazu, dass wir die
Verantwortung für unser Glück auf andere abwälzen.


Ein häufiger Denkfehler beim glücklich sein ist die Überzeugung,
dass ich den passenden Partner brauche. Glaube ich das, dann muss
ich den erst einmal finden. Das allein kann sich schon schwierig
gestalten. Ist dieser Partner dennoch gefunden, soll er mich
glücklich machen. Oder zumindest soll diese Beziehung mich
glücklicher machen, als ich vorher war. Wozu habe ich denn sonst
eine Beziehung? Haben wir uns dann mit unseren Bedürfnissen und
deren Erfüllung gut zusammen geruckelt, soll es aber nun so
bleiben. Nicht mehr bewegen jetzt, sonst war alle Mühe umsonst!
Hier zeigt sich ein weiterer Denkfehler beim glücklich sein: die
Annahme, dass das Glück von außen kommen muss. Wie fühlt sich
mein Leben an,
wenn mein Wohlbefinden davon abhängt, was andere Menschen tun

oder wie die Umstände in meinem Leben sich gerade entfalten? Als
ich noch von der Welt wollte, dass sie mich glücklich macht, war
mein Leben anstrengend, mühevoll und am Ende war alles Bemühen
aussichtslos. Mein Partner ist ein lebendiges Wesen. Auch er ist
Einflüssen ausgesetzt, darf seine Meinung ändern und seine
Vorlieben. Das Leben ist in Bewegung, ohne Pause. Die Zellen in
meinem Körper erneuern sich sekündlich, mein Atem
fliesst in mich hinein und wieder heraus, mein
Körper wächst oder schrumpft, Bäume treiben im
Frühjahr aus und werfen im Herbst die Blätter ab – nichts bleibt,
wie es ist. Wenn ich will, das etwas so bleibt, wie es ist, bin
ich gegen das Leben. Nichts geringeres als das. Und wenn ich
will, das das Leben meinen Erwartungen entspricht, ist Schmerz
vorprogrammiert.


Kann ich also, sollten sich meine Wünsche an das Leben nicht
erfüllen, kein glückliches Leben führen? Muss ich auf meinem
Totenbett verbittert über das Leben schimpfen, das mir kein Glück
beschert hat und dann unzufrieden aus dem Leben scheiden?
Die gute Nachricht ist: deine Vorstellungen vom Glück sind nur
ein Denkfehler.

Denn zuallererst sind meine Vorstellungen eben nur Vorstellungen.
Nur Ideen in meinem Kopf, Gedanken wie es sein
sollte. Als nächstes muss ich die
Ärmel hochkrempeln und dieses Leben nach meinen
Vorstellungen erschaffen. Kann ich das mit Freude tun: wunderbar!
Dann ran an den Speck! Wenn Kreativität fließt, ich jeden Schritt
von dem was ich tue, genieße, dann bin ich schon auf dem Weg zum
Ziel glücklich. Ich erschaffe etwas mit Glück im Herzen.


Oder ist es vielleicht so, dass du etwas tust, um später mit dem
erhofften Ergebnis glücklich sein zu können? Musst du dich für
den Weg zu dem Ergebnis motivieren, weil du diesen Weg nicht gern
einschlägst? Du erwartest das Glück erst für einen späteren
Zeitpunkt? (wenn du erfolgreicher, cleverer, wohlhabender, fiter
oder liebevoller geworden bist?) Dann könntest du auf einen
Denkfehler beim glücklich sein gestoßen sein.
Paradoxerweise funktioniert es besser andersherum.

Wie wäre es, wenn du im allerersten Schritt glücklich sein
könntest? Ein Beispiel für einen Denkfehler beim glücklich sein
ist, wenn wir das Gefühl haben, dass wir erst etwas erreichen
müssen, um glücklich zu sein. Doch Glück kann auch im Hier und
Jetzt gefunden werden, ohne auf äußere Umstände zu warten.


Oder einfach mit dem sein und bleiben könntest, wie es ist? Wenn
du magst, probiere es gleich mal aus: Wie wäre es, wenn du das,
was du gerade fühlst, auch fühlen dürftest? Wenn du die
Empfindungen in deinem Körper wahrnimmst, sie da sein lässt ohne
dagegen anzukämpfen? Ohne dagegen Widerstand aufzubauen. Nimm dir
bitte einen Moment Zeit, um das zu bemerken. Nur mal für einen
Augenblick. Wie würde sich das anfühlen?


Wenn wir die Denkfehler beim glücklich sein erkennen, können wir
beginnen, unser Glück selbst zu gestalten.


Und, auch nur für einen Augenblick: wie wäre es, wenn alles in
deinem Leben für ein paar Minuten so bleiben dürfte, wie es
bereits ist? Die Wohnung müsste nicht neu renoviert werden, es
müsste nicht mehr Geld her, du würdest deinen Partner für einen
Moment für den richtigen Partner halten, oder zufrieden sein mit
deinem Singlestatus. Mal angenommen, alles dürfte für einen
Moment so sein, wie es ja auch bereits ist – wie würde sich das
anfühlen? Wenn du die Waffen niederlegen könntest, nicht mehr
kämpfen müsstest, dich nicht aufreiben müsstest oder zufrieden
sein könntest mit dir und der Welt… wie würde sich dieser Moment
für dich anfühlen? Die meisten Menschen entspannt diese
Vorstellung und Zentnerlasten fallen von ihren Schultern.
Nichts und Niemand muss mich glücklich machen

Und nun stell dir vor, du könntest aus diesem Zustand heraus
Dinge erschaffen, Entscheidungen treffen oder spüren, wer der
richtige Partner ist. Kann ich glücklich und zufrieden sein, ganz
gleich, wie meine Lebensumstände gerade sind, dann muss mich
nichts und niemand erst glücklich machen. Mein Partner nicht,
meine Arbeit nicht und auch das liebe Geld muss das nicht tun,
oder die Dinge, die ich konsumiere.


Aus diesem Zustand des bereits-glücklich-seins muss ich dann auch
keinen Ideen folgen, die mir erzählen, dass ich mich jetzt für
ein späteres Glück quälen muss. Denn ich glaube ja nicht mehr,
dass ich mich erst zusammen reißen muss um dann später glücklich
sein zu können. Ich kann alle Vorstellungen darüber, was ich tun
und sein sollte oder müsste, loslassen. Alle Erwartungen, die
Kollegen, Freunde oder Eltern an mich haben, wer oder was ich
sein sollte, entlarven sich selbst ad absurdum. Ich kann in jedem
Moment meines Lebens voll in dem aufgehen, was gerade ist. Ich
muss mich nicht in einem Kampf aufreiben, der nicht zu gewinnen
ist. Ich darf Wege beschreiten, auf denen ich Freude, Energie und
Lebenslust spüre – und tue ich etwas mit Freude, wird es auf
irgendeine Weise gut werden. Auf solch einem Weg bin ich
entspannt und gleichzeitig voller Energie.
Was gilt es denn nun, loszulassen?

Oft ist es gar nicht die Realität, die uns unglücklich macht,
sondern unsere Vorstellungen, wie es, bitte schön, sein sollte.
Die Vorstellungen, was du tun oder sein musst oder erreichen
solltest um glücklich zu sein, sind häufig Denkfehler beim
glücklich sein. Wie andere Menschen sein sollten. All das sind
erst einmal nur Gedanken. Gedanken, die du vielleicht glaubst und
die dich in einen Konflikt bringen mit, dem, wie es wirklich ist.
Und steckst du in so einem Konflikt, bist du in einen Denkfehler
beim glücklich sein hineingeraten.


Wenn du magst, schau doch mal jetzt hier sofort: was fühlt sich
gut an? Etwas, was du wahrnehmen kannst, was also bereits da ist?
Oder etwas, was du selber tun kannst, gern eine Kleinigkeit.
Vielleicht magst du einmal tief durchatmen? Dich bewegen? Aus dem
Fenster schauen? Wie wäre es, dem zu folgen, was du jetzt hier
gleich für dein Wohlbefinden tun kannst?
An einem inneren Wohlgefühl entlang leben

Das Leben besteht aus einem Moment nach dem nächsten. Wie wäre
dein Leben, wenn du dir selbst die Erlaubnis geben könntest, an
einem inneren Wohlgefühl entlang zu leben? Mit Freude und einer
Energie, die sich von selber einstellt. Ich muss Freude nicht
erstellen oder aktivieren können. Ich kann einfach aufmerksam
sein, was mir Freude bringt und mich weiter auf diesem
authentischen Weg bewegen.


Und auch die Vorstellung, dass ich glücklicher wäre, wenn meine
Wünsche sich erfüllen, hat sich schon so oft als unwahr
herausgestellt, ist also auch ein Denkfehler beim glücklich sein.
Menschen freuen sich meist nur kurze Zeit über einen erfüllten
Wunsch und dann erwacht, wie von Zauberhand, schon wieder ein
neue Sehnsucht.


Ein weiterer Denkfehler beim glücklich sein könnte sein, dass man
glaubt, Glück sei ein Zustand, den man erreichen kann, anstatt
eine Wahl, die man jeden Tag trifft.


Es ist wichtig, diese Denkfehler beim glücklich sein zu erkennen
und sie aufzulösen, um ein erfülltes Leben zu führen.


Meine Lieblingsmethode um überholte, blockierende Glaubensmuster
loszulassen, heisst: „The Work von Byron Katie“ und ich arbeite
seit zwanzig Jahren damit. Diese Methode hilft dir, die
Überzeugungen zu finden, die dich davon abhalten, jetzt hier
gleich glücklich zu sein. Wir überprüfen diese Überzeugungen und
finden bessere Perspektiven und Sichtweisen, die dich zu dir und
in die Freiheit führen.


Indem wir die Denkfehler beim glücklich sein ablegen, können wir
uns auf die Möglichkeiten konzentrieren, die uns das Leben
bietet.
Denkfehler beim glücklich sein überwinden.

experimentiere mal mit dem Gegenteil, um diese Denkfehler zu
überwindenWenn du Lust hast, gleich damit zu beginnen alte Denk
und Handlungsmuster loslassen –  könntest du mal in dein
Leben schauen: was musst du alles? Mach eine kleine Liste. Zum
Beispiel: Ich muss fleißiger sein, ich muss den richtigen Partner
finden, ich muss mich mit meiner Mutter verstehen, ich muss Sport
treiben u.s.w. und dann experimentiere mal mit dem Gegenteil von
dem, was dich stresst und belastet.
Beispiel 1:

Indem wir uns mit den Denkfehlern beim glücklich sein
auseinandersetzen, können wir unsere Perspektive ändern und neue
Wege finden, um Freude in unser Leben zu bringen.


Stress: „ich muss mich anstrengen!“


Gegenteil: lass es probeweise mal entstehen, fließen, lehn dich
zurück, lass es kommen.


Denke immer daran, dass die Denkfehler beim glücklich sein nicht
die Realität widerspiegeln, sondern lediglich eine verzerrte
Sicht auf das Leben sind.
Beispiel 2:

Stress: „Ich muss mehr Geld verdienen“


Gegenteil: „ich versuche mal, mit weniger Geld auszukommen“ (mit
Freude natürlich, nicht als Verzicht)


Ich wünsche dir Freude beim Loslassen und Entdecken! Lass los
& du bist frei!


Dieser Artikel ist für das Maas Magazin entstanden.


Und der Artikel ist in diesem Heft erschienen:


In diesem Artikel haben wir viele Denkfehler beim glücklich sein
besprochen, um dir zu helfen, die Verantwortung für dein eigenes
Glück zu übernehmen.


Lass uns gemeinsam die Denkfehler beim glücklich sein erkennen
und eine neue Perspektive auf das Glück entwickeln.
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