Bald ist Weihnachten

Bald ist Weihnachten

Bald ist Weihnachten
3 Minuten

Beschreibung

vor 4 Monaten
In zwei Monaten und einem Tag ist der Heilige Abend. Und dann ist
Weihnachten und wir feiern das unbegreifliche Geheimnis, dass Gott
seinen Sohn sendet, um den Menschen deutlich zu machen, dass sie
geliebt und erlöst sind. Und Franz von Assisi möchte das noch mehr
deutlich machen und nicht nur das Evangelium vom Fest vorlesen und
darüber predigen, sondern er möchte es sehen und spüren und
erleben. Also bittet er einen Bekannten, ihm in Greccio alles
vorzubereiten mit Ochs und Esel und Schafen und den Hirten aus der
Umgebung. Und sie singen und beten und hören das wunderbare
Evangelium und Franziskus predigt selbst so ergriffen, dass die
Leute fast fühlen können, wie das schlafende Kind in der Krippe
lebendig wird. Und es ist ein Sinnbild dafür, dass der Glaube an
die Gegenwart des neugeborenen Gottessohnes in den Herzen der
Menschen wieder erwacht ist.Diese Feier war genau vor 800 Jahren,
an Weihnachten 1223 in Greccio, der Einsiedelei im Rietital. Und
wie bei jeder Fahrt nach Assisi haben wir auch im September mit den
Frauen eine Fahrt dorthin gemacht. Wir haben gehört und geschaut,
die alten Texte gelesen und Lieder gesungen, die genau das zum
Inhalt haben: "Zu Bethlehem geboren ist uns ein Kindelein" Und es
ging nicht um rührseliges Feiern und Erinnern. Es ging um das
Erkennen, dass dieser Gott nicht der strenge, strafende Richtergott
ist, der hoch oben in der Ferne thront, sondern der liebende Vater,
der seinen eigenen Sohn sendet, damit wir wieder klarkriegen, dass
wir geliebte Kinder dieses Gottes sind. Und dann haben wir ein Lied
gesungen, dass ich gerade erst entdeckt hatte. Es hat auf die
Melodie "Großer Gott wir loben Dich" einen ganz anderen Text, den
Pfarrer Ueli Greminger geschrieben hat. Da heißt es:"Kleiner Gott,
wir lieben dich. Kind, uns rührt das Schwache, Zarte.Wieder zeigt
an Weihnacht sich: Weiches bricht das Starke, Harte.Klein fängst du
auf Erden an, dass der Mensch dich lieben kann.Gott zeigt sich als
Menschenkind, denn wir fürchten seine Größe.Weil wir
eingeschüchtert sind, zeigt sich Gott in seiner Blöße.Und er
zittert und er friert, dass der Mensch die Angst verliert.Kleiner
Gott, dich lieben wir. Klein ist noch dein Reich auf Erden.Schwache
Menschen dienen dir, und dein Reich wird grösser werden.Friede sei
in diesem Haus und dring in die Welt hinaus."

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