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Beschreibung
vor 6 Monaten
Thesen und Befunde zu einer Form des militärischen Dienstes Seit
dem Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine wird in Politik,
Öffentlichkeit, Streitkräften und Wissenschaft über eine
Reaktivierung der Wehrpflicht diskutiert. Dabei sind die
Auseinandersetzungen selten auf militärisch-funktionale Aspekte,
wie die Personalgewinnung, beschränkt. Vielmehr sind mit der
Wehrpflicht weit darüberhinausgehende Erwartungen, Hoffnungen und
Befürchtungen verbunden. Den Befürworterinnen und Befürwortern
gelten Wehrpflichtarmeen als gesellschaftlich stärker verankert als
Freiwilligenarmeen, nicht zuletzt, weil sich ihr Personal aus allen
sozialen Bereichen rekrutiere. Die Wehrpflicht sei das »legitime
Kind der Demokratie« (so bereits Bundespräsident Heuss) und sorge
für eine gerechte Verteilung der Verteidigungslasten. Dem steht die
Sorge entgegen, die Wehrpflicht trage militärische Denkweisen in
die Zivilgesellschaft und stabilisiere überkommene
Geschlechtervorstellungen. Mit ihrem Zwangscharakter passe sie
nicht zum Wesen liberaler Gesellschaften. Der Vortrag diskutiert
und differenziert diese Annahmen und Kritikpunkte und gleicht sie
mit dem militärsoziologischen Forschungsstand ab. Dr. Heiko Biehl,
Politikwissenschaftler und Soziologe; Leiter des Forschungsbereichs
Militärsoziologie am Zentrum für Militärgeschichte und
Sozialwissenschaften der Bundeswehr (ZMSBw) in Potsdam Moderation:
Prof. Dr. Wolfgang Knöbl, Soziologe und Direktor des Hamburger
Instituts für Sozialforschung Ein Veranstaltung der Reihe Die
Verfassung der Freiheit - Demokratieprobleme der Gegenwart
dem Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine wird in Politik,
Öffentlichkeit, Streitkräften und Wissenschaft über eine
Reaktivierung der Wehrpflicht diskutiert. Dabei sind die
Auseinandersetzungen selten auf militärisch-funktionale Aspekte,
wie die Personalgewinnung, beschränkt. Vielmehr sind mit der
Wehrpflicht weit darüberhinausgehende Erwartungen, Hoffnungen und
Befürchtungen verbunden. Den Befürworterinnen und Befürwortern
gelten Wehrpflichtarmeen als gesellschaftlich stärker verankert als
Freiwilligenarmeen, nicht zuletzt, weil sich ihr Personal aus allen
sozialen Bereichen rekrutiere. Die Wehrpflicht sei das »legitime
Kind der Demokratie« (so bereits Bundespräsident Heuss) und sorge
für eine gerechte Verteilung der Verteidigungslasten. Dem steht die
Sorge entgegen, die Wehrpflicht trage militärische Denkweisen in
die Zivilgesellschaft und stabilisiere überkommene
Geschlechtervorstellungen. Mit ihrem Zwangscharakter passe sie
nicht zum Wesen liberaler Gesellschaften. Der Vortrag diskutiert
und differenziert diese Annahmen und Kritikpunkte und gleicht sie
mit dem militärsoziologischen Forschungsstand ab. Dr. Heiko Biehl,
Politikwissenschaftler und Soziologe; Leiter des Forschungsbereichs
Militärsoziologie am Zentrum für Militärgeschichte und
Sozialwissenschaften der Bundeswehr (ZMSBw) in Potsdam Moderation:
Prof. Dr. Wolfgang Knöbl, Soziologe und Direktor des Hamburger
Instituts für Sozialforschung Ein Veranstaltung der Reihe Die
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