Gamification: Mehr als Punkte und Badges
Kann Gamification wirklich Lernen und Motivation nachhaltig
verbessern? Oft scheint es nur ein bunter Anstrich ohne Substanz zu
sein.
1 Stunde 4 Minuten
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Beschreibung
vor 4 Monaten
Manchmal ist Gamification einfach nicht die richtige Lösung. Um das
herauszufinden und um zu verstehen, wie Gamification **richtig**
angewendet werden kann schauen wir in dieser Folge auf typische
Irrtümer, Praxisbeispiele und die **Drive-Methode**. Zu Gast ist
dieses Mal **Roman Rackwitz**, der sich seit über 20 Jahren mit
Verhaltenspsychologie und der Frage beschäftigt, wie
Gamification-Elemente im Unternehmenskontext sinnvoll eingesetzt
werden können. ### Fehler und Missverständnisse in Gamification
Gamification ist kein Allheilmittel. Ein weit verbreiteter Irrtum
ist, dass **Punkte, Badges und Ranglisten** schon Motivation
erzeugen. Tatsächlich wirken diese Belohnungen nur kurzfristig und
können sogar gegenteilige Effekte haben: vom „Kobra-Effekt“ bis hin
zu manipulativen Nebenwirkungen. Ein weiteres Missverständnis:
Gamification müsse zwingend in Form von **Serious Games** umgesetzt
werden. Oft führt das zu einem aufwändigen Transferproblem, weil
sich die Spielergebnisse nicht in den Arbeitsalltag übertragen
lassen. Manchmal reicht es, Prozesse klarer und nachvollziehbarer
zu gestalten, um Motivation zu erzeugen. Es geht viel mehr um
**Kontext-Design** als darum, Belohnungssysteme aufzubauen. Wenn in
einer Organisation **Effizienz das oberste Gut** ist, ist
Gamification meist fehl am Platz. Erfolgreich ist es dort, wo
Lernprozesse, Motivation und Sinn im Vordergrund stehen. ### Die
Drive-Methode im Detail Roman hat über die Jahre die
**Drive-Methode** entwickelt, einen strukturierten Ansatz, um
Motivation im Unternehmenskontext gezielt zu analysieren und zu
gestalten. Dazu soll noch diesen Herbst sein neues Buch raus
kommen. Die Drive-Methode umfasst fünf Schritte: 1. **Analyse des
Status quo**: Welches Problem soll wirklich gelöst werden? 2.
**Motivationstypen identifizieren**: Welche Art von Motivation
passt zum Kontext? 3. **Design und Umsetzung**: Entwicklung
passender Spielmechaniken oder von Kontextanpassungen. 4.
**Capability (Fähigkeiten)**: Wissen im Unternehmen aufbauen, um
Gamification langfristig zu verankern. 5. **Managementsysteme
integrieren**: Sicherstellen, dass neue Motivationssysteme in
bestehende Strukturen passen und nicht durch alte KPI-Logiken
unterlaufen werden. ### Fazit Gamification ist weder Spielerei noch
ein einfaches Belohnungssystem. Richtig eingesetzt, kann sie
tiefgreifende Motivation freisetzen, Lernprozesse nachhaltig
verankern und Bindung schaffen. Doch es braucht eine **bewusste
Analyse** und die Bereitschaft, über kurzfristige Effizienz
hinauszudenken. Roman Rackwitz zeigt mit der Drive-Methode, wie
Unternehmen diesen Weg gehen können und warum die spannendste Frage
am Ende bleibt: **Wie können wir unsere Realität so gestalten, dass
sie wieder spielerisch herausfordert?**
herauszufinden und um zu verstehen, wie Gamification **richtig**
angewendet werden kann schauen wir in dieser Folge auf typische
Irrtümer, Praxisbeispiele und die **Drive-Methode**. Zu Gast ist
dieses Mal **Roman Rackwitz**, der sich seit über 20 Jahren mit
Verhaltenspsychologie und der Frage beschäftigt, wie
Gamification-Elemente im Unternehmenskontext sinnvoll eingesetzt
werden können. ### Fehler und Missverständnisse in Gamification
Gamification ist kein Allheilmittel. Ein weit verbreiteter Irrtum
ist, dass **Punkte, Badges und Ranglisten** schon Motivation
erzeugen. Tatsächlich wirken diese Belohnungen nur kurzfristig und
können sogar gegenteilige Effekte haben: vom „Kobra-Effekt“ bis hin
zu manipulativen Nebenwirkungen. Ein weiteres Missverständnis:
Gamification müsse zwingend in Form von **Serious Games** umgesetzt
werden. Oft führt das zu einem aufwändigen Transferproblem, weil
sich die Spielergebnisse nicht in den Arbeitsalltag übertragen
lassen. Manchmal reicht es, Prozesse klarer und nachvollziehbarer
zu gestalten, um Motivation zu erzeugen. Es geht viel mehr um
**Kontext-Design** als darum, Belohnungssysteme aufzubauen. Wenn in
einer Organisation **Effizienz das oberste Gut** ist, ist
Gamification meist fehl am Platz. Erfolgreich ist es dort, wo
Lernprozesse, Motivation und Sinn im Vordergrund stehen. ### Die
Drive-Methode im Detail Roman hat über die Jahre die
**Drive-Methode** entwickelt, einen strukturierten Ansatz, um
Motivation im Unternehmenskontext gezielt zu analysieren und zu
gestalten. Dazu soll noch diesen Herbst sein neues Buch raus
kommen. Die Drive-Methode umfasst fünf Schritte: 1. **Analyse des
Status quo**: Welches Problem soll wirklich gelöst werden? 2.
**Motivationstypen identifizieren**: Welche Art von Motivation
passt zum Kontext? 3. **Design und Umsetzung**: Entwicklung
passender Spielmechaniken oder von Kontextanpassungen. 4.
**Capability (Fähigkeiten)**: Wissen im Unternehmen aufbauen, um
Gamification langfristig zu verankern. 5. **Managementsysteme
integrieren**: Sicherstellen, dass neue Motivationssysteme in
bestehende Strukturen passen und nicht durch alte KPI-Logiken
unterlaufen werden. ### Fazit Gamification ist weder Spielerei noch
ein einfaches Belohnungssystem. Richtig eingesetzt, kann sie
tiefgreifende Motivation freisetzen, Lernprozesse nachhaltig
verankern und Bindung schaffen. Doch es braucht eine **bewusste
Analyse** und die Bereitschaft, über kurzfristige Effizienz
hinauszudenken. Roman Rackwitz zeigt mit der Drive-Methode, wie
Unternehmen diesen Weg gehen können und warum die spannendste Frage
am Ende bleibt: **Wie können wir unsere Realität so gestalten, dass
sie wieder spielerisch herausfordert?**
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