#278 Thomas Vögele – Die KI braucht einen Körper
39 Minuten
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Beschreibung
vor 5 Monaten
Wenn die künstliche Intelligenz der Kopf ist, braucht sie einen
Körper, um wirklich zu begreifen. Thomas Vögele bringt mit dieser
Idee das nächste Kapitel der Robotik auf den Punkt: Eine KI, die
nicht nur denkt, sondern fühlt – mit Metallarmen, Kameras und
Sensorhaut. Denn Intelligenz ist nicht nur Rechenleistung,
sondern Erfahrung, Interaktion, physische Weltwahrnehmung.
Dabei wird Robotik zur Antwort auf Menschheitsaufgaben, die uns
sonst überfordern: Autonome Systeme, die in der Tiefsee Pipelines
inspizieren oder auf dem Jupitermond Europa unter Eis nach Leben
suchen. Kein Mensch kann das leisten – Roboter schon. Doch es
sind keine Einzelkämpfer, sondern spezialisierte Teamplayer:
Einer seilt den anderen in Lavahöhlen ab, gemeinsam kartieren sie
neue Welten.
Diese Vision der „Embodied AI“ ist faszinierend und beunruhigend
zugleich. Denn wie immer ist nicht die Technik das Problem,
sondern ihr Einsatz. Autonome Drohnen im Krieg zeigen, wie rasch
aus Innovation Eskalation wird. Die entscheidende Frage bleibt
also: Wer hält die Leine des „bissigen Hundes“?
Der Alltag der meisten wird vorerst roboterfrei bleiben – die
Spülmaschine räumt noch der Nachwuchs aus. Doch in
professionellen Kontexten ist die Kooperation mit Maschinen
längst Realität. Und wenn KI bald wirklich versteht, was „Bring
mir die Cola vom Tisch“ bedeutet, beginnt ein neues Kapitel: das
der körperlichen Intelligenz.
Zu Gast:
Dr. Thomas Vögele, Robotics Innovation Center, Deutsches
Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI), Bremen
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