Hören – Aufgabentyp 5 – Einfluss von Musik auf das Gehirn

Hören – Aufgabentyp 5 – Einfluss von Musik auf das Gehirn

6 Minuten

Beschreibung

vor 4 Monaten

Hol aus jeder Übung mehr heraus: Erfolgsrezepte für alle
7 Aufgabentypen ⁠⁠dafprep.com⁠⁠





AUFGABE:





Ergänzen Sie beim Hören die Gliederungspunkte in Stichpunkten.


Wirkung von Musik auf das limbische System


Einfluss musikalischer Ausbildung bei Kindern


Zusammenhang zwischen Musik und Sprache


Beispiel für medizinischen Einsatz von Musik


.
.
.
.
.
.
.
.


LÖSUNG:


1. Emotionale Reaktionen


2. Bessere Konzentration


3. Gemeinsame Gehirnareale


4. Schmerztherapie





TRANSKRIPT:





Musik beeinflusst unser Gehirn auf erstaunlich vielfältige Weise
– das zeigen mittlerweile zahlreiche Studien aus der
Neurowissenschaft. In diesem Vortrag werfen wir einen Blick auf
verschiedene Aspekte dieser Wirkung, von emotionalen Prozessen
bis hin zu medizinischen Anwendungen.


Zunächst zur Wirkung von Musik auf das limbische System, also den
Teil des Gehirns, der für unsere Emotionen zuständig ist. Schon
wenige Takte eines Liedes können ausreichen, um im Gehirn Areale
wie die Amygdala zu aktivieren. Das erklärt, warum Musik so stark
mit Gefühlen verbunden ist – sie kann beruhigen, motivieren, aber
auch traurig machen oder Erinnerungen hervorrufen.


Ein weiterer spannender Bereich ist der Einfluss musikalischer
Ausbildung, insbesondere bei Kindern. Kinder, die ein Instrument
lernen, zeigen oft eine verbesserte Konzentrationsfähigkeit und
eine gesteigerte kognitive Flexibilität. Das bedeutet, sie können
schneller zwischen Aufgaben wechseln und lernen oft leichter,
auch in anderen schulischen Bereichen.


Auch der Zusammenhang zwischen Musik und Sprache ist ein
aktuelles Forschungsthema. Studien mit bildgebenden Verfahren
zeigen, dass beim Musikhören und beim Verstehen von Sprache
ähnliche Gehirnregionen aktiviert werden – etwa im auditorischen
Kortex. Das hat zur Folge, dass musikalisches Training auch das
Sprachverständnis fördern kann, insbesondere bei Kindern mit
Sprachentwicklungsstörungen.


Musik wird außerdem zunehmend in der Medizin eingesetzt. Ein
bekanntes Beispiel ist die Schmerztherapie. Bestimmte Musikstücke
– oft mit langsamen Rhythmen – können dazu beitragen,
Schmerzempfinden zu reduzieren, etwa bei chronischen
Rückenschmerzen oder in der Palliativmedizin. Auch in der Reha
wird Musik genutzt, um Bewegungsabläufe zu fördern, etwa nach
einem Schlaganfall.


Trotz dieser vielen positiven Ergebnisse gibt es noch zahlreiche
offene Fragen in der Forschung. Eine davon betrifft die
Langzeiteffekte von Musik auf das Gehirn im Erwachsenenalter.
Zwar gibt es Hinweise, dass Musikhören auch im Alter geistig fit
halten kann, doch wie stark dieser Effekt wirklich ist und ob er
sich auf bestimmte Musikrichtungen bezieht, ist noch unklar.


Insgesamt zeigt sich: Musik ist nicht nur ein kulturelles
Phänomen, sondern ein mächtiges Werkzeug, das tief in unsere
neurologischen Prozesse eingreift.

Kommentare (0)

Lade Inhalte...

Abonnenten

15
15