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Episoden

4 Minuten
The complete speaking system for the digital TestDaF: dafprep.com

 

AUFGABE:

Sie haben auf der Internetseite Ihrer Hochschule gelesen, dass das Drucken an der Hochschule künftig kostenpflichtig werden soll. Auf einer Diskussionsveranstaltung wird dieses Vorhaben vorgestellt. Sie vertreten eine Studierendengruppe, die dieser Maßnahme kritisch gegenübersteht und möchten sich zum Thema äußern.

Äußern Sie die Kritik der Studierendenvertretung an der geplanten Maßnahme.

Begründen Sie diese Position.

Sagen Sie, wie das Drucken an der Hochschule studierendenfreundlicher geregelt werden könnte.

Vorbereitungszeit: 01:30 · Sprechzeit: 01:30

 

AUSHANG:

Einführung von Druckgebühren

Aus Kostengründen entfällt das kostenlose Druckkontingent von 200 Seiten pro Semester ab dem Wintersemester. An allen Druckern der Hochschule kostet eine Seite künftig 10 Cent, abgerechnet über die Campuskarte. Das gilt auch für Hausarbeiten und Abschlussarbeiten, die in gedruckter Form eingereicht werden müssen.

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LÖSUNG:

Eine mögliche Antwort (von vielen):

Vielen Dank, dass ich für die Studierendenvertretung sprechen darf. Die geplante Einführung von Druckgebühren sehen wir kritisch — aus folgenden Gründen. Erstens hätte die Maßnahme negative Folgen für alle Studierenden, denn manche Ausdrucke lassen sich gar nicht vermeiden: Der Aushang sagt ausdrücklich, dass auch Hausarbeiten und Abschlussarbeiten kostenpflichtig werden — obwohl die Hochschule selbst verlangt, dass sie gedruckt abgegeben werden. Wer eine Vorschrift der Hochschule erfüllt, soll dafür also auch noch zahlen. Zweitens können wir nicht akzeptieren, dass die Maßnahme vor allem Studierende mit wenig Geld trifft. Wer sich keinen eigenen Drucker leisten kann, kann die Kosten nicht umgehen — während andere ihre Skripte einfach zu Hause drucken. Die Gebühr belastet also gerade die, die ohnehin am wenigsten haben. Dass die Hochschule Kosten sparen muss, können wir nachvollziehen. Trotzdem möchten wir einen konkreten Vorschlag machen: Die Hochschule sollte das kostenlose Kontingent nicht abschaffen, sondern nur verkleinern. So spart die Hochschule bei den großen Mengen, weil jeder, der mehr druckt, selbst dafür zahlt — und trotzdem muss niemand für seine Hausarbeit bezahlen, auch nicht, wer keinen eigenen Drucker hat. Aus diesen Gründen bitten wir die Hochschule, das Vorhaben noch einmal zu überdenken. Vielen Dank.
6 Minuten
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AUFGABE:

In Ihrem wirtschaftssoziologischen Seminar diskutieren Sie heute über das Thema „Anonyme Bewerbungen", also Bewerbungen ohne Foto, Namen und Altersangabe. Ein Kommilitone äußert sich zu dem Thema. Ihre Dozentin, Frau Dr. Lang, bittet Sie, zu der Äußerung Stellung zu nehmen.

Geben Sie die Argumente Ihres Kommilitonen wieder und nehmen Sie Stellung zu seinen Argumenten.

Begründen Sie Ihren eigenen Standpunkt zum Thema.

Hörzeit: 01:12 · Vorbereitungszeit: 01:30 · Sprechzeit: 02:00

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LÖSUNG:

Eine mögliche Antwort (von vielen):

Ja, gern. Mein Kommilitone hat sich klar für verpflichtende anonyme Bewerbungen ausgesprochen und dafür drei Argumente genannt. Zunächst hat er gesagt, dass ohne Namen, Foto und Alter der erste Eindruck bei der Vorauswahl keine Rolle mehr spiele und nur noch die Qualifikation zähle. Das sehe ich anders. Auch eine anonyme Bewerbung verrät viel über die Person: Der Wohnort, die besuchte Schule und der sprachliche Stil lassen Rückschlüsse zu. Die Anonymisierung nimmt dem ersten Eindruck also nur einen Teil seiner Grundlage. Außerdem hat er argumentiert, dass die Unternehmen selbst profitierten, weil sie vor der Auswahl genau bestimmen müssten, worauf es bei der Stelle ankomme, und ihre Entscheidung hinterher begründen könnten. Da hat er recht. Wer eine Absage hinterher begründen muss, merkt schnell, wie vage die eigenen Anforderungen bis dahin waren. Wer die Anforderungen vorher festlegt, kann die Bewerbungen am Ende auch schneller miteinander vergleichen. Schließlich hat er behauptet, dass die Anonymisierung auf Dauer die Haltung in den Personalabteilungen verändere, weil man dort immer wieder Menschen kennenlerne, die man nach Foto und Namen aussortiert hätte. Das halte ich für zu optimistisch. Wer im Gespräch positiv überrascht wird, erklärt sich das meist mit dem Einzelfall und nicht mit den eigenen Maßstäben. Eine Haltung ändert sich nicht durch ein Verfahren, sondern erst dann, wenn die eigenen Denkmuster im Betrieb überhaupt einmal zum Thema werden. Ich persönlich halte eine Pflicht für alle Unternehmen für den falschen Weg. Für einen kleinen Betrieb, der im Jahr zwei Stellen besetzt, wäre die verpflichtende Anonymisierung aller Unterlagen vor allem zusätzlicher Verwaltungsaufwand. Sinnvoller wäre es, anonyme Bewerbungen zuerst dort verbindlich zu machen, wo besonders viele Bewerbungen eingehen — etwa in der öffentlichen Verwaltung und in großen Unternehmen — und zugleich die Auswahlgespräche nach festen, vergleichbaren Fragen zu führen. So wird die Auswahl fairer, ohne dass kleine Betriebe überfordert werden.
5 Minuten
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AUFGABE:

Sie haben für Ihr Tutorium zur Studienorganisation eine Kurzpräsentation zum Thema „Mehrsprachigkeit" vorbereitet.

Ihr Tutor, Herr Seiler, bittet Sie, Ihre Präsentation vorzutragen.

Erläutern Sie zunächst den Aufbau Ihrer Präsentation.

Gehen Sie dann auf die einzelnen Punkte näher ein und heben Sie wichtige Einzelheiten hervor.

Vorbereitungszeit: 02:00 · Sprechzeit: 02:30

 

FOLIE:

Mehrsprachigkeit

Mehrsprachigkeit im Alltag (in Familie und Schule · im Beruf)

Vorteile für den Einzelnen

Bedeutung für die Gesellschaft

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LÖSUNG:

Eine mögliche Antwort (von vielen):

Liebe Kommilitoninnen und Kommilitonen, das Thema meiner heutigen Präsentation lautet: Mehrsprachigkeit. Ich habe meinen Vortrag in drei Teile gegliedert: Zuerst spreche ich über die Mehrsprachigkeit im Alltag. Danach gehe ich auf die Vorteile für den Einzelnen ein. Am Ende spreche ich noch über die Bedeutung der Mehrsprachigkeit für die Gesellschaft.

Beginnen wir mit der Mehrsprachigkeit im Alltag. In vielen Familien wird zu Hause eine andere Sprache gesprochen als in der Schule oder im Kindergarten. Kinder wachsen dadurch von klein auf mit zwei oder mehr Sprachen auf und wechseln oft mitten im Gespräch zwischen ihnen. Auch im Beruf ist Mehrsprachigkeit längst normal. Ein Beispiel dafür ist die Arbeit in der Forschung: Ergebnisse werden dort fast immer auf Englisch veröffentlicht, während im Labor die Landessprache gesprochen wird. Und in vielen Firmen mit internationalen Kunden gehört Englisch oder eine weitere Fremdsprache fest zum Arbeitsalltag.

Nun spreche ich über die Vorteile für den Einzelnen. Der erste Vorteil ist ganz praktisch: Wer mehrere Sprachen spricht, hat mehr Möglichkeiten bei der Ausbildung, bei der Arbeitssuche und auf Reisen — für viele Stellen ist eine zweite Sprache inzwischen sogar eine Voraussetzung. Ein zweiter Vorteil betrifft das Denken. Besonders wichtig ist hier, dass man mit einer neuen Sprache auch eine neue Sichtweise kennenlernt, weil sich manche Dinge in verschiedenen Sprachen ganz unterschiedlich ausdrücken lassen. Und schließlich berichten viele Mehrsprachige, dass ihnen das Lernen jeder weiteren Sprache deutlich leichter fällt als das der ersten Fremdsprache.

Damit komme ich zum letzten Aspekt, der Bedeutung für die Gesellschaft. Viele Menschen verstehen die Sprache ihres Wohnorts noch nicht gut — mehrsprachige Familienmitglieder und Nachbarn helfen ihnen im Alltag: Sie begleiten ältere Verwandte zum Arzt, erklären Briefe von Behörden oder übersetzen beim Einkaufen. Ich möchte betonen, dass diese alltägliche Hilfe oft unsichtbar bleibt und trotzdem vieles erst möglich macht. Auch die Wirtschaft profitiert von Mehrsprachigkeit, weil internationale Zusammenarbeit ohne gemeinsame Sprachen kaum funktioniert — vom kleinen Betrieb mit Kunden im Nachbarland bis zum großen Unternehmen mit Standorten auf mehreren Kontinenten.

Damit bin ich am Ende meiner Präsentation angelangt. Ich bedanke mich für eure Aufmerksamkeit.
5 Minuten
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AUFGABE:

In Ihrem bildungssoziologischen Seminar sprechen Sie über Studienabbrüche an deutschen Hochschulen.

Ihr Dozent, Herr Dr. Neuhaus, hat eine Grafik mitgebracht und bittet die Seminarteilnehmenden um eine Stellungnahme.

Hören Sie, was ein Seminarteilnehmer dazu sagt.

Nehmen Sie Stellung zu der gehörten Aussage.

Beziehen Sie sich dabei auch auf die vorliegende Grafik.

Grafik ansehen: 00:30 · Hörzeit: 00:20 · Vorbereitungszeit: 01:30 · Sprechzeit: 01:30

 

GRAFIK:

Warum brechen Studierende ihr Studium ab? (Angaben in Prozent)

Falsche Vorstellungen vom Fach: 31 %

Finanzielle Schwierigkeiten: 24 %

Anforderungen im Fach zu hoch: 18 %

Wunsch nach praktischer Tätigkeit: 14 %

Familiäre oder gesundheitliche Gründe: 10 %

Weiß nicht / keine Angabe: 3 %

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LÖSUNG:

Eine mögliche Antwort (von vielen):

Ja, danke. Ich muss meinem Kommilitonen deutlich widersprechen. Er hat gesagt, dass ein Studienabbruch fast immer an den fachlichen Anforderungen liege und dass Geld dabei keine Rolle spiele. Anhand der Grafik lässt sich das so nicht halten. Der häufigste Grund sind mit 31 Prozent falsche Vorstellungen vom Fach, an zweiter Stelle stehen mit 24 Prozent finanzielle Schwierigkeiten. Die Anforderungen im Fach, die mein Kommilitone für den einzigen Grund hält, nennen dagegen nur 18 Prozent — sie stehen damit erst an dritter Stelle. Alle übrigen Gründe zusammen wiegen deutlich schwerer. Meiner Meinung nach zeigt das, dass ein Abbruch selten eine Frage der Anstrengung ist, sondern meistens eine Frage der Information und der Lebensumstände. Wer vor dem Studium kaum weiß, was ihn im Fach erwartet, entscheidet sich fast blind und merkt den Irrtum erst nach zwei oder drei Semestern. Und wer nebenbei viele Stunden arbeiten muss, verliert irgendwann den Anschluss, auch wenn er fachlich gut mitkommt. Deshalb halte ich gute Orientierungsangebote vor dem ersten Semester und eine verlässliche finanzielle Absicherung für wirksamer als den Appell, sich einfach mehr anzustrengen. Der Vorwurf, alles andere seien Ausreden, wird der Lage der meisten Studierenden nicht gerecht.
7 Minuten
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AUFGABE:

In einer Arbeitsgruppe an Ihrer Hochschule behandeln Sie gerade das Thema „Reden mit den Händen". Sie haben dazu einen interessanten Artikel gelesen und wollen ihn für Ihre Mitstudierenden zusammenfassen.

Lesen Sie den Text. Der Text ist 4 Minuten lang zu sehen.

Fassen Sie danach die wesentlichen Informationen zusammen.

Lesezeit / Vorbereitungszeit: 04:00Sprechzeit: 02:00

Hinweis: In der echten Prüfung ist der Text nur während der 4 Minuten Lese- und Vorbereitungszeit sichtbar. Üben Sie genauso — danach ohne Blick auf den Text sprechen.

 

LESETEXT:

Warum wir mit den Händen reden

Wer telefoniert, bewegt oft die Hände — obwohl niemand am anderen Ende sie sehen kann. Noch erstaunlicher ist eine Beobachtung aus der Forschung: Auch Menschen, die von Geburt an blind sind, gestikulieren beim Sprechen, und zwar selbst dann, wenn sie mit jemandem sprechen, von dem sie wissen, dass er ebenfalls nichts sieht. Wären Gesten nur ein Mittel für das Gegenüber, dürfte es das eigentlich nicht geben.

Die Sprachforschung erklärt das so: Gesten helfen nicht nur beim Verstehen, sondern auch beim Sprechen selbst. Wer eine räumliche Vorstellung im Kopf hat — einen Weg, eine Form, eine Bewegung —, muss sie in Wörter übersetzen. Die Hände greifen dabei sozusagen vor: Sie zeichnen die Form schon nach, während der passende Ausdruck noch gesucht wird. Das entlastet das Denken und macht das Sprechen flüssiger.

Ein Forschungsteam einer europäischen Universität hat diese Annahme in einer Untersuchung mit rund 60 Teilnehmenden geprüft. Sie sollten einer anderen Person einen Weg durch ihre eigene Stadt beschreiben, vom Bahnhof bis zu einem bekannten Platz. Die eine Gruppe durfte dabei frei gestikulieren, die andere hielt die Hände während des Sprechens an der Stuhlkante fest. Alle Beschreibungen wurden aufgezeichnet und anschließend miteinander verglichen. Wer die Hände nicht benutzen durfte, sprach deutlich langsamer, machte mehr und längere Pausen und suchte häufiger nach Wörtern — besonders bei Ortsangaben wie „gegenüber" oder „um die Ecke".

Für die Forschenden ist das ein Hinweis darauf, dass Gesten kein schmückendes Beiwerk sind, sondern zum Sprechen selbst dazugehören. Praktische Folgen sieht die Forschung überall dort, wo die Hände gerade nicht frei sind — beim Autofahren, beim Tragen einer schweren Tasche oder beim Kochen. Wer dann ins Stocken gerät oder umständlicher formuliert, hat nach dieser Deutung nicht plötzlich ein Sprachproblem, sondern spricht ohne ein Werkzeug, das sonst ganz selbstverständlich mitläuft.

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LÖSUNG:

Eine mögliche Antwort (von vielen):

In dem Artikel geht es um die Frage, warum Menschen beim Sprechen mit den Händen gestikulieren. Auffällig ist, dass sie das auch dann tun, wenn niemand sie sieht — am Telefon zum Beispiel, und sogar blinde Menschen im Gespräch mit anderen Blinden. Die Forscher wollten deshalb wissen, ob Gesten nicht nur dem Zuhörer helfen, sondern auch dem Sprecher selbst. Dafür mussten rund 60 Personen einen Weg beschreiben; die eine Gruppe durfte sich dabei frei bewegen, die andere musste die Hände stillhalten. Es stellte sich heraus, dass die Gruppe ohne Gesten langsamer sprach, mehr Pausen machte und öfter nach Wörtern suchte, besonders bei Ortsangaben. Die Forscher erklären das damit, dass die Hände beim Formulieren mithelfen und das Denken entlasten. Gesten sind also kein Schmuck, sondern gehören zum Sprechen dazu — was vor allem dann auffällt, wenn man die Hände einmal nicht frei hat.
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