"Fall for Me": Nackte Haut allein reicht nicht
34 Minuten
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Texte, Kritiken und ein wöchentlicher Podcast über Kino, Erinnerung und die Magie der Bilder – zwischen VHS-Nostalgie, Streaming-Gegenwart und dem, was Film in uns auslöst.
Beschreibung
vor 5 Monaten
Der neue Netflix-Film "Fall for Me" mit Svenja Jung reiht sich
äußerlich in die Tradition des erotischen Thrillers ein, doch
schon nach kurzer Zeit zeigt sich, dass der schöne Schein trügt.
Die Geschichte wirkt konstruiert und vorhersehbar, die Figuren
sind dünn gezeichnet und ihre Handlungen wirken selten
nachvollziehbar. Auch die Spannung, die sich aus psychologischen
Konflikten ergeben könnte, baut sich nicht auf, weil es dem
Drehbuch an Substanz fehlt.
Die erotischen Szenen sind zwar sauber inszeniert, aber kraftlos
und entwickeln keine Intensität. Stattdessen bleibt ein Gefühl
von hübsch arrangierten Tableaus, die leblos wirken. Svenja Jung
ist in dieser Rolle keine glückliche Besetzung, ihr Spiel bleibt
auffallend blass und fügt der ohnehin schwachen Figurenzeichnung
keine zusätzliche Tiefe hinzu. So bleibt sie wie der gesamte Film
merkwürdig austauschbar. Verstärkt wird dieser Eindruck durch die
Kameraarbeit, die zwar stimmungsvolle Landschaften einfängt,
diese aber wie dekorative Postkartenbilder wirken lässt, die das
Fehlen einer tragfähigen Geschichte nicht überdecken können.
Alles in allem entsteht der Eindruck einer Produktion, die mit
schönen Oberflächen arbeitet, aber weder durch Spannung noch
durch darstellerische Kraft überzeugt und am Ende eher wie eine
routinierte öffentlich-rechtliche Fernsehproduktion wirkt als wie
ein großer Netflix-Hit.
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