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Oscars & Himbeeren - der Film- und Serien-Podcast

Oscars & Himbeeren - der Film- und Serien-Podcast

Ronny Rüsch 317 Episoden Neueste vor 1 Tag

Texte, Kritiken und ein wöchentlicher Podcast über Kino, Erinnerung und die Magie der Bilder – zwischen VHS-Nostalgie, Streaming-Gegenwart und dem, was Film in uns auslöst.

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Episoden

50 Minuten
Diese Woche bei Oscars & Himbeeren:

Ridley Scotts Endzeitdrama “Das Ende der Sterne” findet in einer fast menschenleeren Welt nicht nur überwältigende Bilder, sondern auch erstaunlich viel Wärme und Hoffnung und zeigt, dass der inzwischen 88-jährige Regisseur noch immer Filme drehen kann, die zugleich gewaltig und sehr persönlich wirken; “Marshals” aus Taylor Sheridans “Yellowstone”-Welt dagegen macht aus Kayce Dutton ausgerechnet den Helden einer überraschend gewöhnlichen Polizeiserie, die zwar solide gespielt und routiniert inszeniert ist, aber weder die Wucht noch die erzählerische Eigenwilligkeit ihres Vorgängers besitzt; “Dutton Ranch” wiederum führt die Geschichte von Beth und Rip genau dort weiter, wo “Yellowstone” am stärksten war, verbindet große Gefühle und handfesten Ranchkrieg und beweist, dass Taylor Sheridans Westernuniversum noch lange nicht auserzählt ist; “In the Lost Lands” mit Milla Jovovich und Dave Bautista sieht zwar prächtig künstlich aus und wirft Fantasy, Western und Endzeitkino mit sichtlicher Begeisterung durcheinander, findet zwischen all den Monstern, Hexen und digitalen Landschaften aber leider keine Geschichte, die ähnlich viel Eindruck hinterlässt; “Protector” lässt Milla Jovovich einmal mehr mit bewundernswertem körperlichem Einsatz durch einen geradlinigen Rachethriller kämpfen, der seine vertraute Entführungsgeschichte jedoch so schematisch erzählt, dass selbst die durchaus brauchbaren Actionszenen kaum echte Spannung entwickeln; und “Worldbreaker” schließlich besitzt mit seiner düsteren Welt, einigen starken Kreaturen und einer berührenden Vater-Tochter-Beziehung durchaus gute Ansätze, wirkt aber über weite Strecken eher wie der ausführliche Auftakt zu einem Film, der gerade dann endet, wenn er eigentlich richtig beginnen müsste.

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“Das Ende der Sterne” läuft seit dem 27. August 2026 in den deutschen Kinos.

Streaming-Plattformen, die die Inhalte dieser Episode anbieten (Stand: September 2026):

“Marshals” - Paramount+

“Dutton Ranch” - Paramount+

“In the Lost Lands” - Sky/WOW

“Protector” - Prime Video

“Worldbreaker” - Prime Video

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39 Minuten
Diese Woche bei Oscars & Himbeeren:

Die Netflix-Doku “Free Fall: Reckoning with Boeing” zeichnet ebenso präzise wie erschütternd nach, wie bei einem der mächtigsten Flugzeugbauer der Welt Sicherheitsbedenken dem wirtschaftlichen Druck untergeordnet wurden; “Ted Lasso” findet in Staffel vier zu alter Stärke zurück und verbindet warmherzigen Humor und kluge Figurenzeichnung; “Point Break” von 1991 wiederum ist auch 35 Jahre später noch ein wahnsinnig mitreißender Actionfilm; und der Prime-Film “Back to the 90s” schließlich verwechselt nostalgische Unterhaltung leider mit einer lustlosen Aneinanderreihung von Klischees und beweist vor allem, dass ein paar Internet-Stars noch lange keinen guten Film ergeben.

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Streaming-Plattformen, die die Inhalte dieser Episode anbieten (Stand: August 2026):

“Free Fall: Reckoning with Boeing” - Netflix

“Ted Lasso” - Apple TV+

“Point Break (1991)” - HBO Max

“Back to the 90s” - Prime Video

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31 Minuten
Diese Woche bei Oscars & Himbeeren:

Die neue DC-Serie “Lanterns” verbindet Superheldenkino mit düsterem Ermittlerdrama und beweist mit starken Darstellern, klugen Dialogen und einer angenehm erwachsenen Erzählweise, dass auch ein großes Comic-Universum spannend und überraschend menschlich erzählt werden kann; “Green Lantern” von 2011 wiederum ist längst nicht so schlecht wie sein Ruf, sondern ein herrlich unbekümmertes, farbenfrohes Weltraumabenteuer, das sich noch traut, Comicverfilmung zu sein, ohne sich dafür ständig entschuldigen zu müssen; und der Sci-Fi-Thriller “Redux Redux” schließlich macht aus einer inzwischen reichlich strapazierten Multiversums-Idee einen finsteren, nervenaufreibenden und überraschend berührenden Rachefilm, der mit vergleichsweise einfachen Mitteln mehr Spannung erzeugt als mancher hundert Millionen Dollar teure Blockbuster.

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Streaming-Plattformen, die die Inhalte dieser Episode anbieten (Stand: August 2026):

“Lanterns” - HBO Max

“Green Lantern” - HBO Max / RTL+

“Redux Redux” - Paramount+

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34 Minuten
Diese Woche bei Oscars & Himbeeren:

“The Last House” auf Netflix beginnt mit einer guten Ausgangssituation, macht daraus aber einen Film, der sein eigenes Potenzial erstaunlich konsequent verspielt und bei dem das eigene Heim zwar zur Falle wird, die Spannung jedoch leider draußen bleibt; “Stuart Fails to Save the Universe” dagegen ist herrlich komisch, klug geschrieben und genau die Sorte Serie, bei der man nach wenigen Minuten weiß, dass man bleiben wird; “Can a Song Save Your Life?” wiederum ist auch Jahre später noch ein wunderbar warmherziger Film über Musik, Neuanfänge und die tröstliche Erkenntnis, dass nicht jede große Liebesgeschichte zwischen zwei Menschen stattfinden muss; und “One Mile: Chapter One” sowie “One Mile: Chapter Two” sind schließlich der Beweis, dass man eine schlechte Idee durchaus noch einmal fortsetzen kann, wenn wirklich niemand rechtzeitig Einspruch erhebt.

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Streaming-Plattformen, die die Inhalte dieser Episode anbieten (Stand: August 2026):

“The Last House” - Netflix

“Stuart Fails to Save the Universe” - HBO Max

“Can a Song Save Your Life?” - Netflix

“One Mile: Chapter One” - Paramount+

“One Mile: Chapter Two” - Paramount+

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43 Minuten
Diese Woche bei Oscars & Himbeeren:

“Wildcat” mit Kate Beckinsale ist ein erstaunlich lustlos zusammengebauter Actionfilm, der wirkt, als hätte jemand sämtliche Versatzstücke zweitklassiger Streamingware in einen Topf geworfen. Die Geschichte ist dünn, die Figuren sind einem herzlich egal und Beckinsale spielt sich mit erstaunlich wenig Ausdruck durch einen Film, der selbst für anspruchsloses Popcornkino wenig zu bieten hat; “Furious” dagegen ist eine dieser Serien, bei denen man plötzlich wieder weiß, warum man Streaming erfunden hat: klug erzählt, hervorragend gespielt und mit genau der richtigen Mischung aus Tempo und Drama; “The Bombing of Pan Am 103” rekonstruiert die Katastrophe von Lockerbie eindringlich und bemerkenswert unaufgeregt und wird gerade dadurch zu einer ebenso erschütternden wie spannenden Serie; und “Once” von 2006 wiederum schaut man nach dem tragischen Unfalltod von Glen Hansard mit anderen Augen. Der Musiker und Schauspieler, der gemeinsam mit Markéta Irglová für “Falling Slowly” den Oscar gewann, starb Ende Juli mit nur 56 Jahren bei einem Motorradunfall in Dublin. Geblieben ist ein wunderbar leiser, melancholischer Film über Musik, Liebe und zwei Menschen, die sich zur richtigen Zeit begegnen, auch wenn diese Zeit nicht für immer ist.

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Streaming-Plattformen, die die Inhalte dieser Episode anbieten (Stand: August 2026):

“Wildcat” - Prime Video

“Furious” - Disney+

“The Bombing of Pan Am 103” - Netflix

“Once” - Joyn

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Über diesen Podcast

Immer freitags präsentiert Ronny Rüsch "Oscars & Himbeeren", den Podcast rund ums Streaming und Kino! Jede Woche stellen sich Filmexperte Ronny Rüsch und sein Co-Host Axel Max die Fragen: Was ist neu bei Netflix, Disney+, Amazon Prime & Co.? Was gibt es Neues im Kino? Welcher Film erhitzt die Gemüter? Welche Serie wird jetzt schon gefeiert? Informativ. Unterhaltsam. Kompakt. hausmeisterronny.substack.com
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