Spannende Neuerscheinungen im Buch-Herbst

Spannende Neuerscheinungen im Buch-Herbst

vor 9 Monaten
Neue Romane von Thomas Melle und Raphaela Edelbauer werfen tiefe Blicke auf eigene Wirklichkeiten. Ferdinand von Schirach legt neue Erzählungen vor. Und wir nehmen Abschied von dem Dichter Eugen Gomringer.
57 Minuten
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Beschreibung

vor 9 Monaten
*Irene Solá: Ich gab dir Augen, und du blicktest in die
Finsternis.
Das Buch entführt uns nach Katalonien. Die Region im Norden
Spaniens kämpft seit Jahren um ihre Unabhängigkeit, man spricht
dort eine eigene Sprache, hat eine eigene Kultur… Und mit der
34-Jährigen Schriftstellerin Irene Solá auf jeden Fall auch einen
Star der Gegenwartsliteratur. Von Kais Harrabi berichtet.

*Anette Selg: Das Jahr, bevor ich
verschwand.
Die Mitte des Lebens ist eine Zeit der Selbstfindung, des Abschieds
und Aufbruchs – häufig verbunden mit der bohrenden Frage: „War’s
das jetzt schon?“. In den letzten Jahren haben vor allem
Schriftstellerinnen die Phase ab 40 als Sujet entdeckt und
schreiben über Wechseljahre, Midlife-Crisis und das Gefühl, im
Familiennest gefangen zu sein. Jetzt hat auch die Journalistin
Anette Selg ein Buch zu eben jenem Thema vorgelegt.
Lydia Jakobi berichtet.

*Thomas Melle: Haus zur Sonne.
Ein Wellness-Resort für Lebensmüde – klingt makaber? In Thomas
Melles "Haus zur Sonne" wird der Freitod zum Angebot. Reale
Abgründe, surreale Träume – und hochaktuelle Fragen: Was bleibt am
Ende eines zermürbenden, von immer neuen Abstürzen gezeichneten
Lebens?
Knut Cordsen berichtet.

*Raphaela Edelbauer: Die echtere
Wirklichkeit.
Was ist wahr und was gelogen? Das ist bei der Informationsflut
heutzutage oft schwer zu sagen. Wir können natürlich anfangen,
alles erstmal per se für falsch zu halten. Aber dann würden wir
nicht nur Fakten anzweifeln, sondern auch die Glaubwürdigkeit
demokratischer Instanzen untergraben. Die österreichische
Schriftstellerin Raphaela Edelbauer hat einen Roman geschrieben,
bei dem Aktivisten auf der Suche nach der echteren Wahrheit
sind.
Yvonne Koch berichtet.

*Ferdinand von Schirach: Der stille Freund.
Mit seinen Theaterstücken, Romanen und Erzählungen rund um seine
angestammten Themen wie Verbrechen und Strafe, Moral, Recht und
Gerechtigkeit hat sich der ehemalige Anwalt eine feste Leserschaft
erworben. Hinzu kamen in den letzten Jahren Erzählbände, in denen
auch Kunstbetrachtungen und Lebenserinnerungen eine stärkere Rolle
spielten. An diese schließen nun seine neuen Erzählungen an, die
unter dem Titel "Der stille Freund" ganz frisch erschienen
sind.
Martin Maria Schwarz berichtet.

*Von hier für da – Gedichte für die Gegenwart. Zum
Tod des großen Dichters und Vaters der Konkreten Poesie, Eugen
Gomringer: eine Verbeugung mit dem Gedicht "einanderzudrehen".
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