Sommerzeit ganz anders
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Beschreibung
vor 6 Monaten
August, viele sind noch
unterwegs. Die Stadt ist leer,
das Telefon klingelt selten, der
Terminkalender muss nicht ständig abgeglichen
werden.
Manche, die ich gerne sehen würde, sind weg.
Stille – Gefühle des
Alleinseins, gar
Einsamkeitsgefühlekommen auf?!? Wohin mit der
Zeit?
Vor den Ferien habe ich äußerliche und
seelische Turbulenzen erlebt. Schließung unserer Kirche,
Fusion, Auflösen der Gemeinde. Und immer wieder gab es
Missverständnisse, mangelhafte
Kommunikation, Ohnmachtsgefühle.
Da sind noch Dinge, die im großen und kleinen
Kreis angesprochen werden müssen. Meine
Ungeduld sagt mir: lieber heute als
morgen.
Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht, sondern
der Kraft, der Liebe und der Besonnenheit. (nach
2. Tim.)
Daran werde ich immer wieder erinnert.
So war es möglich einander in anderen
Zusammenhängen zu begegnen.
Friedvoll, aber noch nicht
geklärtund befriedet.
Das war sogar körperlich spürbar, als wir in
dieser Zeit ein großes fröhliches Tauffest am
Neckar feiern konnten. 23 Täuflinge aus unterschiedlichen
Gemeinden.
Die Weite unter dem geöffneten Himmel tat gut.
Dennoch: Ich hätte nie gedacht, dass die
Veränderungen und
Auseinandersetzungen so viel in
Bewegungbrachten. Dazu brauchte es wohl genau
diese Sommerzeit!
Der Abschiedsschmerz erinnerte an andere
durchlebte Trauerprozesse mit allen seinen
Phasen.
Das Schwierigste für mich war ein uraltes Gefühl
schon aus der Kindheit: nicht gehört,
nicht gefragt, nicht verstanden zu sein.
Und ich sollte wohl diese Gefühle nochmal
spüren, anders, vielleicht noch tiefer.
Früher waren meine Reaktionen
darauf: Rückzug, Resignation.
Und heute merke ich: ich will
dafür eintreten, für die Menschen, für
meine Wahrheit, Klären im
Hören auf den rechten Moment.
Auf einmal ist es in mir und um mich herum gar
nicht mehr so still und einsam. Ich bin dankbar
für all die Erkenntnisse, für Gottes
Zeitplan, seine Herzensgüte.
Dankbar für den Vater im Himmel, der uns ALLE
trägt, der uns so sieht wie wir sind,
als wenn Er fragenwürde: wie geht es
DIR? Was willst DU, dass ich DIR tun soll?
Mit dieser anderen Blickrichtung erkenne ich:
Schon in dem ganzen Prozess gab es
liebevolle, vertraute, auch
neue Begegnungen, Bücher und
Lieder, die mich mit Hoffnung und
Zuversicht erfüllten.
Wie ist eure Sommerzeit? Vielleicht auch
anders? Ich wünsche Euch
liebevolle Entdeckungen und
Stärkung an Leib und Seele!
Isabel Prinzessin zu Löwenstein, Heidelberg
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