Um den Segen können wir bitten
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vor 7 Monaten
Ich merke auf. In einem Gespräch zur Vorbereitung eines
Gottesdienstes sagt er einen sehr weisen Satz: „Es gibt beim
Thema Lebensgeschichte drei Bereiche: Die Gene, die Umstände und
den Segen. Die beiden Ersten stehen mehr oder weniger fest. Das
Dritte können wir uns nicht selbst geben.“ Soweit das Zitat.
Zuerst einmal die Gene. Vieles bringe ich mit. Es ist mir in die
Wiege gelegt. Meine Haarfarbe, meine Größe, mein Temperament,
meine Konstitution d.h. meine Gesundheit oder Anfälligkeit, meine
Talente. Das ist mein Grundvermögen, meine Anlagen und meine
Begabungen.
Das zweite sind die Umstände in die ich hineingeboren wurde. Die
Zeit z.B.: 20. Jahrhundert, ich bin in Europa geboren, nicht in
Afrika. Im Frieden, nicht im Krieg. Die Familie in die ich
hineingeboren wurde, war sie komplett oder hatte ich die Aufgabe,
einen Elternteil zu ersetzen? War die Familie in der ich groß
geworden bin arm oder reich? Waren die Eltern Akademiker oder war
der Haushalt ein Arbeiter- oder Geschäftshaushalt? Es gibt so
viele Faktoren, die mich prägten. Die Geschwisterreihe spielt
eine Rolle. War ich ein Einzelkind oder der oder die Jüngste oder
der oder die Älteste oder war ich in der Mitte? War ich
diejenige, die für die Geschwister verantwortlich war? Welche
Schule konnte ich besuchen? Gab es einen Lehrer, der mich
gefördert hat und dem ich viel zu verdanken habe? Oder war die
Schulzeit eher schwierig? Alle Faktoren können sich auf mich
positiv oder schwierig auswirken. Bei manchem merken wir erst
viel später, dass aus dem zuerst Schwierigen eine besondere
Begabung gewachsen ist.
Jetzt zum Dritten, zum Segen. Wir können uns den Segen selbst
nicht geben. Mit noch so viel Tüchtigkeit kann ich mir den Segen
nicht verdienen. Er ist immer Gnade, d.h. Geschenk. Aber wir
können immer darum bitten. Und Gott will gern segnen. In der
Schöpfungsgeschichte heißt es: „Und Gott segnete sie“. Und immer
wieder hat Gott diesen Segen bekräftigt und erneuert. Wie oft hat
er ihn bei mir schon bekräftigt und erneuert?
Segen ist die Kraft, die die genetische Veranlagung und die
Verhältnisse verändern kann. Waltraud Mäschle sagte, dass Segen
aus dem Minus ein Plus machen kann. Besser kann man es nicht
sagen. Um den Segen können wir bitten. Ich will es mit dem
Hebräischen Wort für Segen sagen. „Barakh“ das heißt: ich knie
nieder, um wie ein Lasttier Proviant für meine Lebensreise
aufgeladen zu bekommen.
Dreieiniger Gott, wir bitten dich um deinen Segen für unsere
Lebensreise.
Ihre Traudel Krause
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