Wirtschaftsnews vom 01. Juli 2025

Wirtschaftsnews vom 01. Juli 2025

Wirtschaftsnews

Beschreibung

vor 7 Monaten

Die aktuellen Wirtschaftsnachrichten
mit Michael Weyland


 


Thema heute:   


 


Koalition bricht zentrales Wahlversprechen: „Strompreise
gehören weiter zu den weltweit
höchsten“ 


 


 


 


Auf eines kann man sich offensichtlich zu
einhundert Prozent verlassen. Dass die Regierung, egal wer grade
am Ruder ist, ein Versprechen nach dem anderen bricht. Es reicht
ja völlig aus, dem Wähler mit Wahlversprechen seine Stimme
abzujagen, bis zur nächsten Wahl hat er den Beschiss ja sowieso
vergessen. Zumindest scheinen unsere Politiker genau das zu
denken. Und sie scheinen völlig zu ignorieren, welche Gefahren
sie damit heraufbeschwören. Oder es ist ihnen schlicht egal.
Hauptsache, vier Jahre üppige Diäten und für Viele opulente
Dienstwagen.



Der aktuelle Wortbruch, über den sich zurecht Viele aufregen, ist
der Wortbruch der Koalition bei der versprochenen Senkung des
Strompreises um mindestens 5 Cent pro Kilowattstunde (kWh). Das
ist nach Ansicht nicht nur des unabhängigen Geldratgebers
Finanztip für Verbraucherinnen und Verbraucher praktisch nicht
mehr erreichbar.


„Als Sofortmaßnahme sollte dafür die Stromsteuer für
alle gesenkt werden, doch diese Entlastung wurde für private
Haushalte nun gestrichen. Damit bricht die Koalition ein
zentrales Wahlversprechen aus dem Koalitionsvertrag und belastet
die Menschen weiter mit Strompreisen, die weltweit zu den
höchsten gehören“, so Benjamin Weigl, Energie-Experte beim
Geldratgeber Finanztip. Also so wie immer. Versprochen,
gebrochen! Das scheint die Devise von Regierungen zu sein. Und
wir können nur alle vier Jahre etwas dagegen tun.


 


Im am vergangenen Dienstag vorgestellten Haushaltsentwurf
von Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) werden nur die
Industrie und die Land- und Forstwirtschaft bei der Stromsteuer
entlastet. Die Senkung der Stromsteuer auf das europäische
Mindestmaß hätte den Strom für Haushalte um 2,32 Cent/kWh
(brutto) vergünstigt. Laut Finanztip hätte eine Familie mit einem
Stromverbrauch von 4.000 kWh dadurch jährlich rund 93 Euro
eingespart. „Die Stromsteuer wäre die halbe Miete gewesen, um das
Ziel von insgesamt 5 Cent günstigerem Strom zu erreichen“, sagt
Energie-Experte Weigl.   


Große Chance beim Strompreis
vertan


Von einer niedrigeren Stromsteuer hätten gleichmäßig
alle Verbraucher profitiert, zusätzlich wäre dadurch auch der
Umstieg auf E-Autos und Wärmepumpen günstiger geworden. Während
diese Vergünstigung nun ausfällt, soll die ebenfalls im
Koalitionsvertrag versprochene Senkung der Netzentgelte ab dem
Jahreswechsel umgesetzt werden. Ob der Bundesregierung nicht bis
dahin auffällt, dass man das Geld doch woanders benötigt, muss
man auch erst mal abwarten.  Meine Devise:  Ich erwarte
gar nichts, dann werde ich auch nicht enttäuscht!


 


 


 


 


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