"Wir wollen nicht in einem Terminator-Szenario enden" - Stefan Röbel (Arx Robotics)
33 Minuten
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vor 8 Monaten
Stefan Röbel verfolgt ein klares Ziel: Europa muss
verteidigungsfähig werden, sagt der ehemalige Bundeswehroffizier
und Mitgründer von Arx Robotics. Das Unternehmen aus dem
bayerischen Oberding stellt unbemannte Fahrzeuge her, die zum
Beispiel bei der Versorgung, Aufklärung und Evakuierung Verwundeter
helfen. "Wenn unsere Technologie gut arbeitet, kommt ein Vater oder
eine Mutter gegebenenfalls nach Hause". Röbel beschreibt Arx als
"fahrendes Schweizer Taschenmesser": Die Fahrzeuge können je nach
Mission mit Funk, Radar oder Transportmodul bestückt werden - vor
Ort, mit europäischer Lieferkette: "Wer für Europa antritt, aber
auf China setzt, macht sich abhängig." Röbel und sein Team
verbinden militärische Taktik mit Startup-Tempo. Er fordert einen
radikalen Wandel im Denken. "Wir haben ein Fenster von fünf Jahren.
Wenn wir es jetzt nicht schaffen, Europa so aufzustellen, dass es
kein lohnendes Ziel ist, wird es für unsere Kinder nicht so schön
in den nächsten Jahren." Die Idee von Arx Robotics entstand
unkonventionell: mit Boombox, Metallstift und Nebelmaschine aus dem
Partykeller hat Röbel einen improvisierten Prototyp gebaut.
Simulierte Schüsse und Rauch inklusive. Damit gewann das Team den
Innovationspreis des Generalinspekteurs der Bundeswehr. Später
wurde aus dem Guerilla-Projekt ein skalierbares, modulares System.
Röbel denkt jedoch über Technik hinaus. Die größte Bedrohung sei
systemischer Natur: "Der Krieg ändert sich alle zwei Monate",
erklärt der frühere Bundeswehroffizier. "Unsere bürokratischen
Prozesse sind aber seit 40 Jahren unverändert". Seine Forderung:
Raus aus der analogen Welt, hin zu vernetzten, autonomen Systemen.
Flexibel, missionsorientiert, anpassbar. "'Safety First' ist
überholt. Wir brauchen 'Mission First'." Arx Robotics ist Teil
eines boomenden Sektors: 2024 flossen 1,3 Milliarden Dollar in
deutsche Defense- und Deep-Tech-Startups. Firmen wie Helsing und
Quantum Systems zeigen, dass Hightech aus Deutschland längst
militärisch eingesetzt wird. Auch Tech-Prominenz wie
Spotify-Gründer Daniel Ek investiert: Erst kürzlich führte er eine
Finanzierungsrunde von 600-Millionen-Euro für Helsing an. Trotz
Automatisierung bleibt der Mensch für Arx-Gründer Röbel im Zentrum.
"Wir wollen kein Terminator-Szenario. Der Mensch bleibt
Entscheider, Taktiker, Verantwortlicher." Ziel sei es, menschliche
Fähigkeiten zu stärken - nicht zu ersetzen. Defense-Tech ist längst
kein Randthema mehr. Laut Bundesagentur für Arbeit stieg die Zahl
der Beschäftigten in der Rüstungsproduktion seit 2015 um fast 50
Prozent - ein Zeichen für den industriellen Aufbruch. Warum
Ex-Offiziere heute gefragte Manager sind, erzählt Röbel in der
neuen Folge von "So techt Deutschland". Sie haben Fragen für
Frauke Holzmeier und Andreas Laukat? Dann schreiben Sie eine E-Mail
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verteidigungsfähig werden, sagt der ehemalige Bundeswehroffizier
und Mitgründer von Arx Robotics. Das Unternehmen aus dem
bayerischen Oberding stellt unbemannte Fahrzeuge her, die zum
Beispiel bei der Versorgung, Aufklärung und Evakuierung Verwundeter
helfen. "Wenn unsere Technologie gut arbeitet, kommt ein Vater oder
eine Mutter gegebenenfalls nach Hause". Röbel beschreibt Arx als
"fahrendes Schweizer Taschenmesser": Die Fahrzeuge können je nach
Mission mit Funk, Radar oder Transportmodul bestückt werden - vor
Ort, mit europäischer Lieferkette: "Wer für Europa antritt, aber
auf China setzt, macht sich abhängig." Röbel und sein Team
verbinden militärische Taktik mit Startup-Tempo. Er fordert einen
radikalen Wandel im Denken. "Wir haben ein Fenster von fünf Jahren.
Wenn wir es jetzt nicht schaffen, Europa so aufzustellen, dass es
kein lohnendes Ziel ist, wird es für unsere Kinder nicht so schön
in den nächsten Jahren." Die Idee von Arx Robotics entstand
unkonventionell: mit Boombox, Metallstift und Nebelmaschine aus dem
Partykeller hat Röbel einen improvisierten Prototyp gebaut.
Simulierte Schüsse und Rauch inklusive. Damit gewann das Team den
Innovationspreis des Generalinspekteurs der Bundeswehr. Später
wurde aus dem Guerilla-Projekt ein skalierbares, modulares System.
Röbel denkt jedoch über Technik hinaus. Die größte Bedrohung sei
systemischer Natur: "Der Krieg ändert sich alle zwei Monate",
erklärt der frühere Bundeswehroffizier. "Unsere bürokratischen
Prozesse sind aber seit 40 Jahren unverändert". Seine Forderung:
Raus aus der analogen Welt, hin zu vernetzten, autonomen Systemen.
Flexibel, missionsorientiert, anpassbar. "'Safety First' ist
überholt. Wir brauchen 'Mission First'." Arx Robotics ist Teil
eines boomenden Sektors: 2024 flossen 1,3 Milliarden Dollar in
deutsche Defense- und Deep-Tech-Startups. Firmen wie Helsing und
Quantum Systems zeigen, dass Hightech aus Deutschland längst
militärisch eingesetzt wird. Auch Tech-Prominenz wie
Spotify-Gründer Daniel Ek investiert: Erst kürzlich führte er eine
Finanzierungsrunde von 600-Millionen-Euro für Helsing an. Trotz
Automatisierung bleibt der Mensch für Arx-Gründer Röbel im Zentrum.
"Wir wollen kein Terminator-Szenario. Der Mensch bleibt
Entscheider, Taktiker, Verantwortlicher." Ziel sei es, menschliche
Fähigkeiten zu stärken - nicht zu ersetzen. Defense-Tech ist längst
kein Randthema mehr. Laut Bundesagentur für Arbeit stieg die Zahl
der Beschäftigten in der Rüstungsproduktion seit 2015 um fast 50
Prozent - ein Zeichen für den industriellen Aufbruch. Warum
Ex-Offiziere heute gefragte Manager sind, erzählt Röbel in der
neuen Folge von "So techt Deutschland". Sie haben Fragen für
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