Thomas Moser: «Blindsein ist für mich nichts Defizitäres»
In seinem Alltag braucht Thomas Moser viel Fingerspitzengefühl: Der
studierte Sänger arbeitet hauptberuflich als Korrektor für Bücher,
die in Brailleschrift übersetzt werden. Um Sehenden die Kultur der
Blindheit näher zu bringen, hat er vor 25 Jahren ...
1 Stunde 2 Minuten
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Beschreibung
vor 8 Monaten
In seinem Alltag braucht Thomas Moser viel Fingerspitzengefühl: Der
studierte Sänger arbeitet hauptberuflich als Korrektor für Bücher,
die in Brailleschrift übersetzt werden. Um Sehenden die Kultur der
Blindheit näher zu bringen, hat er vor 25 Jahren das Restaurant«Die
Blinde Kuh» mitgegründet. Er sei ein lebhaftes Kind gewesen, das
gerne sang und musizierte, erzählt Thomas Moser. Früh schon
verspürte er den Drang nach Selbständigkeit. Nach der Blindenschule
und dem Gymnasium zog er nach Zürich, um Theologie zu studieren.
Als Pfarrer zu arbeiten, konnte sich Thomas Moser aber doch nicht
vorstellen - auch weil er unsicher war, ob sein Coming-out als
schwuler Mann in kirchlichen Kreisen akzeptiert würde. Und so brach
er das Studium ab und wechselte ans Konservatorium in Luzern.
Seelsorge betreibt Thomas Moser heute aber trotzdem, als
freiwilliges Engagement für die «Dargebotene Hand», einem
telefonischen Gesprächsangebot für Menschen in schwierigen
Lebenslagen. Da er selbst in seinem Alltag oft auf Hilfe angewiesen
sei, freue es ihn, der Gesellschaft auf diese Weise etwas
zurückgeben zu können, erzählt er in «Musik für einen Gast». Die
Musiktitel: 1. Dire Straits - Sultans of Swing 2. The Sands Family
- Daughters & Sons 3. J.S. Bach - Ein feste Burg ist unser Gott
Klaus Mertens, Bass; Amsterdam Baroque Orchestra; Ton Koopman,
Leitung 4. Robert Schumann - Im wunderschönen Monat Mai, aus
«Dichterliebe» Christoph Prégardien, Tenor; Andreas Staier, Klavier
5. John Dowland - Pavane, aus «Lacrymae» Capriccio Stravagante;
Skip Sempé, Leitung
studierte Sänger arbeitet hauptberuflich als Korrektor für Bücher,
die in Brailleschrift übersetzt werden. Um Sehenden die Kultur der
Blindheit näher zu bringen, hat er vor 25 Jahren das Restaurant«Die
Blinde Kuh» mitgegründet. Er sei ein lebhaftes Kind gewesen, das
gerne sang und musizierte, erzählt Thomas Moser. Früh schon
verspürte er den Drang nach Selbständigkeit. Nach der Blindenschule
und dem Gymnasium zog er nach Zürich, um Theologie zu studieren.
Als Pfarrer zu arbeiten, konnte sich Thomas Moser aber doch nicht
vorstellen - auch weil er unsicher war, ob sein Coming-out als
schwuler Mann in kirchlichen Kreisen akzeptiert würde. Und so brach
er das Studium ab und wechselte ans Konservatorium in Luzern.
Seelsorge betreibt Thomas Moser heute aber trotzdem, als
freiwilliges Engagement für die «Dargebotene Hand», einem
telefonischen Gesprächsangebot für Menschen in schwierigen
Lebenslagen. Da er selbst in seinem Alltag oft auf Hilfe angewiesen
sei, freue es ihn, der Gesellschaft auf diese Weise etwas
zurückgeben zu können, erzählt er in «Musik für einen Gast». Die
Musiktitel: 1. Dire Straits - Sultans of Swing 2. The Sands Family
- Daughters & Sons 3. J.S. Bach - Ein feste Burg ist unser Gott
Klaus Mertens, Bass; Amsterdam Baroque Orchestra; Ton Koopman,
Leitung 4. Robert Schumann - Im wunderschönen Monat Mai, aus
«Dichterliebe» Christoph Prégardien, Tenor; Andreas Staier, Klavier
5. John Dowland - Pavane, aus «Lacrymae» Capriccio Stravagante;
Skip Sempé, Leitung
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