Helen Keller: «Die Idee der Menschenrechte wird nicht untergehen»
Als Kind aus einer Arbeiterfamilie hätte Helen Keller nie gedacht,
dass Sie einmal Richterin am Europäischen Gerichtshof für
Menschenrechte in Strassburg werden würde. Heute lehrt sie
Völkerrecht an der Universität Zürich. Als Ausgleich für ihre Arbei
...
1 Stunde 1 Minute
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Beschreibung
vor 2 Wochen
Als Kind aus einer Arbeiterfamilie hätte Helen Keller nie gedacht,
dass Sie einmal Richterin am Europäischen Gerichtshof für
Menschenrechte in Strassburg werden würde. Heute lehrt sie
Völkerrecht an der Universität Zürich. Als Ausgleich für ihre
Arbeit möchte sie die Musik nicht missen. «Glücklicherweise kam
mein Mann auf die Idee, mein Akkordeon nach Strassburg zu
schleppen», sagt Helen Keller, als sie von ihrer Zeit als Richterin
am EGMR erzählt. Neun Jahre arbeitete sie als oberste Schweizer
Hüterin der Menschenrechte. Eine fordernde Aufgabe, die sie
manchmal bis in den Schlaf verfolgte. Denn die Fälle, die vor dem
Europäischen Gerichthof für Menschenrechte verhandelt werden, sind
tiefgreifend; die Urteile haben eine grosse Tragweite. Das
Musizieren habe ihr dabei geholfen, nach intensiven Arbeitstagen
abzuschalten, sagt Helen Keller: «Auch wenn die Nachbarn zu später
Stunde nicht so begeistert waren.» Ihre Leidenschaft für Musik
entdeckte Helen Keller schon in der Schule. Klavierstunden kamen
für ihre Eltern nicht in Frage, also schlugen ihr die Eltern das
Akkordeon vor. Seither begleitet sie dieses Instrument bei all
ihren beruflichen Stationen, die sie schon rund um die Welt geführt
haben. Zuletzt forschte sie in Südafrika dazu, weshalb es auf dem
afrikanischen Kontinent erst wenige Klima-Klagen gibt, obwohl viele
Länder stark vom Klimawandel betroffen sind. Auch wenn wir
gegenwärtig in einer Umbruchzeit leben, in der vieles auf der Kippe
steht, schaut Helen Keller hoffnungsvoll in die Zukunft: «Das
Völkerrecht ist unheimlich robust – die Idee der Menschenrechte ist
so überzeugend, dass sie nicht untergehen wird.» Musiktitel: -
Frédéric Chopin: Grande Polonaise Brillante, op. 22, mit Đặng Thái
Sơn - Irving Berlin: Cheek to Cheek, mit Ella Fitzerald - Toni
Bürgler: Gyrs Wunsch, mit dem Laseyer Quartett - Georg Friedrich
Händel: Volo pronto, e lieto il core, Arie aus der Oper Agrippina,
mit Carlo Vistoli - Traditional Zulu Prayer: Phind'ukhulume, mit
dem Chor der Universität Stellenbosch
dass Sie einmal Richterin am Europäischen Gerichtshof für
Menschenrechte in Strassburg werden würde. Heute lehrt sie
Völkerrecht an der Universität Zürich. Als Ausgleich für ihre
Arbeit möchte sie die Musik nicht missen. «Glücklicherweise kam
mein Mann auf die Idee, mein Akkordeon nach Strassburg zu
schleppen», sagt Helen Keller, als sie von ihrer Zeit als Richterin
am EGMR erzählt. Neun Jahre arbeitete sie als oberste Schweizer
Hüterin der Menschenrechte. Eine fordernde Aufgabe, die sie
manchmal bis in den Schlaf verfolgte. Denn die Fälle, die vor dem
Europäischen Gerichthof für Menschenrechte verhandelt werden, sind
tiefgreifend; die Urteile haben eine grosse Tragweite. Das
Musizieren habe ihr dabei geholfen, nach intensiven Arbeitstagen
abzuschalten, sagt Helen Keller: «Auch wenn die Nachbarn zu später
Stunde nicht so begeistert waren.» Ihre Leidenschaft für Musik
entdeckte Helen Keller schon in der Schule. Klavierstunden kamen
für ihre Eltern nicht in Frage, also schlugen ihr die Eltern das
Akkordeon vor. Seither begleitet sie dieses Instrument bei all
ihren beruflichen Stationen, die sie schon rund um die Welt geführt
haben. Zuletzt forschte sie in Südafrika dazu, weshalb es auf dem
afrikanischen Kontinent erst wenige Klima-Klagen gibt, obwohl viele
Länder stark vom Klimawandel betroffen sind. Auch wenn wir
gegenwärtig in einer Umbruchzeit leben, in der vieles auf der Kippe
steht, schaut Helen Keller hoffnungsvoll in die Zukunft: «Das
Völkerrecht ist unheimlich robust – die Idee der Menschenrechte ist
so überzeugend, dass sie nicht untergehen wird.» Musiktitel: -
Frédéric Chopin: Grande Polonaise Brillante, op. 22, mit Đặng Thái
Sơn - Irving Berlin: Cheek to Cheek, mit Ella Fitzerald - Toni
Bürgler: Gyrs Wunsch, mit dem Laseyer Quartett - Georg Friedrich
Händel: Volo pronto, e lieto il core, Arie aus der Oper Agrippina,
mit Carlo Vistoli - Traditional Zulu Prayer: Phind'ukhulume, mit
dem Chor der Universität Stellenbosch
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