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  4. Ludwig von Mises - Der Cantillon-Effekt: Warum neues Geld nicht neutral ist
Wenn die Geldmenge wächst, profitieren alle gleichermaßen – so
die naive Vorstellung. Die Realität siehtvöllig anders aus,und
genau darum geht es in dieser Folge.

Ludwig von Mises erklärt mit bestechender Klarheit, warum eine
Ausweitung der Geldmenge zwangsläufig Gewinner undVerlierer
erzeugt. Der Mechanismus ist einfach, aber seine Konsequenzen
sind weitreichend: Neues Geld fließt niemals gleichzeitig in alle
Taschen. Es erreicht zuerst bestimmte Personen oder Gruppen – sei
es die Regierung, die Papiergeld druckt, seien es die Besitzer
einer neu erschlossenen Goldmine.

Diese Erstempfänger des neuen Geldes können noch zu den alten,
niedrigen Preisen einkaufen, während sie selbst bereits über mehr
Geld verfügen und damit mehr Waren und Dienstleistungen an sich
ziehen können. Erst nach und nach breitet sich die
Preissteigerung durch eine höhere Nachfrage wie eine Welle durch
die gesamte Wirtschaft aus – von Ware zu Ware, von Branche zu
Branche. Wer am Ende dieser Kette steht, etwa die Landwirte in
Mises' Beispiel, muss längst höhere Preise bezahlen, bevor die
eigenen Produkte im Preis steigen. Ihre Verluste
sindunwiederbringlich – und sie sind es, aus denen der Gewinn der
Erstempfänger letztlich stammt.

Mises zeigt dabei, dass dieser Umverteilungseffekt kein Zufall
und keine Marktverzerrung ist, sondern ein unvermeidliches
Ergebnis jeder Geldmengenausweitung – ob durch Goldförderung,
Staatsnoten oder Bankkredite. Eine Erkenntnis, die in Zeiten
expansiver Geldpolitik aktueller kaum sein könnte.

Gelesen von Christian Leuenberg vom Mises-Karma-Podcast.

Hier geht´s zum Buch:

⁠Ludwig von Mises - Ein Lexikon⁠

 weitere Bücher zum Thema:

⁠Richard Cantillon – Abhandlung über die Natur des Handels im
allgemeinen⁠

⁠Hans Ostwald - Sittengeschichte der Inflation⁠

⁠Carl Menger - Über den Ursprung des Geldes⁠

⁠Argentarius - Währungsnot: Bilder aus einem geldkrankenLande⁠

⁠Argentarius - Vom Gelde⁠

Für mehr Literatur zur individuellen Freiheit
undWirtschaftsgeschichte klicke ⁠⁠⁠hier (oeconimus.com)⁠⁠
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„Ludwig von Mises - Der Cantillon-Effekt: Warum neues Geld nicht neutral ist“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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