Dr. Wolfgang Ritter: Unterstützen Sie unsere Petition „Stärkung der hausärztlichen Versorgung“

Dr. Wolfgang Ritter: Unterstützen Sie unsere Petition „Stärkung der hausärztlichen Versorgung“

Bis spätestens 17. Februar müssen die Unterschriften dem Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages vorliegen
14 Minuten

Beschreibung

vor 1 Jahr
„Es ist wichtig, dass wir bereits jetzt, noch vor der Bundeswahl,
der kommenden Bundesregierung deutlich machen, dass unsere
Hausarztpraxen längst am Limit sind. Wir brauchen dringend
strukturelle Verbesserungen, die uns eigentlich der scheidende
Bundesgesundheitsminister mehrfach öffentlich zugesagt hat. Bayerns
Hausärztinnen und Hausärzte unterstützen deshalb die Petition
,Stärkung der hausärztlichen Versorgung‘, die unser Bundesverband,
der Hausärztinnen- und Hausärzteverband, jetzt startet“, erklärt
Dr. Wolfgang Ritter, Landesvorsitzender des Bayerischen
Hausärzteverbandes, in der neuen Folge des Podcasts BayernDoc, die
über alle gängigen Podcast-Plattformen abrufbar ist. Wie dramatisch
die Lage ist, zeigen die Zahlen. Deutschlandweit fehlen rund 5.000
Hausärztinnen und Hausärzte in der Versorgung. Über ein Drittel der
Hausärztinnen und Hausärzte ist über 60 Jahre alt und wird in den
nächsten Jahren in den Ruhestand gehen – häufig ohne, dass die
Praxis von einer jungen Kollegin oder einem jungen Kollegen
weitergeführt wird. Um die hausarztzentriete Versorgung in Stadt
und Land nachhaltig sicherzustellen, fordern Deutschlands
Hausärztinnen und Hausärzte deshalb drei wesentliche
Weichenstellungen. Erstens: Den besseren und strukturierten Zugang
zur Versorgung durch bessere Steuerung und Qualität, dafür muss die
Hausarztzentrierte Versorgung als freiwilliges Primärarztsystem
gestärkt und weiterentwickelt werden. Zweitens: Die stabile
wohnortnahe hausärztliche Versorgung auch in Zukunft, dafür müssen
alle hausärztlichen Leistungen vollständig vergütet werden. Und
drittens: Die Anerkennung und Stärkung der unverzichtbaren Arbeit
des gesamten Praxisteams: Praxisinhabende müssen dies umzusetzen
können. Bereits in der Vergangenheit habe man mit Petitionen, so
Dr. Ritter, die Politik auf Missstände aufmerksam machen können. So
hatte der Bayerische Hausärzteverband 2012 eine Petition gegen die
damalige Refinanzierungsklausel im Absatz 5 a des Paragrafen 73b im
Fünften Sozialgesetzbuch gestartet, was dazu führte, dass der
Passus gestrichen und damit die Hausarztverträge langfristig
gesichert wurden. 2022 folgte eine Petition gegen die
„verpflichtende, stichtagsbezogene Einführung“ von IT-Projekten,
die von Dr. Petra Reis-Berkowicz, Vorsitzende der
Vertreterversammlungen von KVB und KBV sowie stellvertretende
Landesvorsitzende des Bayerischen Hausärzteverbandes, initiiert
worden war. Auch diese Eingabe war erfolgreich und führte dazu,
dass Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach die Zwangseinführung
des eRezepts zum 1.1.2022 gestoppt hat. Dr. Ritter: „Wir brauchen
wieder ein starkes Zeichen gegenüber der Politik. Ich appelliere
deshalb an alle Kolleginnen und Kollegen gemeinsam mit ihren
Praxisteams und den Patienten diese Petition zu zeichnen.“ Die
entsprechenden Unterschriftenlisten und Informationsmaterialien
werden vom Hausärztinnen- und Hausärzteverband dieser Tage an die
Praxen verschickt. Bis spätestens 17. Februar müssen die
Unterschriften dem Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages
vorliegen.

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