"Du kriegst in Amerika das zehnfache Geld" - Carsten Puschmann (Startup-Investor)
30 Minuten
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Beschreibung
vor 9 Monaten
Während Startups in den USA bereits in der Ideenphase großzügig
finanziert werden, dominieren in Deutschland Skepsis und Vorsicht -
das kritisiert der Unternehmer Carsten Puschmann, der selbst viel
in den USA unterwegs und aktiv ist. Der Zugang zu Kapital sei
komplizierter, die Mentalität defensiver und die Bürokratie eine
echte Wachstumsbremse, sagt Puschmann im ntv-Podcast "So techt
Deutschland". Gleichzeitig sieht er in Deutschland großes
Potenzial: leistungsstarke Universitäten, starke Köpfe und viele
technologische Ansätze, die international gefragt sind - bislang
aber oft im Ausland zur Anwendung kommen. Puschmann sieht sich
nicht als Investor, sondern als Unternehmer. Bereits als
Jugendlicher hat mit der selbst organisierten Schülerzeitung X-Pect
zehn Millionen D-Mark Umsatz erzielt. Heute investiert er gemeinsam
mit anderen Family-Offices gezielt in Frühphasen-Startups - in
Deutschland, aber auch in den USA: "Fundraising und Exit-Szenarien
sind in den USA leichter. Du kriegst in Amerika mit der gleichen
Idee und mit dem gleichen Team das zehnfache Geld zu der zehnfachen
Bewertung." Trotzdem bleibt Puschmann überzeugt vom hiesigen
Ökosystem: "Ich finde Deutschland total geil." Es brauche jedoch
oft mehr Mut. Viele Startups entwickelten laut Puschmann ihre
Geschäftsmodelle inzwischen direkt mit Blick auf einen US-Exit.
Eine europäische Kapitalmarktunion sei deshalb überfällig.
Stattdessen dominierten hierzulande Fragmentierung und Bürokratie.
"Ich habe Leute gefunden, die sagen: Ja, wir hätten überlegt, nach
Deutschland zu kommen, aber wir können nicht zwei Jahre auf ein
Visaverfahren warten." Mit Blick auf die technologische Entwicklung
sagt Puschmann: "Im Silicon Valley gibt es kein Funding mehr ohne
KI-Strategie." Für den Investor ist klar, dass die KI-Revolution
kommen wird, und zwar mit enormer Geschwindigkeit. "Manche Leute
sagen, dass 80 Prozent aller digitalen Jobs wegfallen werden",
erklärt er. Entscheidend sei, wie man darauf reagiere. Dass es in
Deutschland an Gründergeist und Innovationskraft fehlt, glaubt
Puschmann jedenfalls nicht: "Das Geile an Deutschland: Wir haben
hier top Unis, wir haben richtig smarte Leute, wir haben echt coole
Brains." Tatsächlich zeigen aktuelle Zahlen eine leichte Erholung
für das vergangene Jahr: 7,4 Milliarden Euro Wagniskapital wurden
investiert - vier Prozent mehr als im Vorjahr. Besonders stark war
der Bereich Künstliche Intelligenz mit 1,8 Milliarden Euro,
darunter die Rekordrunde des bayerischen Startups Helsing mit 450
Millionen Euro. Erstmals überholte Bayern Berlin als
Investitionsstandort. Was es laut Puschmann jetzt braucht:
politische Stabilität, weniger Bürokratie und mehr Zutrauen in das
eigene Land: "Wir brauchen in Deutschland ganz dringend einen
Mindset-Shift". Sie haben Fragen für Frauke Holzmeier und Andreas
Laukat? Dann schreiben Sie eine E-Mail
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finanziert werden, dominieren in Deutschland Skepsis und Vorsicht -
das kritisiert der Unternehmer Carsten Puschmann, der selbst viel
in den USA unterwegs und aktiv ist. Der Zugang zu Kapital sei
komplizierter, die Mentalität defensiver und die Bürokratie eine
echte Wachstumsbremse, sagt Puschmann im ntv-Podcast "So techt
Deutschland". Gleichzeitig sieht er in Deutschland großes
Potenzial: leistungsstarke Universitäten, starke Köpfe und viele
technologische Ansätze, die international gefragt sind - bislang
aber oft im Ausland zur Anwendung kommen. Puschmann sieht sich
nicht als Investor, sondern als Unternehmer. Bereits als
Jugendlicher hat mit der selbst organisierten Schülerzeitung X-Pect
zehn Millionen D-Mark Umsatz erzielt. Heute investiert er gemeinsam
mit anderen Family-Offices gezielt in Frühphasen-Startups - in
Deutschland, aber auch in den USA: "Fundraising und Exit-Szenarien
sind in den USA leichter. Du kriegst in Amerika mit der gleichen
Idee und mit dem gleichen Team das zehnfache Geld zu der zehnfachen
Bewertung." Trotzdem bleibt Puschmann überzeugt vom hiesigen
Ökosystem: "Ich finde Deutschland total geil." Es brauche jedoch
oft mehr Mut. Viele Startups entwickelten laut Puschmann ihre
Geschäftsmodelle inzwischen direkt mit Blick auf einen US-Exit.
Eine europäische Kapitalmarktunion sei deshalb überfällig.
Stattdessen dominierten hierzulande Fragmentierung und Bürokratie.
"Ich habe Leute gefunden, die sagen: Ja, wir hätten überlegt, nach
Deutschland zu kommen, aber wir können nicht zwei Jahre auf ein
Visaverfahren warten." Mit Blick auf die technologische Entwicklung
sagt Puschmann: "Im Silicon Valley gibt es kein Funding mehr ohne
KI-Strategie." Für den Investor ist klar, dass die KI-Revolution
kommen wird, und zwar mit enormer Geschwindigkeit. "Manche Leute
sagen, dass 80 Prozent aller digitalen Jobs wegfallen werden",
erklärt er. Entscheidend sei, wie man darauf reagiere. Dass es in
Deutschland an Gründergeist und Innovationskraft fehlt, glaubt
Puschmann jedenfalls nicht: "Das Geile an Deutschland: Wir haben
hier top Unis, wir haben richtig smarte Leute, wir haben echt coole
Brains." Tatsächlich zeigen aktuelle Zahlen eine leichte Erholung
für das vergangene Jahr: 7,4 Milliarden Euro Wagniskapital wurden
investiert - vier Prozent mehr als im Vorjahr. Besonders stark war
der Bereich Künstliche Intelligenz mit 1,8 Milliarden Euro,
darunter die Rekordrunde des bayerischen Startups Helsing mit 450
Millionen Euro. Erstmals überholte Bayern Berlin als
Investitionsstandort. Was es laut Puschmann jetzt braucht:
politische Stabilität, weniger Bürokratie und mehr Zutrauen in das
eigene Land: "Wir brauchen in Deutschland ganz dringend einen
Mindset-Shift". Sie haben Fragen für Frauke Holzmeier und Andreas
Laukat? Dann schreiben Sie eine E-Mail
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