# 5 Die Kelten

# 5 Die Kelten

Die Wirklichkeit hinter Asterix
30 Minuten

Beschreibung

vor 9 Monaten
Mit Carola Metzner Nebelsick

Asterix und Obelix sind nicht frei erfunden. Sie gehören auch zur
deutschen Geschichte, der Eisenzeit: Die furchtlosen
Kämpfer, die zaubernden Druiden, die poetischen Barden
und die Mistelzweige mit angeblichen
 Wunderkräften existierten tatsächlich, nicht nur in
Gallien sondern auch in Süddeutschland. Natürlich
haben sich die Erfinder des Comics viele Späße
ausgedacht, aber die Grundkonstellation einer
Kultur nördlich der Alpen, die ganz anders als die römische
war, die stimmt. Und wir können die Spuren
unserer keltischen Vorfahren in Bayern, Baden-Württemberg,
Rheinland-Pfalz, im Saarland und in Hessen noch heute
besichtigen.


Wir beginnen diese Folge 400 Jahre vor der Geburt Christi. Das
römische Reich gab es damals noch nicht. Rom war zwar eine große,
aber noch ziemlich wehrlose Stadt. Nördlich der Alpen, in Bayern,
Hessen und Baden-Württemberg, siedelten zu dieser Zeit die Kelten
und weiter nördlich die Germanen. Aber die Römer interessierten
sich für die Menschen jenseits der Alpen nicht. Ein großer
Fehler, den sie schrecklich bereuten. 387 v. Chr. überfielen
keltische Kämpfer aus dem Norden Rom. Nur gegen ein enormes
Lösegeld vom 1000 Pfund Gold konnten sich die Römer freikaufen.
Um sie noch mehr auszubeuten und weiter zu demütigen warf der
Anführer der Kelten, Brennus, zusätzlich sein Schwert in die
Waagschale, und ließ es in Gold aufwiegen. Sein Triumphruf: „Wehe
den Besiegten“ brannte sich den Römern ein. 


Mit diesen Ereignissen tauchen unsere keltischen Vorfahren 387 v.
Chr. plötzlich in der Weltgeschichte auf.


Die Römer brauchten einige Zeit, um sich von dem Schock zu
erholen und eine eigene Armee aufzustellen. Ihre systematische
Aufrüstung und der Drill ihrer Soldaten machte sie bald zu einer
unschlagbaren Weltmacht.


Manching, bei Ingolstadt, ist eine der ältesten Städte
Deutschlands. Ein "Oppidum" der Kelten. Vier Quadratkilometer
umfasst die Fläche. Die Stadt war doppelt so groß, wie das
heutige Fürstentum Monaco. 


Die Kelten bewegten sich an der Schwelle zur Hochkultur, waren
bei Ihren Feinden schwer gefürchtet und lebten fast 800 Jahre in
Süddeutschland. Gleichwohl verschwanden  sie innerhalb
weniger Jahrzehnte. Als die Römer das Alpenvorland 15 v. Chr.
eroberten, trafen sie dort wo die Kelten gelebt hatten, auf ein
fast menschenleeres Land. Wo sind sie geblieben? Welche
Spuren finden wir heute von Ihnen? Und was haben wir von unseren
keltischen Vorfahren geerbt?


Darüber spreche ich mit Prof. Dr. Carola Metzner-Nebelsick , sie
ist Professorin für Vor- und Frühgeschichte an der Uni München.


Bilder zu Manching findet Ihr auf meiner Website:
www.99xgeschichte.de


Ich freue mich über Eure Kommtentare. Ihr könnt mich auch über
Instagram oder facebook erreichen. Ich findet mich unter Jan
Schulte-Kellinghaus.


Hier die drei Reisetipps von Frau Metzner-Nebelsick:


Top 1: Manching


https://www.museum-manching.de/


Top 2: Württembergisches Landesmuseum Stuttgart und Rheinsches
Landesmuseum Bonn


https://www.landesmuseum-stuttgart.de/


https://landesmuseum-bonn.lvr.de/de/index.html


Top 3: Oppidum Heidengraben


https://www.keltenland-bw.de/keltenland/der-heidengraben/


#Frühgeschichte #Europa #Deutschland #Westeuropa

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