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  4. Intimbeziehungen als Politikum - brauchen wir eine staatliche Dating-App?
Online-Dating ist für viele Menschen ein erprobter Weg der Kontakt-
und Partnerschaftssuche. In Deutschland hat die Mehrheit der jungen
Erwachsenen Erfahrungen mit entsprechenden Plattformen. Dabei
werfen diese neue gesellschaftliche und politische Fragen auf:
Welche wirtschaftlichen Interessen stecken in der Anbahnung von
Intimbeziehungen? Welche Werte und Normen werden durch Algorithmen
verstärkt oder möglicherweise untergraben? In der neuen Folge des
Politischen Pausen Podcasts sprechen Dr. Julia Schwanholz und Dr.
Martin Beckstein von der Georg-August-Universität Göttingen über
die politische Dimension von Online-Dating. Als
Politikwissenschaftler erforscht Beckstein unter anderem, wie
Intimbeziehungen reguliert werden und welche Machtstrukturen hinter
modernen Dating-Apps stehen. So geht es in der Diskussion auch um
weitreichende Auswirkungen der Ökonomisierung menschlicher
Bedürfnisse: Was bedeutet es für unser Zusammenleben, wenn die
Partner:innensuche zunehmend von Algorithmen gesteuert wird? Welche
Folgen hat es für unsere Demokratie, wenn Beziehungen immer weniger
auf langfristigen gegenseitigen Verpflichtungen beruhen? Vor diesem
Hintergrund gelangt der Podcast zu der zentralen Frage: Sollte
Deutschland eine staatliche Dating-App einführen – als Alternative
zu den bestehenden kommerziellen Plattformen? Und wie könnte eine
solche App konkret funktionieren? Ein Blick in andere Länder zeigt,
dass sie längst keine Utopie mehr ist. Es gibt sie bereits - mit
ganz unterschiedlichen Zielen und Folgen.
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„Intimbeziehungen als Politikum - brauchen wir eine staatliche Dating-App?“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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