Politischer Pausen Podcast

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Episoden

Wählermärkte im Wandel: Wie stabil ist die politische Mitte? | mit Prof. Dr. Karl-Rudolf Korte
23.04.2026
34 Minuten
Wie verändert sich der politische Wettbewerb in einer Zeit wachsender Unsicherheit und steigender Zustimmung für rechtsextreme Parteien? In dieser Folge des Politischen Pausen Podcasts spricht PD Dr. Julia Schwanholz mit Prof. Dr. Karl-Rudolf Korte über aktuelle Entwicklungen im Wählermarkt und zentrale Thesen seines Buches. Im Mittelpunkt stehen die von Korte beschriebenen vier Ms: Markt, Mitte, Mehrheit und Moderation. Das Gespräch beleuchtet, wie politische Kommunikation und fehlende Gesprächsräume zur Entfremdung zwischen Politik und Gesellschaft beitragen und warum analoge Begegnungen für demokratische Verständigung weiterhin zentral sind. Ein weiterer Fokus liegt auf der Rolle der politischen Mitte. Diskutiert wird, warum sie trotz zugespitzter Konflikte stabil bleibt, gleichzeitig aber zu wenig adressiert wird und stärker über Zukunftsangebote mobilisiert werden müsste. Dabei geht es auch um die Frage, wie Parteien auf Unzufriedenheit reagieren und welche Erwartungen Wählerinnen und Wähler an Problemlösungen im Alltag haben. Ebenfalls richtet sich der Blick auf politische Entscheidungsfähigkeit unter Bedingungen wachsender Komplexität. Das Gespräch zeigt, warum Mehrheiten aktiv hergestellt werden müssen, welche Rolle Verlässlichkeit für demokratisches Vertrauen spielt und wie politische Führung zwischen Zumutung und Sicherheit vermitteln kann. Ein Gespräch über die Logik moderner Wählermärkte und die Frage, wie Demokratie unter Druck handlungsfähig bleibt.
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Koalitionen am Limit? Flexible Mehrheiten in der Demokratie | mit Prof. Dr. Christian Stecker
09.04.2026
39 Minuten
Starre Koalitionen prägen die parlamentarische Demokratie in Deutschland seit Jahrzehnten. Doch passt dieses Modell noch zu einem zunehmend fragmentierten und pluralisierten Parteiensystem? In dieser Folge des Politischen Pausen Podcasts spricht PD Dr. Julia Schwanholz mit Prof. Dr. Christian Stecker über sein neues Buch und die Idee flexibler Mehrheiten. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie politische Entscheidungen jenseits fester Koalitionslogiken organisiert werden können. Statt vorab festgelegter Mehrheiten plädiert Stecker für themenbezogene Kooperationen im Parlament, die sich an konkreten politischen Streitfragen orientieren. Das Gespräch beleuchtet, warum der klassische Koalitionszwang zunehmend unter Druck gerät und welche Folgen dies für Parteien, Programme und politische Kompromisse hat. Ein weiterer Fokus liegt auf den demokratietheoretischen Implikationen. Diskutiert wird, inwiefern flexible Mehrheiten zu einer stärkeren Repräsentation gesellschaftlicher Vielfalt beitragen können, aber auch, welche Herausforderungen sie für politische Verantwortung, Verständlichkeit und Stabilität mit sich bringen. Dabei geht es auch um den Umgang mit Parteien an den politischen Rändern und die Frage, welche Rolle Brandmauern in einem solchen System spielen. Ein Gespräch über neue Formen des Regierens, veränderte Konfliktlinien und die Zukunft parlamentarischer Demokratie.
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Belastung oder Entlastung: Was bringt der digitale Sozialstaat? | mit Prof. Dr. Tanja Klenk
26.03.2026
33 Minuten
Digitalisierung und Bürokratieabbau zählen zu den regelmäßigen politischen Versprechen. Doch was ist damit eigentlich konkret gemeint und wie wirkt es auf sozialstaatliche Leistungserfüllung? In dieser Folge des Politischen Pausen Podcasts spricht PD Dr. Julia Schwanholz mit der Verwaltungswissenschaftlerin Prof. Dr. Tanja Klenk über Ambivalenzen eines sogenannten Magic Concepts. Im Mittelpunkt steht die Frage, warum so viele Menschen sozialstaatliche Leistungen erst gar nicht in Anspruch nehmen, obwohl sie ihnen zustehen. Das Phänomen des Non-Take-Up verweist auf strukturelle Hürden, die auch durch digitale Zugänge nicht automatisch verschwinden, sondern oft sogar gegenteiliges bewirken. Das Gespräch beleuchtet, wie Administrative Burdens den Zugang zu Leistungen prägen und wie Informationsdefizite, Verfahrenskomplexität und persönliche Frustration zur Nicht-Inanspruchnahme beitragen. Dabei wird deutlich, dass Digitalisierung kein Allheilmittel ist, sondern neue Ungleichheiten schafft. Ein Gespräch über politische Versprechen, soziale Teilhabe und die Frage, wie Verwaltungserfahrungen das Vertrauen in Staat und Demokratie prägen.
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Breaking oder Briefing: Quo vadis Politikjournalismus? | mit Michael Bröcker
12.03.2026
30 Minuten
Wie verändert der digitale Medienwandel die politische Berichterstattung und mediale Öffentlichkeit? Was kann politischer Journalismus im Zeitalter der Jederzeit- und Überallmedien noch beitragen? In dieser Folge des Politischen Pausen Podcasts spricht PD Dr. Julia Schwanholz mit dem Journalisten Michael Bröcker über strukturellen Medienwandel. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie sich politische Information verändert hat, klassische Printformate an Reichweite verlieren und neue Formate wie Newsletter, Briefings und digitale Abonnements hinzugekommen sind. Gemeinsam diskutieren sie, warum gerade kompakte Hintergrundformate für politische Entscheiderinnen und Entscheider immer wichtiger werden, wie journalistische Einordnung im digitalen Informationsüberfluss funktionieren kann und welche neuen Geschäftsmodelle im politischen Journalismus entstehen. Dabei geht es auch um die veränderten Arbeitsweisen von Redaktionen, den Einfluss sozialer Medien auf politische Kommunikation und die Frage, inwieweit sich politische Öffentlichkeit fragmentiert hat. Ein Gespräch über journalistische Verantwortung und Orientierung in einer immer komplexeren Informationswelt.
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Nachwuchs der Macht: die Jugendorganisationen politischer Parteien | mit Dr. Anna-Sophie Heinze
19.02.2026
36 Minuten
Jugendorganisationen sind keine Anhängsel ihrer Mutterparteien, sondern zentrale Orte politischer Sozialisation, Rekrutierung und strategischer Positionierung. In dieser Folge des Politischen Pausen Podcasts spricht PD Dr. Julia Schwanholz mit der Politikwissenschaftlerin Dr. Anna-Sophie Heinze von der Universität Trier über die Funktionen, Dynamiken und politischen Wirkungen parteinaher Jugendorganisationen. Im Mittelpunkt stehen sie als Rekrutierungs- und Revitalisierungsorte für das politische Spitzenpersonal und Parteien in Zeiten sinkender Mitgliedszahlen. Inwiefern setzen sie eigenständige Akzente und treten ideologisch radikaler auf als ihre Mutterparteien? Was sind die professionellen Karriereanreize, soziale Motivationen und politische Überzeugungen junger Mitglieder? Ein besonderer Fokus im Gespräch liegt auf rechtsextremen Jugendorganisationen und der Jungen Alternative bzw. neu gegründeten Generation Deutschland. Dazu wird der Blick auf Geschlechterverhältnisse, Professionalisierung und internationale Vergleichsfälle gerichtet. Ein Gespräch über politische Sozialisation, demokratische Nachwuchsförderung und die Bedeutung junger Parteiorganisationen für die Zukunft des Parteiensystems.
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Über diesen Podcast

Im Politische Pausen Podcast diskutiert Dr. Julia Schwanholz mit ihren Gästen über Themen aus Politik und Wissenschaft.
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