Spezial: Wie die USA in Botswana Träume platzen lassen
Botswana war auf dem Weg, die Aids-Epidemie in den Griff zu
bekommen – bis Trump die Gelder stoppte. Die Folgen sind schon
jetzt spürbar, vor allem für junge Frauen.
34 Minuten
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Beschreibung
vor 9 Monaten
Botswana im südlichen Afrika war um die Jahrtausendwende eines der
Länder, das weltweit am heftigsten von der Aids-Epidemie betroffen
war. "Wir sind vom Aussterben bedroht" warnte der damalige
Präsident Botswanas im Jahr 2001 bei den Vereinten Nationen.
Dann aber kam viel Geld aus den USA ins Land, und mit dem Geld der
Erfolg: Plötzlich gab es überall Präventionsprogramme gegen HIV.
Die Zahl der Neuinfektionen sank deutlich. Bis zum Jahr 2030 sollte
die Epidemie in Botswana unter Kontrolle gebracht werden, das war
das Ziel. Botswana galt als Vorzeigestaat für internationale
Zusammenarbeit, als Beweis dafür, dass Entwicklungshilfe
funktionieren kann. Bis Donald Trump Ende Januar den Stopp von
USAID verkündete. In diesem Was jetzt?-Spezial schauen wir
uns die Folgen dieser Entscheidung an, die in Botswana schon jetzt
spürbar sind. In Mochudi, einer Kleinstadt, treffen wir Amantle
Lekote, die bis vor Kurzem als Mentorin in einem
HIV-Präventionsprogramm gearbeitet hat. Sie muss nun all die jungen
Frauen, die sie betreut hat, zurücklassen. Frauen zwischen 15 und
24 Jahren sind die größte Risikogruppe für Neuinfektionen im
Land. Im Programm Dreams bekamen sie nicht nur Kondome und wurden
über HIV aufgeklärt. Lekote hat ihren Mentees vor allem Raum
gegeben, über ihre Sorgen zu sprechen – und ihnen geholfen,
beruflich auf eigenen Beinen zu stehen. Ein wichtiger Faktor in der
Präventionsarbeit, weil sich viele Frauen mangels Perspektiven auf
käuflichen und oft ungeschützten Sex einlassen. Wie geht es nun mit
diesen jungen Frauen weiter? "Ich fühle mich allein und
hilflos", sagt Ontiretse Kwape. Sie ist 18 Jahre alt und war bis
vor Kurzem eine Teilnehmerin in Lekotes Programm. Nun fehlen ihr
die regelmäßigen Treffen, der Girl Talk, wie sie es nennt, die
Ratschläge ihrer Mentorin. Sie möchte gern Lehrerin oder
Journalistin werden, aber der Weg dorthin ist noch unklar. Das
Programm Dreams war für sie vorbei, bevor es überhaupt richtig
losging. Wem wird sie sich jetzt zuwenden? Recherche, Skript &
Moderation: Issio Ehrich Produktion, Mitarbeit Skript: Mounia
Meiborg Redaktion: Jannis Carmesin Mitarbeit Produktion:
Celine Rolle, Emma Graml Sounddesign: Joscha Grunewald Wir möchten
mehr darüber erfahren, wie Sie die Podcasts von ZEIT und ZEIT
ONLINE nutzen. Hier geht es zur Podcaststudie. Vielen Dank für Ihre
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Länder, das weltweit am heftigsten von der Aids-Epidemie betroffen
war. "Wir sind vom Aussterben bedroht" warnte der damalige
Präsident Botswanas im Jahr 2001 bei den Vereinten Nationen.
Dann aber kam viel Geld aus den USA ins Land, und mit dem Geld der
Erfolg: Plötzlich gab es überall Präventionsprogramme gegen HIV.
Die Zahl der Neuinfektionen sank deutlich. Bis zum Jahr 2030 sollte
die Epidemie in Botswana unter Kontrolle gebracht werden, das war
das Ziel. Botswana galt als Vorzeigestaat für internationale
Zusammenarbeit, als Beweis dafür, dass Entwicklungshilfe
funktionieren kann. Bis Donald Trump Ende Januar den Stopp von
USAID verkündete. In diesem Was jetzt?-Spezial schauen wir
uns die Folgen dieser Entscheidung an, die in Botswana schon jetzt
spürbar sind. In Mochudi, einer Kleinstadt, treffen wir Amantle
Lekote, die bis vor Kurzem als Mentorin in einem
HIV-Präventionsprogramm gearbeitet hat. Sie muss nun all die jungen
Frauen, die sie betreut hat, zurücklassen. Frauen zwischen 15 und
24 Jahren sind die größte Risikogruppe für Neuinfektionen im
Land. Im Programm Dreams bekamen sie nicht nur Kondome und wurden
über HIV aufgeklärt. Lekote hat ihren Mentees vor allem Raum
gegeben, über ihre Sorgen zu sprechen – und ihnen geholfen,
beruflich auf eigenen Beinen zu stehen. Ein wichtiger Faktor in der
Präventionsarbeit, weil sich viele Frauen mangels Perspektiven auf
käuflichen und oft ungeschützten Sex einlassen. Wie geht es nun mit
diesen jungen Frauen weiter? "Ich fühle mich allein und
hilflos", sagt Ontiretse Kwape. Sie ist 18 Jahre alt und war bis
vor Kurzem eine Teilnehmerin in Lekotes Programm. Nun fehlen ihr
die regelmäßigen Treffen, der Girl Talk, wie sie es nennt, die
Ratschläge ihrer Mentorin. Sie möchte gern Lehrerin oder
Journalistin werden, aber der Weg dorthin ist noch unklar. Das
Programm Dreams war für sie vorbei, bevor es überhaupt richtig
losging. Wem wird sie sich jetzt zuwenden? Recherche, Skript &
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