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IGeL-Podcast
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Beschreibung
vor 1 Jahr
Wenn die dunkle Jahreszeit beginnt, kann dies mit
Stimmungsschwankungen einhergehen. Viele Menschen sprechen von
"Winterblues", aber einige Menschen sind so stark und
langanhaltend niedergedrückt, dass man von einer depressiven
Störung spricht. Die sogenannte „Herbst- oder Winterdepression“
ist eine saisonal auftretende Form der Depression; meist tritt
sie in der dunklen Jahreszeit auf und klingt im Frühling und
Sommer wieder ab.
Die Ursachen für die Winterdepression sind noch nicht
abschließend erforscht, es wird aber angenommen, dass mangelndes
Tageslicht sich so auf den Hormon- und Botenstoff-Haushalt im
Körper auswirkt, dass sich eine Depression entwickeln kann.
Insofern ist es naheliegend, dass man ihr mit viel Tageslicht
begegnen möchte.
Diese Lichttherapie hat der IGeL-Monitor aktuell unter die Lupe
genommen, mit der Frage: Helfen spezielle Lichttherapie-Lampen,
die Symptome der Winterdepression zu lindern? Und: Hilft diese
Lichttherapie sogar, Symptomen der Winterdepression vorzubeugen?
Diese Bewertung des IGeL-Monitors wollen wir in dieser Episode
des IGeL-Podcasts näher erörtern.
Zu Gast in dieser Folge:
Dr. Johannes Morche, Seniorberater im Bereich Evidenzbasierte
Medizin beim Medizinischer Dienst Bund , einer der Autoren der
aktuellen Bewertung
FaktenboxDie Winterdepression ist eine
saisonal abhängig affektive Störung. Übersetzt von der englischen
Bezeichnung: Seasonal Affective Disorder. Das heißt, die Symptome
zeigen sich ausschließlich in den sonnenlichtärmeren Jahreszeiten
Herbst und Winter. Und in der Regel verschwinden sie wieder,
sobald der graue Winter in den deutlich helleren Frühling
übergeht. Viele Menschen sagen zur Winterdepression etwas
verharmlosend auch „Winterblues“. Fakt ist, dass eine
niedergedrückte Stimmung zu den kennzeichnenden Symptomen der
Winterdepression zählt. Diese niedergedrückte Stimmung kann sehr
unterschiedlich ausfallen, von häufiger schlechter Laune oder
Gereiztheit bis zu einer depressiven Stimmungslage, die sich über
die Wintermonate immer weiter zuspitzen kann. Ärztinnen und Ärzte
sehen in der Winterdepression mehr als ein bloßes Stimmungstief,
denn oft kommen noch weitere typische Symptome hinzu, wie
vermehrter Appetit, vor allem auf Kohlehydrate (daher der Appetit
auf Süßes), ein erhöhtes Schlafbedürfnis und verstärkte
Tagesmüdigkeit, Energielosigkeit und Antriebsschwäche (oft mit
Schwierigkeiten, morgens aus dem Bett zu kommen),
Konzentrationsstörungen sowie Angstgefühle bis hin zu
Angstzuständen. Quelle: Barmer
Und vielen Dank dem Londoner Künstler Ketsa: Sein Stück "Beat
Stick" ist der Jingle des IGeL-Podcasts.
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