Verflixte Sparplangebühren – der Vergleich macht reich
5 Minuten
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Beschreibung
vor 3 Jahren
Wer von Euch hat schon mal freiwillig seinen Broker gewechselt?
Eben. Daher muss man die Wahl der Depotbank wirklich sehr
sorgfältig treffen, weil eine Übertragung von Wertpapieren zu einem
anderen Broker mühsam und vor allem teuer werden kann. Hat man sich
für eine Depotbank entschieden, sollte man nichts desto trotz auch
bei den Kosten für seine Sparpläne auf der Hut sein. Es ist zwar
schön, wenn die Depotführung nichts kostet, aber nur, wenn sich der
Anbieter das Geld nicht bei Handelsgebühren wieder reinholt. Zum
einen sollte man nicht vergessen, dass je nach Höhe der Sparrate
oftmals unterschiedliche Anspargebühren fällig werden. Die Gebühren
sollten zu den Gewinnen aus Sparplänen dann schon noch in einem
Verhältnis stehen, worauf man vor allem dann achten sollte, wenn
man seine ohnedies bescheidene Ansparsumme noch auf mehrere
Sparpläne aufteilt. Hier sollte man sich neben der Performance und
Größe eines Fonds und den jährlichen Verwaltungskosten auch
anschauen, ob man für den Kauf der monatlichen Fondanteile eine
Gebühr zahlt oder ob diese gestaffelt nach der Ansparsumme ist oder
ob vielleicht bei bestimmten Fondspartnern auf die Gebühr für jede
Sparrate zur Gänze verzichtet wird. Also, unbedingt eine
Vollkostenrechnung anstellen. Nehmen wir beispielsweise an, wir
sind beim Broker Flatex und möchten einen Sparplan auf den
europäischen Leitindex EuroStoxx 600 einrichten. Welchen ETF
wähle ich jetzt genau? Laut Vergleichsplattform justETF.com ist das
Produkt der Fondsgesellschaft Lyxor das Günstigste mit
Fondsgebühren von 0,07 Prozent im Jahr, gefolgt vom Produkt von
Invesco mit 0,19 Prozent und dem BNP Paribas Easy EuroStoxx Europe
600 mit 0,2 Prozent jährlichen Verwaltungsgebühren. Soweit, so gut.
Jetzt zahle ich aber sowohl für den Lyxor-ETF als auch für das BNP
Paribas- und das Invesco-Produkt auf jede monatliche Ansparrate
1,5% Gebühren. Beim STOXX Europe 600-ETF von Xtrackers ist hingegen
das Ansparen kostenlos. Dafür beträgt die jährliche
Verwaltungsgebühr 0,2 Prozent statt etwa 0,07 Prozent bei Lyxor.
Jetzt folgt das große Rechnen: Neben wir an, ich will 150 Euro in
das Lyxor-Produkt pro Monat ansparen, somit 1800 Euro im Jahr.
Davon sind 0,07 Prozent jährliche Verwaltungsgebühr 1,26 Euro.
Hinzu kommen bei Lyxor jedoch Gebühren für die insgesamt 1800 Euro
an Sparraten von 27 Euro (1,5 Prozent der Ansparsumme). Somit sind
wir bei jährlichen Kosten von 28,26 Euro. Beim Flatex-Partner
Xtrackers ist das Ansparen wie erwähnt gratis, dafür zahle ich aber
3,60 Euro Verwaltungsgebühr pro Jahr für 1800 Euro Ansparsumme. Das
wäre insgesamt trotz allem ein jährlicher Kostenvorteil von 24,66
Euro gegenüber dem Lyxor-Angebot. Dafür performt der Lyxor-ETF auf
Dreijahressicht besser. In Summe hat er 22,73 Prozent Gewinn
gemacht, Xtrackers nur 22,23 Prozent. Das wäre bei einer
Ansparsumme von insgesamt 5400 Euro (3 x 1800 Euro) in drei Jahren
ein Gewinn von rund 1227 statt 1200 Euro. Natürlich ist hier weder
der Zinseszins berücksichtigt, noch kann man aus einer Performance
in der Vergangenheit in die Zukunft schließen. Es zeigt aber,
wie monatliche Anspargebühren deutlich stärker ins Gewicht fallen
können. Was nicht heißt, dass nicht auch Xtrackers einmal Gebühren
für Flatex-Kunden einführen könnte. Eines ist allerdings sicher:
der Vergleich macht reich …
Rechtlicher Hinweis: Für Verluste, die aufgrund von
getroffenen Aussagen entstehen, übernimmt die Autorin, Julia
Kistner keine Haftung. Denn handelt sich weder um
eine Steuer-, Rechts- noch Finanzberatung, sondern nur um
die persönliche Meinung der Autorin.
#Sparplan #Börsen #Gebühren #Renditen #Kapitalmarkt
#Vorsorge #Vermögen #Zusatzpension #Lyxor #Xtrackers #ETF
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Eben. Daher muss man die Wahl der Depotbank wirklich sehr
sorgfältig treffen, weil eine Übertragung von Wertpapieren zu einem
anderen Broker mühsam und vor allem teuer werden kann. Hat man sich
für eine Depotbank entschieden, sollte man nichts desto trotz auch
bei den Kosten für seine Sparpläne auf der Hut sein. Es ist zwar
schön, wenn die Depotführung nichts kostet, aber nur, wenn sich der
Anbieter das Geld nicht bei Handelsgebühren wieder reinholt. Zum
einen sollte man nicht vergessen, dass je nach Höhe der Sparrate
oftmals unterschiedliche Anspargebühren fällig werden. Die Gebühren
sollten zu den Gewinnen aus Sparplänen dann schon noch in einem
Verhältnis stehen, worauf man vor allem dann achten sollte, wenn
man seine ohnedies bescheidene Ansparsumme noch auf mehrere
Sparpläne aufteilt. Hier sollte man sich neben der Performance und
Größe eines Fonds und den jährlichen Verwaltungskosten auch
anschauen, ob man für den Kauf der monatlichen Fondanteile eine
Gebühr zahlt oder ob diese gestaffelt nach der Ansparsumme ist oder
ob vielleicht bei bestimmten Fondspartnern auf die Gebühr für jede
Sparrate zur Gänze verzichtet wird. Also, unbedingt eine
Vollkostenrechnung anstellen. Nehmen wir beispielsweise an, wir
sind beim Broker Flatex und möchten einen Sparplan auf den
europäischen Leitindex EuroStoxx 600 einrichten. Welchen ETF
wähle ich jetzt genau? Laut Vergleichsplattform justETF.com ist das
Produkt der Fondsgesellschaft Lyxor das Günstigste mit
Fondsgebühren von 0,07 Prozent im Jahr, gefolgt vom Produkt von
Invesco mit 0,19 Prozent und dem BNP Paribas Easy EuroStoxx Europe
600 mit 0,2 Prozent jährlichen Verwaltungsgebühren. Soweit, so gut.
Jetzt zahle ich aber sowohl für den Lyxor-ETF als auch für das BNP
Paribas- und das Invesco-Produkt auf jede monatliche Ansparrate
1,5% Gebühren. Beim STOXX Europe 600-ETF von Xtrackers ist hingegen
das Ansparen kostenlos. Dafür beträgt die jährliche
Verwaltungsgebühr 0,2 Prozent statt etwa 0,07 Prozent bei Lyxor.
Jetzt folgt das große Rechnen: Neben wir an, ich will 150 Euro in
das Lyxor-Produkt pro Monat ansparen, somit 1800 Euro im Jahr.
Davon sind 0,07 Prozent jährliche Verwaltungsgebühr 1,26 Euro.
Hinzu kommen bei Lyxor jedoch Gebühren für die insgesamt 1800 Euro
an Sparraten von 27 Euro (1,5 Prozent der Ansparsumme). Somit sind
wir bei jährlichen Kosten von 28,26 Euro. Beim Flatex-Partner
Xtrackers ist das Ansparen wie erwähnt gratis, dafür zahle ich aber
3,60 Euro Verwaltungsgebühr pro Jahr für 1800 Euro Ansparsumme. Das
wäre insgesamt trotz allem ein jährlicher Kostenvorteil von 24,66
Euro gegenüber dem Lyxor-Angebot. Dafür performt der Lyxor-ETF auf
Dreijahressicht besser. In Summe hat er 22,73 Prozent Gewinn
gemacht, Xtrackers nur 22,23 Prozent. Das wäre bei einer
Ansparsumme von insgesamt 5400 Euro (3 x 1800 Euro) in drei Jahren
ein Gewinn von rund 1227 statt 1200 Euro. Natürlich ist hier weder
der Zinseszins berücksichtigt, noch kann man aus einer Performance
in der Vergangenheit in die Zukunft schließen. Es zeigt aber,
wie monatliche Anspargebühren deutlich stärker ins Gewicht fallen
können. Was nicht heißt, dass nicht auch Xtrackers einmal Gebühren
für Flatex-Kunden einführen könnte. Eines ist allerdings sicher:
der Vergleich macht reich …
Rechtlicher Hinweis: Für Verluste, die aufgrund von
getroffenen Aussagen entstehen, übernimmt die Autorin, Julia
Kistner keine Haftung. Denn handelt sich weder um
eine Steuer-, Rechts- noch Finanzberatung, sondern nur um
die persönliche Meinung der Autorin.
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