Folge 85 – Märchenstunde: Östlich von der Sonne und westlich vom Mond

Folge 85 – Märchenstunde: Östlich von der Sonne und westlich vom Mond

Ein norwegisches Volksmärchen
24 Minuten

Beschreibung

vor 1 Jahr
Es war einmal... ein armer Kathenmann, der hatte viele Kinder; er
war aber so arm, dass er ihnen weder ordentlich zu essen, noch
Kleider auf den Leib geben konnte. Dennoch waren die Kinder alle
sehr schön. Aber am schönsten von allen war doch die jüngste
Tochter. Nun war es einmal an einem Donnerstagabend im Spätherbst
ein ganz abscheuliches Wetter draußen. Es war stockfinster und
dabei regnete und stürmte es, dass die Fenster krachten. Die ganze
Familie saß um den Kamin herum und jeder war mit seiner Arbeit
beschäftigt. Plötzlich klopfte es dreimal laut ans Fenster. Der
Mann ging hinaus und wollte zusehen, was es war, und als er
hinauskam, stand da ein großer weißer Bär. "Guten Abend!", sagte
der Bär. "Guten Abend!", sagte der Mann. "Willst du mir deine
jüngste Tochter zur Frau geben", sagte der Bär, "dann will ich dich
so reich machen, als du jetzt arm bist." Und da wir ja aus Märchen
wissen, dass das ein Deal ist, den nur wenige Väter ablehnen, nimmt
die Geschichte ihren Lauf und führt von einem verwunschenen Schloss
bis zu den vier Winden. Und Trolle spielen auch eine wichtige
Rolle. Das norwegische Volksmärchen "Östlich von der Sonne und
westlich vom Mond" trägt im Original den Titel "Østenfor sol og
vestenfor måne" und wurde von Peter Christen Asbjørnsen und Jørgen
Moe aufgezeichnet und erstmals 1844 in Christiania, dem heutigen
Oslo, in ihrer Sammlung "Norske Folkeeventyr" (Norwegische
Volksmärchen) veröffentlicht. Es ist ein sehr atmosphärisches
Märchen, mit dem wir das Märchenpott-Jahr 2025 eröffnen. Also
schnappt euch eure Kuscheldecke, macht euch einen warmen Kakao und
genießt die Winterstimmung. Viel Spaß beim Hören!

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