Markus Roth (Focused Energy): Dieses Startup will Kernfusion nutzbar machen
36 Minuten
Podcast
Podcaster
Beschreibung
vor 1 Jahr
Markus Roth träumt von einer Revolution. Der Physiker will mit der
Hilfe von Lasertechnologie Kernfusion nutzbar und Deutschland zum
globalen Energieversorger machen. Bei der Kernfusion verschmelzen
leichte Atomkerne zu schwereren, wobei enorme Mengen Energie
freigesetzt werden. Es ist der gleiche Prozess, der im Inneren der
Sonne abläuft. "Wir verbrennen Wasserstoff zu Helium. Die Mengen,
die wir dabei einsetzen, sind ungefähr ein Kilogramm Wasserstoff am
Tag, den wir zu einem Kilogramm Helium umsetzen müssen. Daraus
entsteht ungefähr die Leistung von einem Gigawatt, den ganzen Tag
lang", erläutert Roth, der mit seinem deutsch-amerikanischen
Startup Focused Energy diese Vision Realität werden lassen will.
Dabei sieht der 58-Jährige enorme Chancen für den
Technologiestandort Deutschland: "Die Marktführer im Bereich von
Hochleistungsoptik und Laser kommen fast alle aus Deutschland."
Laut der Fusion Industry Association arbeiten etwa 33 Firmen
weltweit an der Kernfusion und haben mehr als vier Milliarden
Dollar Investorengeld eingesammelt. Roth, der Teil der
Geschäftsführung von Focused Energy ist, vergleicht den aktuellen
Stand der Technologie mit den Anfängen der Luftfahrt. "Wir sind
gerade im Bereich der Laserfusion das erste Mal so weit, dass wir
nicht nur gezeigt haben, dass die Laserfusion funktioniert, sondern
dass man damit auch Energie gewinnen kann." Doch der Weg zum
kommerziellen Fusionskraftwerk ist weit. Roth erwartet, dass der
erste Testreaktor Ende der 2030er Jahre ans Netz gehen könnte. "Wir
arbeiten mit Nachdruck an der Kernfusion und versuchen, diese so
schnell wie möglich in ein leistungsfähiges Kraftwerk zu
verwandeln. Trotzdem sollten insbesondere auch die Aktivitäten von
Focused Energy nicht als Ausrede dienen, um jetzt nicht in die
Erneuerbaren zu investieren." Roth sieht die Kernfusion als
notwendige Ergänzung zu erneuerbaren Energien, besonders angesichts
des steigenden globalen Energiebedarfs. "Wir werden einen massiven
Energiebedarf in Deutschland haben. Wenn ich mir nur angucke, was
die KI an Strom frisst." Ein entscheidender Vorteil von Kernfusion
im Vergleich zu Kernspaltung sei die Sicherheit, betont Roth. "Es
kann keine unkontrollierte Kettenreaktion geben. Wenn alles perfekt
läuft, verbrennen wir genau die Menge an Brennstoff, die wir in den
Reaktor gefüllt haben." Zudem produziert die Fusion deutlich
weniger langlebigen radioaktiven Abfall. Die Laserfusion, auf die
Roth und sein Team setzen, unterscheidet sich von anderen
Fusionsansätzen. "Bei der Laserfusion wird versucht, den Brennstoff
so stark zu komprimieren, dass er ähnliche Bedingungen hat wie im
Zentrum der Sonne", erläutert der Physiker. Roth mahnt zur Geduld,
aber auch zum entschlossenen Handeln: "Das Rennen um die Kernfusion
hat längst begonnen. Es sind fast alle Länder dabei. Die Frage ist:
Sind wir auch dabei oder nicht?" Sie haben Fragen für Frauke
Holzmeier und Andreas Laukat? Dann schreiben Sie eine E-Mail an
sotechtdeutschland@ntv.de. Unsere allgemeinen
Datenschutzrichtlinien finden Sie unter
https://datenschutz.ad-alliance.de/podcast.html Alle Rabattcodes
und Infos zu unseren Werbepartnern finden Sie hier:
https://linktr.ee/sotechtdeutschland Unsere allgemeinen
Datenschutzrichtlinien finden Sie unter https://art19.com/privacy.
Die Datenschutzrichtlinien für Kalifornien sind unter
https://art19.com/privacy#do-not-sell-my-info abrufbar.
Hilfe von Lasertechnologie Kernfusion nutzbar und Deutschland zum
globalen Energieversorger machen. Bei der Kernfusion verschmelzen
leichte Atomkerne zu schwereren, wobei enorme Mengen Energie
freigesetzt werden. Es ist der gleiche Prozess, der im Inneren der
Sonne abläuft. "Wir verbrennen Wasserstoff zu Helium. Die Mengen,
die wir dabei einsetzen, sind ungefähr ein Kilogramm Wasserstoff am
Tag, den wir zu einem Kilogramm Helium umsetzen müssen. Daraus
entsteht ungefähr die Leistung von einem Gigawatt, den ganzen Tag
lang", erläutert Roth, der mit seinem deutsch-amerikanischen
Startup Focused Energy diese Vision Realität werden lassen will.
Dabei sieht der 58-Jährige enorme Chancen für den
Technologiestandort Deutschland: "Die Marktführer im Bereich von
Hochleistungsoptik und Laser kommen fast alle aus Deutschland."
Laut der Fusion Industry Association arbeiten etwa 33 Firmen
weltweit an der Kernfusion und haben mehr als vier Milliarden
Dollar Investorengeld eingesammelt. Roth, der Teil der
Geschäftsführung von Focused Energy ist, vergleicht den aktuellen
Stand der Technologie mit den Anfängen der Luftfahrt. "Wir sind
gerade im Bereich der Laserfusion das erste Mal so weit, dass wir
nicht nur gezeigt haben, dass die Laserfusion funktioniert, sondern
dass man damit auch Energie gewinnen kann." Doch der Weg zum
kommerziellen Fusionskraftwerk ist weit. Roth erwartet, dass der
erste Testreaktor Ende der 2030er Jahre ans Netz gehen könnte. "Wir
arbeiten mit Nachdruck an der Kernfusion und versuchen, diese so
schnell wie möglich in ein leistungsfähiges Kraftwerk zu
verwandeln. Trotzdem sollten insbesondere auch die Aktivitäten von
Focused Energy nicht als Ausrede dienen, um jetzt nicht in die
Erneuerbaren zu investieren." Roth sieht die Kernfusion als
notwendige Ergänzung zu erneuerbaren Energien, besonders angesichts
des steigenden globalen Energiebedarfs. "Wir werden einen massiven
Energiebedarf in Deutschland haben. Wenn ich mir nur angucke, was
die KI an Strom frisst." Ein entscheidender Vorteil von Kernfusion
im Vergleich zu Kernspaltung sei die Sicherheit, betont Roth. "Es
kann keine unkontrollierte Kettenreaktion geben. Wenn alles perfekt
läuft, verbrennen wir genau die Menge an Brennstoff, die wir in den
Reaktor gefüllt haben." Zudem produziert die Fusion deutlich
weniger langlebigen radioaktiven Abfall. Die Laserfusion, auf die
Roth und sein Team setzen, unterscheidet sich von anderen
Fusionsansätzen. "Bei der Laserfusion wird versucht, den Brennstoff
so stark zu komprimieren, dass er ähnliche Bedingungen hat wie im
Zentrum der Sonne", erläutert der Physiker. Roth mahnt zur Geduld,
aber auch zum entschlossenen Handeln: "Das Rennen um die Kernfusion
hat längst begonnen. Es sind fast alle Länder dabei. Die Frage ist:
Sind wir auch dabei oder nicht?" Sie haben Fragen für Frauke
Holzmeier und Andreas Laukat? Dann schreiben Sie eine E-Mail an
sotechtdeutschland@ntv.de. Unsere allgemeinen
Datenschutzrichtlinien finden Sie unter
https://datenschutz.ad-alliance.de/podcast.html Alle Rabattcodes
und Infos zu unseren Werbepartnern finden Sie hier:
https://linktr.ee/sotechtdeutschland Unsere allgemeinen
Datenschutzrichtlinien finden Sie unter https://art19.com/privacy.
Die Datenschutzrichtlinien für Kalifornien sind unter
https://art19.com/privacy#do-not-sell-my-info abrufbar.
Weitere Episoden
23 Minuten
vor 1 Monat
42 Minuten
vor 2 Monaten
34 Minuten
vor 2 Monaten
37 Minuten
vor 2 Monaten
28 Minuten
vor 2 Monaten
In Podcasts werben
Abonnenten
Dortmund
Kommentare (0)