Zur Freiheit berufen

Zur Freiheit berufen

3 Minuten

Beschreibung

vor 1 Jahr

„Denn Gottes Gnadengaben und Berufung können ihn nicht gereuen…“


Dieser Satz aus Römer 11,29 ist mir in den vergangenen Tagen
immer wieder vor die Füße gefallen… Und ich kam ins Nachdenken…
Berufung - das ist ein großes Wort.


Kennen wir unsere Berufung? Wissen wir, welchen Plan Gott für
unser Leben hat? Und welche Pläne haben wir selbst? Es ist ein
Spannungsfeld…


Lange Zeit dachte ich, dass Berufung etwas mit einer ganz
bestimmten Aufgabe zu tun hat… Eben mit dem, was ich TUE.


Inzwischen glaube ich, dass jede und jeder von uns eine Berufung
hat.


Hast Du Dich schon einmal gefragt, worin Deine Berufung, also
Deine ureigene Bestimmung im Leben liegt? Was Gott von Dir will?
Ein heißes Eisen…


Denn es könnte ja sein, dass das, was da unter Umständen
gefordert wird, mir gar nicht in den Kram passt… Ja, dass ich das
vielleicht sogar etwas ganz anderes im Sinn habe…. Und dann?
Verweigere ich mich?


Denn Gottes Gnadengaben und Berufung können ihn nicht gereuen…


Da ist nicht nur allein von Berufung die Rede, sondern auch von
den Gaben. Die Gaben, die in mein Leben hineingelegt wurden, sind
Geschenk, sind Gnade… Kenne ich sie? Erkenne ich, was mit ihnen
an Gnade in mein Leben hineingeflossen ist?


Ich habe begriffen: Es kommt gar nicht in erster Linie auf das
TUN an sich an! Sondern auf mein SEIN. Es kommt darauf an, dass
das zum Leben kommt, was in mir angelegt ist, damit die
Gnadengaben sich entfalten können. Es kommt darauf an, das ich zu
dem finde, was im Innersten zu mir gehört.


Wenn dieses Potenzial meiner Gaben zur Entfaltung kommen kann -
dann bin ich vielleicht schon in meiner Berufung. Denn bedeutet
Berufung nicht einfach, dass Gott nach uns ruft, weil er
Sehnsucht hat? Sehnsucht danach, dass wir ins Leben kommen mit
allem, was in uns angelegt ist? Die Frage ist: Bin ich in
Beziehung zu diesem Gott, der will, dass ich in Fülle lebe? Traue
ich ihm zu, dass er es gut mit mir meint?


Wenn ich diesen Schritt des Vertrauens wage und auf seinen Ruf
höre - dann können mich seine Worte aus den Gefängnissen meiner
Angst und Selbstzweifel in die Freiheit und Weite meines Lebens
führen…


Berufung… Das muss dann gar kein spektakulärer Auftrag sein.
Gottes Ruf zeigt sich oft auch in den ganz alltäglichen Dingen:
In den Familien oder am Arbeitsplatz. Manchmal kann es aber auch
eine ganz schön große Nummer sein.


Die Frage ist: Bin ich in Hörweite, wenn Gott ruft? Vertraue ich
ihm - trotz all meiner Begrenzungen?


Ich lade dazu ein, einmal nachzuspüren, was Deine Berufung sein
könnte? Und dabei der leisen Stimme Gehör zu schenken, die Dich
in die Freiheit führen möchte…


Eine gesegnete Woche wünscht Christina Stadelmann, Grünwald

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