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Beschreibung
vor 1 Jahr
Die aktuellen Automobilkurznachrichten mit Michael
Weyland
Thema heute: Sieg für KI-Racer der TUM auf Formel
1-Strecke
Foto: TUM Autonomous Motorsports
Ein von Künstlicher Intelligenz gesteuertes Rennfahrzeug
der Technischen Universität München (TUM) hat in einem
internationalen Rennen auf der Formel 1-Strecke in Abu Dhabi den
ersten Platz erreicht. Ohne menschlichen Fahrer oder
Fernsteuerung, allein mit der überlegenen autonomen Software,
konnte sich das vollautomatisierte Fahrzeug gegen sieben andere
internationale Teams mit baugleichen Rennwagen
durchsetzen.
Es suchte sich selbstständig den Grenzbereich, meisterte
spektakuläre Überholmanöver und Geschwindigkeiten bis 250 km/h
auf der kurvenreichen Strecke. Im Finale mit den vier schnellsten
Fahrzeugen des Qualifying konnte sich das von drei Professoren,
zehn Doktoranden und fünf Masterstudenten am TUM-Lehrstuhl für
Fahrzeugtechnik entwickelte System gegen die starke Konkurrenz
vor allem aus Italien durchsetzen. Dabei ging es am Samstagabend
vor 25.000 Zuschauern gegen die Teams der Universitäten
Universität Politecnico di Milano, Università degli Studi di
Modena e Reggio Emilia und Constructor Universität Bremen darum,
das vorausfahrende Auto in einem Verfolgungsrennen zu
überholen.
In Qualifizierungsrennen gab es zahlreiche Probleme und
Crashes von allen Teams. Es gelang der TUM, diese innerhalb
weniger Stunden zu lösen. Im Zeitfahren erreichte das TUM-Team
aus technischen Gründen nur den dritten Platz und startete im
Finale von einer ungünstigen Position, weil Überholmanöver auf
dieser Strecke schon für menschliche Fahrer schwierig sind. Es
konnte aber das weltweit erste spektakuläre autonome
Überholmanöver auf einer Formel 1 Strecke umsetzen und dann in
einer schnellen Runde den Sieg einfahren. Die Siegerehrung
übernahm der Kronprinz von Abu Dhabi, Muhammad bin Zayed Al
Nahyan.
Der staatliche Veranstalter A2RL aus den Vereinigten
Arabischen Emiraten hatte diesen Wettbewerb ausgerufen, um zum
ersten Mal ein echtes Formel 1-Rennen mit autonomen Fahrzeugen
durchzuführen. Alle Fahrzeuge bauen auf einem Dallara Rennwagen
auf und sind mit LaSAR, RaDAR, Kameras und zahlreichen anderen
Sensoren und Rechnern ausgerüstet, um die Strecke und
Konkurrenzfahrzeuge zu erfassen. Jedes Team hat einen eigenen
Softwarecode programmiert, um sich auf der Strecke zu
lokalisieren, das Fahrzeug im Grenzbereich zu bewegen und
Wettbewerber überholen zu können.
Diesen Beitrag können Sie nachhören oder downloaden
unter:
https://www.was-audio.de/aanews/autonews20240503_kvp.mp3
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