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„Jede Frau braucht (die) Courage“, Im Gespräch mit den Gründerinnen der ersten überregionalen Frauenzeitung Sabine Zurmühl und Sibylle Plogstedt

„Jede Frau braucht (die) Courage“, Im Gespräch mit den Gründerinnen der ersten überregionalen Frauenzeitung Sabine Zurmühl und Sibylle Plogstedt

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„Courage“ , also Mut,  brauchten die Sozialwissenschaftlerin
Sibylle Plogstedt und die Journalistin Sabine Zurmühl, als sie
1976 die erste überregionale Frauenzeitung „Courage“ gemeinsam
mit anderen Frauen gründeten. „Mit Leidenschaft, aber
Nullkapital“ machten sie monatlich eine Zeitung, die den Nerv der
sich gerade entwickelten Frauenbewegung traf. Zeitweise erreichte
sie eine Auflage von 70.000. Die „Courage“ war
identitätsstiftend. Sie griff Themen auf,  die sonst in den
Medien nicht zu lesen waren, schrieb über Gewalt gegen Frauen,
den § 218, sexistische Werbung oder lesbische Liebe. Und die
Autorinnen sahen mit einem weiblichen Blick auf Stadtplanung,
Theaterinszenierungen, Umweltzerstörung oder internationale
Politik. Alice Schwarzer’s  „Emma“ kam erst ein halbes Jahr
später raus. „Sie war nie wirklich eine Konkurrenz“, sagen Sabine
Zurmühl und Sibylle Plogstedt in dem Podcast. Sie  erzählen
von Aufbruchstimmung, den Diskussionen in der täglichen
Redaktionskonferenz und mit wieviel Freude, aber auch Stress, das
Frauenkollektiv jeden Monat eine neue Zeitung stemmte. Acht Jahre
lang. 1984 stellten sie die Courage ein. Inzwischen waren ihre
Themen auch in anderen Medien angekommen. 
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