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Beschreibung
vor 1 Jahr
Die aktuellen Wirtschaftsnachrichten mit Michael
Weyland
Thema heute: Ausnahmezustand auf
Haiti
Lange wurde die schockierende Lage der Menschen auf
Haiti kaum von der Welt wahrgenommen. Der Rücktritt des
Ministerpräsidenten Ariel Henry wirft nun ein Licht auf die
Ausnahmesituation des Inselstaates. Auf den Straßen herrscht
Chaos. Bewaffnete Banden haben die Kontrolle ergriffen,
Botschafter verlassen das Land.
Zurück bleiben Menschen, die aus ihrem Zuhause fliehen, die
um das Leben ihrer Familienmitglieder bangen und kaum an
Lebensmittel kommen. Zurück bleiben auch einige wenige
Hilfsorganisationen wie die nph Kinderhilfe Lateinamerika, die
gemeinsam mit ihrem lokalen Partner Fondation St. Luc Nothilfe
leistet. Pressesprecherin Nadine Fissl:
Nadine Fissl:
„Was auf diesen Straßen passiert, ist nicht mehr in Worte zu
fassen. Wir erleben das Leid dieser Menschen bereits seit Jahren
und doch bekomme ich von meinen Kollegen, die im direkten
Austausch mit Haiti stehen, nun gespiegelt, dass sie nur noch
fassungslos sind. Die Gewalt hat ein so grauenvolles Ausmaß
angenommen, das können wir uns gar nicht
ausmalen.“
nph betreibt auf Haiti neben einem Kinderdorf auch Schulen,
Therapieeinrichtungen und ein Kinderkrankenhaus. Außerdem finden
die Mitarbeiter vor Ort jeden Tag auf´s Neue Möglichkeiten, die
Menschen in ihren Communities zu unterstützen. Das
nph-Kinderkrankenhaus St. Damien ist weiter rund um die Uhr
geöffnet. Es ist wichtiger denn je. Nachdem nun mehrere
Krankenhäuser und Gesundheitszentren ihre Pforten schließen
mussten, warnen die UN vor einem Zusammenbruch des
Gesundheitssystems. Es fehlen Medikamente und Personal. Etliche
Fachkräfte verlassen das Land.
Nadine Fissl:
„Die Menschen, die für nph und St. Luc vor Ort
tagtäglich noch immer alles geben, sind wahre Helden. Trotz allem
kommen sie jeden Tag ins Krankenhaus und ins Kinderdorf. Alles,
um ihren Beitrag zur Verbesserung der Lage von Kindern und
Familien zu leisten.“
Auch Nothilfeleistungen werden immer schwieriger.
Inzwischen mussten über 350.000 Menschen ihr Zuhause verlassen.
Die Situation ist undurchsichtiger denn je. Seit der Befreiung
von fast 4.000 Gefängnisinsassen ist das Sicherheitsrisiko auf
den Straßen enorm gestiegen und Lebensmittel und Wasser werden
immer knapper. Beides kann nph jedoch weiterhin verteilen.
Nadine Fissl:
„Wir können die schreckliche Lage im Land gerade nicht
ändern, aber wir können sie für einzelne Familien ein großes
Stück besser machen und Hoffnung verbreiten. Das ist in dieser
Krise gerade viel wert.“
Die Bemühungen vor Ort werden größtenteils durch Spenden
finanziert. Infos dazu finden sich auf:
www.nph-kinderhilfe.org
Diesen Beitrag können Sie nachhören oder downloaden
unter:
https://www.was-audio.de/aanews/News20240322_kvp.mp3
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