Turtlezone Tiny Talks - Mindeststeuer für mehr Steuergerechtigkeit?
vor 4 Jahren
Episode 046
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Beschreibung
vor 4 Jahren
Die internationalen Grundlagen für Unternehmensbesteuerungen werden
oft als ungerecht empfunden und passen offensichtlich nicht für
Digitalkonzerne. Seit Jahren wird daher über eine „Digitalsteuer“
und eine Reform des Steuersystems debattiert. Dabei soll es,
vereinfacht formuliert, künftig keine Rolle mehr spielen, in
welchem Land ein Unternehmen primär angesiedelt ist. Für die
Steuererhebung entscheidend soll vielmehr, in welchem Land ein
Konzern welche Marktanteile hat. Denn nicht nur die großen
digitalen Player, viele globale Konzerne drücken oder vermeiden die
Steuerbelastung, indem Sie Umsätze und Gewinne trennen von
Markenrechten und dem Lizenz-Geschäft. So fließen die Gewinne in
Steueroasen. Und dort wo die Umsätze erzielt werden, werden nur
noch marginale Steuern entrichtet. Olaf Scholz hat im Rahmen der
G20 erfolgreich für eine globale Mindeststeuer gekämpft. Immerhin
schon 130 Staaten wollen mitmachen und einen Vorschlag der OECD
mittragen. Sogar die Vereinigten Staaten. Ob die üblichen
Verdächtigen Google, Facebook, Amazon, Starbucks & Co. damit
wirklich in ihrer kunstvollen Steuervermeidung gebremst werden,
bleibt allerdings abzuwarten. Und eine Mindeststeuer von fünfzehn
Prozent kann angesichts der enormen Abgabenlast lokaler
Unternehmer, Selbständiger und Freiberufler auch nur ein erster
Schritt auf dem Weg zu einer wirklichen Reform und
Steuergerechtigkeit sein.
oft als ungerecht empfunden und passen offensichtlich nicht für
Digitalkonzerne. Seit Jahren wird daher über eine „Digitalsteuer“
und eine Reform des Steuersystems debattiert. Dabei soll es,
vereinfacht formuliert, künftig keine Rolle mehr spielen, in
welchem Land ein Unternehmen primär angesiedelt ist. Für die
Steuererhebung entscheidend soll vielmehr, in welchem Land ein
Konzern welche Marktanteile hat. Denn nicht nur die großen
digitalen Player, viele globale Konzerne drücken oder vermeiden die
Steuerbelastung, indem Sie Umsätze und Gewinne trennen von
Markenrechten und dem Lizenz-Geschäft. So fließen die Gewinne in
Steueroasen. Und dort wo die Umsätze erzielt werden, werden nur
noch marginale Steuern entrichtet. Olaf Scholz hat im Rahmen der
G20 erfolgreich für eine globale Mindeststeuer gekämpft. Immerhin
schon 130 Staaten wollen mitmachen und einen Vorschlag der OECD
mittragen. Sogar die Vereinigten Staaten. Ob die üblichen
Verdächtigen Google, Facebook, Amazon, Starbucks & Co. damit
wirklich in ihrer kunstvollen Steuervermeidung gebremst werden,
bleibt allerdings abzuwarten. Und eine Mindeststeuer von fünfzehn
Prozent kann angesichts der enormen Abgabenlast lokaler
Unternehmer, Selbständiger und Freiberufler auch nur ein erster
Schritt auf dem Weg zu einer wirklichen Reform und
Steuergerechtigkeit sein.
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