Hörbahn on Stage: “Aprikosenzeit, dunkel” von Corinna Kulenkamp
1 Stunde 17 Minuten
Podcast
Podcaster
Beschreibung
vor 2 Jahren
Karine Hansen ist Deutsch-Armenierin, aufgewachsen in einer
Familie, in der die armenische Tradition liebevoll gelebt wird.
Während des Studiums lernt sie Frederick Behrens kennen und
verliebt sich Hals über Kopf in ihn. Seine konservative Art und
seine Selbstsicherheit ziehen sie an. Doch als Frederick während
eines Familienessens nicht für Karine einsteht, als der Genozid
an den Armenier*innen geleugnet wird, kommt es zum Bruch. Die
fehlende Unterstützung bei der Bewältigung von Alltagsrassismus,
der ihr immer wieder begegnet, eine gewisse
Orientierungslosigkeit nach dem Studium und ein Gespräch mit
ihrer armenischen Großmutter, sind Auslöser für Karines
Entscheidung kurzerhand nach Armenien zu ziehen und einen Job bei
einer kleinen NGO anzunehmen. Sie findet sich in einem ihr völlig
fremden Land wieder, das postsowjetisch, korrupt und
patriarchalisch geprägt ist. In ihrer NGO-Kollegin Gohar
Manoukian findet Karine eine Seelenverwandte. Durch ihre
Freundschaft wird Karine politisiert und hineingezogen in die
»Junge Bewegung« gegen Korruption. Doch dann wird die Bewegung
von einem mächtigen Oligarchen bedroht … »Aprikosenzeit, dunkel«
bietet einen wichtigen Einblick in die armenische Geschichte, die
vom Genozid und dessen Verleugnung in der Türkei geprägt ist, und
nimmt uns mit in ein von der Geschichte gebeuteltes und korruptes
Land, dem die Jugend davonläuft. Nur wenige setzen sich gegen die
Umstände zur Wehr und zahlen dafür einen hohen Preis. …
Corinna Kulenkamp, 1987 in Düsseldorf geboren,
wuchs zweisprachig als Tochter einer Armenierin und eines
Deutschen in der Pfalz auf. Sie studierte in München und Harvard
Politikwissenschaft und Völkerrecht und wurde anschließend in
München zur Dr. phil. promoviert. Sie erhielt zahlreiche
Stipendien. Aprikosenzeit, dunkel ist ihr Romandebüt. Sie lebt
und arbeitet in München.
AKTUELLES 24. 09. 2023 (Quelle: Silke
Bigalke im Leitartikel der SZ)
Die Region Bergkarabach mit ihrer armenischen
Bevölkerung ist von Aserbaidschan endgültig geschluckt, und das
von Putin fallengelassene Armenien kann nur zuschauen,
konstatiert Silke Bigalke im Leitartikel
der SZ: “Armenien hält sich militärisch bisher
zurück, um einen größeren Krieg zu vermeiden.
Premierminister Nikol Paschinjan konnte über Monate nur
zusehen, wie die Menschen in der abgeschnittenen Region hungerten
und bombardiert wurden. Für Paschinjan ist der Verlust
der Region nach drei Jahrzehnten eine Niederlage, die seine
Machtlosigkeit zeigt. Doch Aserbaidschan ist auch Armenien
militärisch weit überlegen. Er wollte keinen Angriff
auf armenisches Staatsgebiet riskieren.”
Weitere Episoden
41 Minuten
vor 2 Tagen
1 Stunde 39 Minuten
vor 4 Tagen
1 Stunde 16 Minuten
vor 6 Tagen
In Podcasts werben
Kommentare (0)