Podcaster
Episoden
12.01.2026
13 Minuten
SF & more: Vergessene Autoren, verschollene Schätze -
Simulacron-3
Andreas Riehn und Marcus Weible erinnern an den Roman
Simulacron-3 von Daniel F. Galouye.
In einer nicht allzu fernen Zukunft wird jedes Produkt, bevor es
in Serienproduktion geht, ausgiebig auf seine Marktakzeptanz hin
getestet. Die Firma TEAG konstruiert zu diesem Zweck einen
gigantischen Computer, der eine nahezu perfekte elektronische
Simulation der wirklichen Welt ermöglicht, mit all ihren
komplizierten Interaktionen. Bevölkert wird sie von mehreren
tausend individuell entwickelten elektronischen Kunden, die in
der Illusion existieren, sich in der richtigen Welt zu
bewegen.
Douglas Hall, Direktor der TEAG, kommt eines Tages auf den
Gedanken, daß auch seine Wirklichkeit nichts anderes sein könnte
als eine Simulation. Er beginnt, seine direkte Umwelt in Frage zu
stellen und sucht nach unwiderlegbaren Beweisen für die reale
Existenz seiner selbst. Je intensiver er seine Suche betreibt, um
so merkwürdigere Erfahrungen macht. Daniel F.
Galouye (1920 – 1976) war ein US-amerikanischer
Journalist und Schriftsteller. Mit "Simulacron-3" (1964) schuf er
einen Meilenstein des Science Fiction-Genres, der zweimal
verfilmt wurde: 1973 von Rainer Werner Fassbinder unter dem
Titel "Welt am Draht" und 1999 von Roland Emmerich unter dem
Titel "The 13th Floor".
Andreas Riehn, geboren 1964 in Hemmoor
(Niedersachsen). Nach Abitur und Wehrdienst studierte ich
Amerikanistik (Amerikanische Literatur- und Kulturgeschichte)
sowie Rechtswissenschaften in Augsburg, München und Salzburg.
Noch während meines Studiums gründete ich das erste rein
webbasierte Repetitorium ("Jus2Click") zur Vorbereitung auf die
Erste Juristische Staatsprüfung. Ich habe als Lektor für
elektronisches Publizieren im Verlag C.H. Beck und als
Marketingmanager für die internationale Wirtschaftskanzlei
Linklaters LLP gearbeitet. Als Rechtsanwalt habe ich im IT-Recht
und im Datenschutz beraten. Seit April 2019 bin ich als Legal
Consultant Datenschutz für die Firma Dataguard.de tätig. Ich bin
Vater von zwei erwachsenen Söhnen. Als Autor bin ich Mitglied der
Gruppe Kaliber.
Marcus Weible, geboren 1968 in München. Nach
Abitur und Bundeswehr habe ich Geschichte und
Rechtswissenschaften in Erlangen und Würzburg studiert. Ich war
15 Jahre als Rechtsanwalt und juristischer Repetitor bei Kern -
Nordbayern tätig. In dieser Zeit bereitete ich bundesweit
zahlreiche Studenten und Referendare auf das Erste und Zweite
Juristische Staatsexamen vor. Mittlerweile lebe ich in Regensburg
und gehe dort dem Anwaltsberuf mit Schwerpunkt im
Verwaltungsrecht nach. Neben meinem Hobby Geschichte, sind und
waren SF und Fantasy meine große Leidenschaft. Ich bin Mitglied
des Münchner Fankreises „Die Phantasten“ und betätige mich auf
mehreren Literaturseiten als Autor und Rezensent."
Realisation Uwe Kullnick
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11.01.2026
13 Minuten
„Notre Dame“ Franz Schmidt – vorgestellt von Marcus
Weible und Evelyn Müller - Literatur wird Oper
Evelyn Müller und Marcus Weible stellen Werke aus
verschiedenen Literaturgattungen und ihre musikdramaturgische
Umsetzung in der Welt der Oper vor.
(Hördauer 13 Minuten)
"Ich hörte unlängst eine Oper hier, von einem bisher Unbekannten,
Franz Schmidt. Das Merkwürdige an der Oper von Schmidt, weshalb
ich hier davon spreche, war mir dies, dass ich beim ersten Hören
fast alles von dem (übrigens absurden) Text verstand, und doch
war es keine dünne melodramatische Musik - aber wenn die
Singstimme vorwiegen soll, so war alles andere so zurücktretend,
und - ich kann mir hier nicht helfen, ich hatte einen sehr
schönen Eindruck davon, trotzdem der Text, wie gesagt, albern
war." Hugo von Hoffmansthal in einem Brief vom 22.04.1914 an
Richard Strauss
Marcus Weible, geboren 1968 in München. Nach
Abitur und Bundeswehr habe ich Geschichte und
Rechtswissenschaften in Erlangen und Würzburg studiert. Ich war
15 Jahre als Rechtsanwalt und juristischer Repetitor bei Kern –
Nordbayern tätig. In dieser Zeit bereitete ich bundesweit
zahlreiche Studenten und Referendare auf das Erste und Zweite
Juristische Staatsexamen vor. Mittlerweile lebe ich in Regensburg
und gehe dort dem Anwaltsberuf mit Schwerpunkt im
Verwaltungsrecht nach. Neben meinem Hobby Geschichte, sind und
waren SF und Fantasy meine große Leidenschaft. Ich bin Mitglied
des Münchner Fankreises „Die Phantasten“ und betätige mich auf
mehreren Literaturseiten als Autor und Rezensent.”
Gabriele Leucht, geboren: 1981 in München,
Ausbildung: von den alten Sprachen bis zur Avocatessa der
Juristerei in Rosenheim, Birmingham, Maryland, Neapel, Straßburg
und München. Interessen: Kunst, je abstrakter desto lieber,
Literatur, besonders Romane und Dramen, Opern-Musik, fürs Herz
italienisch, für den Rest auch alles andere, Politik:
Grundgesetz-Fanatikerin, Antirassistin u.v.m., Sport: nicht ohne
meine Berge.
Evelyn Müller erblickte am 6.6.1976 im
oberpfälzischen Weiden das Licht der Welt. Sie ist seit vielen
Jahren in Regensburg als Anwältin mit Schwerpunkt im
Arbeitsrecht tätig. Seit jeher zieht es Evelyn in der
europäischen Süden: sie liebt römische Architektur, barocke
Kirchen und die Bauwerke der Renaissance. Als überzeugte
Anhängerin des "dolce far niente" schwärmt sie für italienische
Musik und Literatur. In ihrer Freizeit spielt Evelyn Tennis,
joggt und wandert leidenschaftlich gerne im Regensburger Umland
und in den Donau - Auen. Politisch: liberal mit klarem Bekenntnis
zur freiheitlich - demokratischen Grundordnung."
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Live Termine in Schwabing - Hörbahn on Stage
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11.01.2026
45 Minuten
Kath-Akademie AKTUELL: Karl Graf Spreti Symposium Teil 3
– "Das spätkoloniale Indien und die Entstehung von Bombays
Filmindustrie (1900-1950).", ein Vortrag von Dr. Harald
Fischer-Tiné
"Wenn Briefe Geschichte(n) erzählen", von Harald
Fischer-Tiné
(Hördauer ca. 46 Min.)
Auch Film ist Text. Seine narrative Organisation macht ihn zur
Literatur und verbindet den Film beispielsweise mit dem Roman und
dem Comic. Der Film teilt als Kunstwerk außerdem zahlreiche
Charakteristika mit anderen Texttypen. Das ist Grund genug, in
diesem dreifachen Podcast in Kooperation mit der Karl Graf Spreti
Stiftung in der Katholischen Akademie in Bayern auf das Jahr 1935
zu blicken, in dem sich Karl Graf Spreti aus seiner Heimat Bayern
auf den Weg nach Indien machte. Frisch aus dem Studium hatte er
das Angebot erhalten, als Filmarchitekt bei den Bombay Talkies
Studios zu arbeiten, die im Jahr zuvor von Himansu Rai, einem
frühen Star des indischen Films, gegründet worden waren und die
zum Vorläufer von „Bollywood“ wurden. Neben und mit Spreti
wirkten dort als Pioniere des frühen indischen Films der
Regisseur Franz Osten und der Kameramann Josef Wirsching. Während
Spreti 1938 nach Deutschland zurückkehrte, blieb Wirsching auf
dem Subkontinent und Osten kehrte immer wieder dorthin zurück.
Das achte Karl Graf Spreti Symposium beleuchtet ausgewählte
Aspekte ihres Schaffens und ihrer Bedeutung und ordnet diese in
einen übergeordneten (kultur-)historischen Kontext ein. Dabei ist
auch nach der Relevanz der Filmindustrie für die indische
Gesellschaft sowie nach Stereotypen über das Land im Deutschland
der 1920er und 1930er Jahre zu fragen. Diesen Part übernimmt Dr.
Georg Lechner, der einen Überblick über die historische
Entwicklung Indiens im 20. Jahrhundert gibt und ausführlich auf
den monumentalen Stummfilm "Das indische Grabmal" von Joe May,
sowie spätere Neuverfilmungen des Stoffs von Thea von Harbou,
u.a. "Der Tiger von Eschnapur", eingeht. PD Jörg Zedler stellt
den Bestand der Briefe Karl Graf von Spretis in den Mittelpunkt
seines Vortrags; Briefe, auf die er gleichwohl eher zufällig
stieß: Im Rahmen einer ganz anders gearteten Forschung, entdeckte
er im Staatsarchiv Pilsen rd. 100 Schreiben, die Spreti zwischen
1935 und 1938 an seine Eltern richtete, während er als
Filmarchitekt der Bombay Talkies Filmstudios in Indien weilte.
Prof. Harald Fischer-Tiné, Professor für Geschichte der modernen
Welt an der ETH Zürich, referiert zu den Themenbereichen
Politische und soziale Umwälzungen im spätkolonialen Indien und
die Entstehung von Bombays Filmindustrie (1900-1950).
Die Karl Graf Spreti Stiftung wurde 2008 mit dem Ziel
eingerichtet, die Außenbeziehungen Bayerns in wissenschaftlicher,
künstlerischer und kultureller Hinsicht zu fördern. Sie trägt den
Namen des deutschen Diplomaten bayerischer Herkunft, der in
Ausübung seines Amtes 1970 in Guatemala ermordet wurde.
Prof. Dr. Harald Fischer-Tiné habilitierte in
Heidelberg und war danach Professor of History an der Jacobs
University Bremen. Seit 2008 ist er Professor für Geschichte der
modernen Welt an der ETH Zürich.
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Katholische Akademie in Bayern
Kardinal Wendel Haus
Mandlstraße 23, 80802 München
Realisation Uwe Kullnick
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10.01.2026
23 Minuten
Warum Väter in ihrer Rolle immer noch ganz anders
netzwerken als Frauen – von Dirk Kaesler & Stefanie von
Wietersheim - Kolumne
(Hördauer ca. 23 Minuten)
Rätsel des Lebens. Wie, um Himmels willen, geschieht es, dass ein
Buch, ein Artikel, ein Aufsatz zu leben beginnt? Worte, die wir
geschrieben haben, trafen auf Menschen wie ein magischer
Bumerang, der eben diese Menschen zu uns zurückholt?
Es ist doch so: Wir schreiben ein Buch, einen Aufsatz, eine
Kolumne. Der Text wird „publiziert“, dem lesenden Publikum
ausgeliefert. Fremde und vertraute Menschen lesen jene Worte und
Sätze, die uns Autorin oder Autor in den Sinn kamen, als wir
geschrieben haben. Wir haben keine Kontrolle darüber, was unsere
Leserschaft mit unseren Gedanken, Einfällen und Formulierungen
anfängt. Meistens erfahren wir das nicht, manchmal aber doch.
Den Text der Kolumne finden Sie hier
Dirk Kaesler Prof. Dr., war nach seiner
Promotion und Habilitation an der Universität München von 1984
bis 1995 Professor für Allgemeine Soziologie an der Universität
Hamburg, von 1995 bis zu seiner Pensionierung 2009 an der
Universität Marburg. Er lebt inzwischen in Potsdam. Zu seinen
Forschungs- und Publikationsschwerpunkten gehören Wissenschafts-
und Religionssoziologie, Politische Soziologie, Geschichte und
Theorien der Soziologie, ihre Klassiker und Hauptwerke und dabei
vor allem Max Weber. Zu seinen letzten Buchveröffentlichungen
gehören die 2014 im Verlag C.H. Beck erschienene Biographie „Max
Weber. Preuße, Denker, Muttersohn“ und sein zusammen mit Stefanie
von Wietersheim 2021 im Verlag LiteraturWissenschaft
veröffentlichter Band "Schön deutsch. Eine
Entdeckungsreise".
2009 bis 2014 sind in "literaturkritik.de" regelmäßig seine
Glossen "Abstimmungen mit der Welt" erschienen.
Stefanie von Wietersheim ist Kulturjournalistin und Buchautorin.
Ihre Bildbände Frauen & ihre Refugien, Vom Glück mit Büchern
zu leben und Mütter & Töchter wurden zu Klassikern ihres
Genres. In ihrem Buch Grand Paris – Savoir-vivre für Insider und
solche, die es werden wollen schreibt sie über ihre Wahlheimat
Frankreich. Sie geht als Autorin der Frankfurter Allgemeinen
Sonntagszeitung im In- und Ausland auf Reportage. Zusammen mit
Dirk Kaesler veröffentlichte sie 2021 im Verlag
LiteraturWissenschaft.de Schön deutsch. Eine Entdeckungsreise.
Sprecher: Matthias Pöhlmann
Aufnahme, Schnitt und Realisation Uwe Kullnick
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09.01.2026
11 Minuten
C.Bertelsmann
Die Spur des Silbers – Wie die Jagd nach dem Edelmetall
unsere Welt verändert hat, von Tillmann Bendikowski
Auszug 01 (Einleitung)
(Hördauer 08 Minuten)
Literatur Radio Hörbahn stellt dieses Buch in der Serie „Ein Jahr
– ein Buch“ in besonderer Weise vor. Wir lesen 12 kleine Auszüge,
die Einblick in historische Hintergründe, erzählerische
Feinheiten und die besondere Atmosphäre des Textes geben. Monat
für Monat nähern wir uns so den Spuren, die das Silber – als
Rohstoff, Machtfaktor und Projektionsfläche – in Geschichte und
Gegenwart hinterlassen hat.
Unsere zwölf Sendungen werden das ganze Jahr hindurch jeweils an
einem festen Tag im Monat online gestellt. So entsteht ein
fortlaufender Hörfaden, dem man folgen kann wie einer
historischen Spur, die sich nach und nach entfaltet.
Es liest:Uwe Kullnick
Auszug 01
Es ist weich und wandelbar, ein sagenhaftes Element, über
Jahrhunderte brachte es Macht und Reichtum, aber auch Ausbeutung
und Elend: Silber hat die Welt verändert. Und es bewegt unsere
Welt bis heute, als Rohstoff und als Wertanlage. Tillmann
Bendikowski erzählt uns seine atemberaubende Geschichte.
In vielen Szenen beschreibt er die Jagd nach dem Edelmetall und
verfolgt die Spur des Silbers rund um die Welt: Von der
Ausbeutung der Silberminen durch die Spanier, den Silberflotten
und der Sklaverei, vom globalen Handel, der neben grenzenlosem
Profit auch Elend und Hunger mit sich brachte, über das
NS-Raubsilber bis zum Familiensilber unserer Zeit. Es sind
Geschichten von Königen und Sklaven, von Konquistadoren, Piraten
und Kaufleuten. Ohne die faszinierende Geschichte des Silbers ist
die Welt von heute nicht zu verstehen.
Dr. Tillmann Bendikowski, geb. 1965, ist
Journalist und promovierter Historiker. Als Gründer und Leiter
der Medienagentur Geschichte in Hamburg schreibt er Beiträge für
Printmedien und Hörfunk und betreut die wissenschaftliche
Realisierung von Forschungsprojekten und historischen
Ausstellungen. Seit 2020 ist er als Kommentator im NDR Fernsehen
zu sehen, wo er in der Reihe »DAS! historisch« Geschichte zum
Sprechen bringt, und zudem regelmäßiger Gesprächspartner bei
Spiegel TV. Bei C.Bertelsmann erschienen »Ein Jahr im
Mittelalter« (2019), »1870/71: Der Mythos von der deutschen
Einheit« (2020), der Bestseller »Hitlerwetter. Das ganz normale
Leben in der Diktatur: Die Deutschen und das Dritte Reich
1938/39« (2022) und zuletzt »Himmel Hilf. Warum wir Halt in
übernatürlichen Kräften suchen: Aberglaube und magisches Denken
vom Mittelalter bis heute« (2023).
Schnitt, Technik und Realisation Uwe Kullnick
Es gibt Literatur Radio Hörbahn seit März 2015. Unser Programm
beinhaltet Lyrik, Prosa, Drama, Literaturkritik, Lyrik für
Kinder, Interviews, Rezensionen, Essays, Kurzgeschichten,
Aufnahmen von Lesungen, Reportagen, Vorträge, Tagungen,
historische Themen, eigene Produktionen und vieles mehr.
Unsere Programme laufen völlig unabhängig, ohne Werbung,
ohne finanzielles Sponsorship und nur mit Hilfe ehrenamtlicher
Tätigkeiten und Kooperationen ohne finanziellen
Hintergrund.
Unsere Beiträge finden Sie auf unserer Seite und überall, wo es
Podcasts gibt.
Medienpartnerschaften: Literaturportal
Bayern, Bayerische Staatsbibliothek, Internationale
Jugendbibliothek, Literaturkritik.de (Universität Marburg),
Literaturkritik.at, Literatur und Kritik, Institut für
Literaturgeschichte (Uni Augsburg), Münchner
Stadtbibliothek, Bayerische Volksstiftung, Bayerische Einigung,
Amerikahaus München, Seidelvilla München, Bayernspiegel,
Literaturschloss Edelstetten, L.I.S.A Wissenschaftsportal,
C.H.Beck, dtv und andere Verlage …
Wenn dir die Sendung gefallen hat, hör doch mal
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Hörbahn - Podcast für Indie- und Substream-Literature
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