Podcaster
Episoden
15.01.2026
26 Minuten
C.Bertelsmann
Monsieur Orient-Express –Wie es Georges Nagelmackers
gelang, Welten zu verbinden von Gerhard J. Rekel
Auszug 01
(Hördauer 26 Minuten)
Literatur Radio Hörbahn stellt „Monsieur Orientexpress“ in der
Serie „Ein Jahr – ein Buch“ auf besondere Weise vor. Aus 12
markanten Auszügen entsteht ein Panorama aus Geschichte, Mythos
und persönlicher Perspektive rund um den legendären Zug und
seinen Schöpfer. Die Ausschnitte führen in Figuren, Schauplätze
und Stimmungen ein und lassen die Faszination Orientexpress
akustisch aufleben.
Jeden Monat wird eine neue Folge am vereinbarten Sendetermin
online gestellt. So entwickelt sich über das Jahr hinweg eine
fortlaufende Erzählung, bei der jede Station ein neues Fenster in
das Universum von „Monsieur Orientexpress“ öffnet.
Es liest:Gerhard J. Rekel
Auszug 01
Agatha Christie, Graham Greene und Hollywood machten ihn zum
Mythos. Bis heute beflügelt der "König der Züge" die Sehnsucht
nach Abenteuern und romantischen Erlebnissen. Doch was ist seine
Geschichte, welche Vision steckte dahinter ?
Der Mann, der den Orient-Express und über 180 weitere
Nachtzugverbindungen durch ganz Europa auf die Gleise stellte,
ist Georges Nagelmackers (1845–1905). Das Ringen um seinen Traum
entwickelte sich zu einem dramatischen Auf und Ab zwischen
Hoffnung und Verzweiflung, Scheitern und Triumph, erlittenem
Spott und großer Verehrung.
Georges Nagelmackers' Lebenswerk ist ein Plädoyer für die
hartnäckige Verfolgung einer Vision, das raffinierte Spiel über
die Bande und den Glauben an den Umweg : geografisch, politisch
und menschlich.
Gerhard J. Rekel wurde 1965 in Graz geboren. Er
absolvierte die Filmakademie Wien, für die Komödie „Trauma“
erhielt er eine British Academy Nomination, eine
Biennale-Einladung sowie den Japanischen Drehbuchpreis. Er
verfasste mehrere Drehbücher für den „Tatort“ und realisierte als
Regisseur Wissenschaftsdokumentationen für ARTE, ZDF und andere
Sender. Rekel hat mehrere Romane veröffentlicht, u. a. „Der Duft
des Kaffees“. Das zuletzt bei K&S erschienene Buch „Monsieur
Orient-Express“ erhielt den ITB-BookAward 2023 des Deutschen
Buch-Börsenvereins und wurde ins Englische, Französische und
Niederländische übersetzt.
Schnitt, Technik und Realisation Uwe Kullnick
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13.01.2026
1 Stunde 19 Minuten
"Was danach kommt – Uwe Kullnick spricht mit Anika Suck –
Hörbahn on Stage
Lesung (Hördauer ca. 21 Minuten) und Gespräch (Hördauer ca. 58
Minuten)
Karmen passiert das Unverzeihliche: Sie verursacht einen
Verkehrsunfall mit tragischem Ausgang. Es sind nur ein paar
Sekunden, die Karmens Leben in seinen Grundfesten erschüttern.
Denn im darauffolgenden Prozess muss sie sich einer Schuld
stellen, die sie nicht erst seit dem Unfall mit sich herumträgt.
Von der Presse Kindsmörderin getauft und von der
Empörungsgesellschaft (vor-)verurteilt, wird sie auch von ihrem
sozialen Netz fallen gelassen. An den Rand ihrer Existenz
getrieben, begegnet sie ihrem ersten Fehltritt wieder und das Lot
verschiebt sich. Am Ende muss Karmen selbst entscheiden, ob sie
schuldig ist oder nicht.
In direkter wie einfühlsamer Sprache zeichnet Anika Suck das
Innenleben einer Protagonistin nach, die den Albtraum durchlebt
und dabei doch stets ironisch distanziert scheint. Ein
eindringliches Debüt über den unbarmherzigen Zufall, die mediale
Inszenierung eines Schicksals und das Weitermachen.
Anika Suck ist 1997 in Wien geboren und in
Niederösterreich aufgewachsen. Sie hat Journalismus und
Germanistik in Wien studiert und war als freie Journalistin,
Texterin, Poetin und Veranstalterin tätig. Ihr erster Prosatext
erschien 2021 im Kunstmagazin UND. "Was danach kommt" ist ihr
erster Roman.
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Kommen Sie doch auch einfach mal zu unseren Live-Aufzeichnungen
nach Schwabing
Cut und Technische Bearbeitung Jupp Stepprath,
Moderation, Redaktion und Realisation Uwe Kullnick
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12.01.2026
13 Minuten
SF & more: Vergessene Autoren, verschollene Schätze -
Simulacron-3
Andreas Riehn und Marcus Weible erinnern an den Roman
Simulacron-3 von Daniel F. Galouye.
In einer nicht allzu fernen Zukunft wird jedes Produkt, bevor es
in Serienproduktion geht, ausgiebig auf seine Marktakzeptanz hin
getestet. Die Firma TEAG konstruiert zu diesem Zweck einen
gigantischen Computer, der eine nahezu perfekte elektronische
Simulation der wirklichen Welt ermöglicht, mit all ihren
komplizierten Interaktionen. Bevölkert wird sie von mehreren
tausend individuell entwickelten elektronischen Kunden, die in
der Illusion existieren, sich in der richtigen Welt zu
bewegen.
Douglas Hall, Direktor der TEAG, kommt eines Tages auf den
Gedanken, daß auch seine Wirklichkeit nichts anderes sein könnte
als eine Simulation. Er beginnt, seine direkte Umwelt in Frage zu
stellen und sucht nach unwiderlegbaren Beweisen für die reale
Existenz seiner selbst. Je intensiver er seine Suche betreibt, um
so merkwürdigere Erfahrungen macht. Daniel F.
Galouye (1920 – 1976) war ein US-amerikanischer
Journalist und Schriftsteller. Mit "Simulacron-3" (1964) schuf er
einen Meilenstein des Science Fiction-Genres, der zweimal
verfilmt wurde: 1973 von Rainer Werner Fassbinder unter dem
Titel "Welt am Draht" und 1999 von Roland Emmerich unter dem
Titel "The 13th Floor".
Andreas Riehn, geboren 1964 in Hemmoor
(Niedersachsen). Nach Abitur und Wehrdienst studierte ich
Amerikanistik (Amerikanische Literatur- und Kulturgeschichte)
sowie Rechtswissenschaften in Augsburg, München und Salzburg.
Noch während meines Studiums gründete ich das erste rein
webbasierte Repetitorium ("Jus2Click") zur Vorbereitung auf die
Erste Juristische Staatsprüfung. Ich habe als Lektor für
elektronisches Publizieren im Verlag C.H. Beck und als
Marketingmanager für die internationale Wirtschaftskanzlei
Linklaters LLP gearbeitet. Als Rechtsanwalt habe ich im IT-Recht
und im Datenschutz beraten. Seit April 2019 bin ich als Legal
Consultant Datenschutz für die Firma Dataguard.de tätig. Ich bin
Vater von zwei erwachsenen Söhnen. Als Autor bin ich Mitglied der
Gruppe Kaliber.
Marcus Weible, geboren 1968 in München. Nach
Abitur und Bundeswehr habe ich Geschichte und
Rechtswissenschaften in Erlangen und Würzburg studiert. Ich war
15 Jahre als Rechtsanwalt und juristischer Repetitor bei Kern -
Nordbayern tätig. In dieser Zeit bereitete ich bundesweit
zahlreiche Studenten und Referendare auf das Erste und Zweite
Juristische Staatsexamen vor. Mittlerweile lebe ich in Regensburg
und gehe dort dem Anwaltsberuf mit Schwerpunkt im
Verwaltungsrecht nach. Neben meinem Hobby Geschichte, sind und
waren SF und Fantasy meine große Leidenschaft. Ich bin Mitglied
des Münchner Fankreises „Die Phantasten“ und betätige mich auf
mehreren Literaturseiten als Autor und Rezensent."
Realisation Uwe Kullnick
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11.01.2026
13 Minuten
„Notre Dame“ Franz Schmidt – vorgestellt von Marcus
Weible und Evelyn Müller - Literatur wird Oper
Evelyn Müller und Marcus Weible stellen Werke aus
verschiedenen Literaturgattungen und ihre musikdramaturgische
Umsetzung in der Welt der Oper vor.
(Hördauer 13 Minuten)
"Ich hörte unlängst eine Oper hier, von einem bisher Unbekannten,
Franz Schmidt. Das Merkwürdige an der Oper von Schmidt, weshalb
ich hier davon spreche, war mir dies, dass ich beim ersten Hören
fast alles von dem (übrigens absurden) Text verstand, und doch
war es keine dünne melodramatische Musik - aber wenn die
Singstimme vorwiegen soll, so war alles andere so zurücktretend,
und - ich kann mir hier nicht helfen, ich hatte einen sehr
schönen Eindruck davon, trotzdem der Text, wie gesagt, albern
war." Hugo von Hoffmansthal in einem Brief vom 22.04.1914 an
Richard Strauss
Marcus Weible, geboren 1968 in München. Nach
Abitur und Bundeswehr habe ich Geschichte und
Rechtswissenschaften in Erlangen und Würzburg studiert. Ich war
15 Jahre als Rechtsanwalt und juristischer Repetitor bei Kern –
Nordbayern tätig. In dieser Zeit bereitete ich bundesweit
zahlreiche Studenten und Referendare auf das Erste und Zweite
Juristische Staatsexamen vor. Mittlerweile lebe ich in Regensburg
und gehe dort dem Anwaltsberuf mit Schwerpunkt im
Verwaltungsrecht nach. Neben meinem Hobby Geschichte, sind und
waren SF und Fantasy meine große Leidenschaft. Ich bin Mitglied
des Münchner Fankreises „Die Phantasten“ und betätige mich auf
mehreren Literaturseiten als Autor und Rezensent.”
Gabriele Leucht, geboren: 1981 in München,
Ausbildung: von den alten Sprachen bis zur Avocatessa der
Juristerei in Rosenheim, Birmingham, Maryland, Neapel, Straßburg
und München. Interessen: Kunst, je abstrakter desto lieber,
Literatur, besonders Romane und Dramen, Opern-Musik, fürs Herz
italienisch, für den Rest auch alles andere, Politik:
Grundgesetz-Fanatikerin, Antirassistin u.v.m., Sport: nicht ohne
meine Berge.
Evelyn Müller erblickte am 6.6.1976 im
oberpfälzischen Weiden das Licht der Welt. Sie ist seit vielen
Jahren in Regensburg als Anwältin mit Schwerpunkt im
Arbeitsrecht tätig. Seit jeher zieht es Evelyn in der
europäischen Süden: sie liebt römische Architektur, barocke
Kirchen und die Bauwerke der Renaissance. Als überzeugte
Anhängerin des "dolce far niente" schwärmt sie für italienische
Musik und Literatur. In ihrer Freizeit spielt Evelyn Tennis,
joggt und wandert leidenschaftlich gerne im Regensburger Umland
und in den Donau - Auen. Politisch: liberal mit klarem Bekenntnis
zur freiheitlich - demokratischen Grundordnung."
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Live Termine in Schwabing - Hörbahn on Stage
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11.01.2026
45 Minuten
Kath-Akademie AKTUELL: Karl Graf Spreti Symposium Teil 3
– "Das spätkoloniale Indien und die Entstehung von Bombays
Filmindustrie (1900-1950).", ein Vortrag von Dr. Harald
Fischer-Tiné
"Wenn Briefe Geschichte(n) erzählen", von Harald
Fischer-Tiné
(Hördauer ca. 46 Min.)
Auch Film ist Text. Seine narrative Organisation macht ihn zur
Literatur und verbindet den Film beispielsweise mit dem Roman und
dem Comic. Der Film teilt als Kunstwerk außerdem zahlreiche
Charakteristika mit anderen Texttypen. Das ist Grund genug, in
diesem dreifachen Podcast in Kooperation mit der Karl Graf Spreti
Stiftung in der Katholischen Akademie in Bayern auf das Jahr 1935
zu blicken, in dem sich Karl Graf Spreti aus seiner Heimat Bayern
auf den Weg nach Indien machte. Frisch aus dem Studium hatte er
das Angebot erhalten, als Filmarchitekt bei den Bombay Talkies
Studios zu arbeiten, die im Jahr zuvor von Himansu Rai, einem
frühen Star des indischen Films, gegründet worden waren und die
zum Vorläufer von „Bollywood“ wurden. Neben und mit Spreti
wirkten dort als Pioniere des frühen indischen Films der
Regisseur Franz Osten und der Kameramann Josef Wirsching. Während
Spreti 1938 nach Deutschland zurückkehrte, blieb Wirsching auf
dem Subkontinent und Osten kehrte immer wieder dorthin zurück.
Das achte Karl Graf Spreti Symposium beleuchtet ausgewählte
Aspekte ihres Schaffens und ihrer Bedeutung und ordnet diese in
einen übergeordneten (kultur-)historischen Kontext ein. Dabei ist
auch nach der Relevanz der Filmindustrie für die indische
Gesellschaft sowie nach Stereotypen über das Land im Deutschland
der 1920er und 1930er Jahre zu fragen. Diesen Part übernimmt Dr.
Georg Lechner, der einen Überblick über die historische
Entwicklung Indiens im 20. Jahrhundert gibt und ausführlich auf
den monumentalen Stummfilm "Das indische Grabmal" von Joe May,
sowie spätere Neuverfilmungen des Stoffs von Thea von Harbou,
u.a. "Der Tiger von Eschnapur", eingeht. PD Jörg Zedler stellt
den Bestand der Briefe Karl Graf von Spretis in den Mittelpunkt
seines Vortrags; Briefe, auf die er gleichwohl eher zufällig
stieß: Im Rahmen einer ganz anders gearteten Forschung, entdeckte
er im Staatsarchiv Pilsen rd. 100 Schreiben, die Spreti zwischen
1935 und 1938 an seine Eltern richtete, während er als
Filmarchitekt der Bombay Talkies Filmstudios in Indien weilte.
Prof. Harald Fischer-Tiné, Professor für Geschichte der modernen
Welt an der ETH Zürich, referiert zu den Themenbereichen
Politische und soziale Umwälzungen im spätkolonialen Indien und
die Entstehung von Bombays Filmindustrie (1900-1950).
Die Karl Graf Spreti Stiftung wurde 2008 mit dem Ziel
eingerichtet, die Außenbeziehungen Bayerns in wissenschaftlicher,
künstlerischer und kultureller Hinsicht zu fördern. Sie trägt den
Namen des deutschen Diplomaten bayerischer Herkunft, der in
Ausübung seines Amtes 1970 in Guatemala ermordet wurde.
Prof. Dr. Harald Fischer-Tiné habilitierte in
Heidelberg und war danach Professor of History an der Jacobs
University Bremen. Seit 2008 ist er Professor für Geschichte der
modernen Welt an der ETH Zürich.
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Katholische Akademie in Bayern
Kardinal Wendel Haus
Mandlstraße 23, 80802 München
Realisation Uwe Kullnick
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Über diesen Podcast
Hörbahn - Podcast für Indie- und Substream-Literature
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