Podcaster
Episoden
27.02.2026
6 Minuten
Frau Goethe liest (FGL) - "In den Scherben das Licht" von
Carmen Korn – Rezension
(Hördauer ca. 7 Minuten)
Der Roman "In den Scherben das Licht" von Carmen Korn beginnt im
Jahr 1946. Nach dem zweiten Weltkrieg liegt die Stadt in
Trümmern. Viele Menschen haben ihre Bleibe verloren und suchen in
den Überresten der Mauern Schutz. Die vierzehnjährige Gisela hat
im Bombenhagel ihre Mutter und ihre Schwester verloren. Als sie
einen Keller entdeckt, hofft sie auf ein sicheres Zuhause. Der
Keller ist jedoch schon bewohnt.
Eine Rezension von Heike Stepprath.
Sprecherin Heike Stepprath
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Schnitt: Jupp Stepprath, Realisation: Uwe
Kullnick
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26.02.2026
41 Minuten
Kath-Akademie AKTUELL: Der „deutsche Wald“ als Denkmuster
und Weltanschauung
Dr. Johannes Zechner (Hördauer ca. 41 Min.)
Bei der Tagung Waldperspektiven nahm Johannes Zechner u.a. Joseph
von Eichendorff und die Brüder Grimm in den Blick. Neben den
textlichen Anpassungen von Wilhelm Grimm untersuchte er
Begrifflichkeiten wie „Waldeinsamkeit“ und „Waldsterben“ und geht
auch auf die „nationalsozialistischen Wälder“ ein sowie auf
Propagandaschriften Alfred Rosenbergs.
Dr. Johannes Zechner ist Historiker und wirkt
als Ausstellungkurator in Hamburg / Berlin
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Hörbahn on Stage - Literatur live in
Schwabing - besuchen Sie uns!
Katholische Akademie in Bayern
Kardinal Wendel Haus
Mandlstraße 23, 80802 München
Realisation Uwe Kullnick
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24.02.2026
1 Stunde 39 Minuten
"Der deutsche Tycoon" - Uwe Kullnick spricht mit Christof
Weigold - Hörbahn on Stage
(Hördauer ca. 36 min Lesung, Hördauer ca. 70 Gespräch)
Privatdetektiv Hardy Engel würde für seine Freunde alles tun. Als
einer von ihnen stirbt, verbeißt er sich in einen Mordfall, der
bald schon legendär wird.
Als Hardy Engel 1920 nach Amerika einwanderte, bekam er dabei
entscheidende Hilfe von seinem Landsmann Paul Levy, den er danach
aus den Augen verlor. 1932 trifft Engel, inzwischen
Privatdetektiv, ihn wieder. Levy ist unter dem Namen Paul Bern zu
einem mächtigen Filmproduzenten von Metro-Goldwyn-Mayer geworden
– und Ehemann von Hollywood-Superstar Jean Harlow. Mitten in der
Weltwirtschaftskrise scheint es, als sei das Wiedersehen ein
Glücksfall für den arbeitslosen Detektiv, der von Paul einen
lukrativen Auftrag bekommt. Und auch für seinen Freund, den
Barbesitzer Buck, der massive Schulden bei der Mafia hat. Doch
dann liegt Paul ermordet in seiner Villa, und Hardy wird in einen
Fall hineingezogen, der ihn fordert wie noch keiner zuvor und der
alte Freundschaften infrage stellt. ...
Christof Weigold, 1966 in Mannheim geboren,
schrieb Theaterstücke, war fester Autor der Harald-Schmidt-Show
und arbeitet heute als freier Drehbuchautor für Film und
Fernsehen. 2018 erschien der erste Band der Reihe um den
deutschen Privatermittler Hardy Engel, Der Mann, der nicht
mitspielt. Weigold gewann damit den Preis des Mordsharz-Festivals
für das beste deutschsprachige Debüt und war für den
Glauser-Preis nominiert. Es folgten drei weitere Teile: Der
blutrote Teppich, Die letzte Geliebte und Der böse Vater. In Das
brennende Gewissen ermittelt zum ersten Mal der Fallanalytiker
Felix Petry, der wie Christof Weigold in München lebt.
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nach Schwabing
Technik: Jupp Stepprath, Redaktion und Realisation Uwe
Kullnick
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23.02.2026
58 Minuten
"Der eine empfiehlt Korinthenbrot, der andere
wurmstichige Bärentatzen" – Über Störungen des Essens bei Thomas
Mann und Karl May
Aus dem Jahrbuch der Karl-May-Gesellschaft
2025
Lesung (Hördauer ca. 58 min)
DAS FÜNFUNDFÜNFZIGSTE JAHRBUCH ist in der langen Geschichte der
Karl-May-Gesellschaft das erste, für das der im Februar 2025
verstorbene Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Claus Roxin nicht mehr als
Mitherausgeber fungiert. Das Jahrbuch ist daher dem
verdienstvollen langjährigen Vorsitzenden und späteren
Ehrenvorsitzenden der KMG gewidmet. Die hier versammelten
Beiträge zeigen ein weiteres Mal eindrücklich, dass nicht nur die
Forschung zu Karl May weiterhin neue Erkenntnisse bringt, sondern
dass auch die Grundlagenforschung noch nicht abgeschlossen ist.
Martin Lowsky präsentiert erstmals eine vollständige deutsche
Übersetzung der Briefe der französischen Übersetzerin Juliette
Charoy an Karl May, und Joachim Biermann kommt zu neuen
Ergebnissen bei der Suche nach Mays Vorlagen zu seiner
Bearbeitung des ›Waldläufers‹ von Gabriel Ferry. Die Untersuchung
von Spannung und Retardierung in Mays Werk durch Michael
Andermatt zeigt, dass deren Verwendung auch in Abenteuerromanen
keineswegs trivial ist. Helmut Schmiedt und
Hartmut Vollmer gehen in ihren Aufsätzen Verbindungen
zwischen Karl May und Thomas Mann bzw. Friedrich
Schiller nach und verdeutlichen, dass die Grenze zwischen Hoch-
und Trivialliteratur eine künstliche ist.
Vier Beiträge widmen sich der Figurenebene. Laura Thüring
analysiert in ihrem Beitrag die Figurenkonstitution des Westmanns
Sam Hawkens, und Theresa Homm untersucht vergleichend
Figurenkonstellationen bei Karl May und James Fenimore Cooper.
Zwei Beiträge befassen sich mit der Figur Quimbo: Stefan Schmatz
betrachtet Mays Quimbo vor dem Hintergrund der gleichnamigen
Figur in Harriet Beecher Stowes ›Onkel Toms Hütte‹, während Rudi
Schweikert der Namensherkunft nachgeht und davon ausgehend
narrative Elemente in Mays Werk erörtert.
Der weiterhin aktuellen postkolonialen Debatte widmet sich Malte
Ristau mit Überlegungen zu Mays kolonialem Mindset, und Florian
Schleburg stellt zwei Eingaben aus dem Jahr 1957 an den US-Senat
vor, die sich für die indigene Bevölkerung stark machen und
deutlich von der Lektüre Karl Mays inspiriert sind.
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Helmut Schmiedt lehrte als Professor für
Germanistik an der Universität Koblenz-Landau. Leben und Werk
Karl Mays bilden einen seiner Forschungsschwerpunkte. Er ist
stellvertretender Vorsitzender der Kölner Goethe-Gesellschaft,
einer regionalen Unterabteilung der in Weimar ansässigen
zentralen Goethe-Gesellschaft.
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Redaktion und Realisation Uwe Kullnick
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22.02.2026
1 Stunde 16 Minuten
"Im Duft der Maronen: Die Chronik eines Sterbens" von
Dieter R. Fuchs - eine Rezension von Uwe Kullnick
Hördauer Rezension ca. 6 min, Gespräch ca. 72 Minuten
"Im Duft der Maronen": Die Chronik eines Sterbens –
Dieter R. Fuchs im Gespräch mit Uwe Kullnick
Der Autor inszeniert in diesem Roman das Kopfkino eines greisen
Mannes an den letzten Tagen vor dessen Tod im Hospiz. Nicht als
Tragödie, sondern wie ein dokumentarisches Schauspiel voller
bewegender Rückblicke und großer Gefühle. Es ergibt sich
schlaglichthaft ein authentisches Gesamtbild dieses Menschen, das
von der absoluten Endphase des Lebens aus rückwärts wie ein
Mosaik aus prägenden Erlebnissen zusammengefügt wird. Die
Leser*innen begleiten ein würdevolles Abschiednehmen, wie man es
sich im Sterbebett wünschen möchte. Eine Mut machende Geschichte,
die tief hinein in ein Thema führt, das in unserer Gesellschaft
oft als Tabu behandelt wird.
Zu Beginn wird die Krankengeschichte des sterbenden Protagonisten
skizziert und man erlebt in der Onkologie dessen Einsicht in den
nahenden Tod mit. Mit der Einweisung in eine geriatrische Klinik
und anschließend in ein Hospiz nimmt die Haupthandlung ihren
Lauf. Die LeserInnen erleben über den Zeitraum von wenigen Wochen
die körperlichen, neuronalen und psychischen Veränderungen mit,
bis zu seinen Empfindungen beim Schwinden der mentalen
Fähigkeiten. Am Ende steht sein realistisch dargestellter Tod.
Dr. Dieter R. Fuchs, Jahrgang 1952, recherchiert
und schreibt mit der gleichen Leidenschaft, mit der er vier
Jahrzehnte lang als Naturwissenschaftler und Forschungs-Manager
tätig war. Bei seiner Arbeit in Materialentwicklung,
Umweltforschung und Kulturgüterschutz faszinierten ihn vor allem
internationale Erfahrungen. Er wirkte an Expeditionen im Iran
mit, lebte lange im Jemen sowie in Dubai und bereiste beruflich
wie privat die ganze Welt. Die Begegnung mit Menschen
unterschiedlichster kultureller Hintergründe bedeutet für ihn
echte Bereicherung. Als Präsident des unter der Schirmherrschaft
der Vereinten Nationen gegründeten Weltdachverbandes der
Angewandten Forschung WAITRO engagierte er sich ehrenamtlich für
mehr Miteinander zwischen Industrie- und Entwicklungsländern.
Seit Eintritt in den Ruhestand widmet er sich dem Schreiben von
Romanen. Hierbei spielte anfangs seine private Leidenschaft für
asiatische Kunst eine besondere Rolle, vor allem Netsuke genannte
japanische Schnitzereien sowie chinesische Toggles und Amulette.
Seine mystischen Geschichten um diese kleinen Objekte laden den
Leser auf Reisen in fremde Sphären und Zeiten ein. Bei solchen
Grenzwanderungen treten fantastische Zusammenhänge hervor, die
historisches, natur- und kunstwissenschaftliches Wissen
vermitteln und darüber hinaus auf unterhaltsame Weise die
Fantasie anregen. In späteren Jahren wechselte er zu anderen,
existenzielleren Genres und Themen.
Beim Fabulus-Verlag erschien im September 2015 der Debut-Roman
"Der Tanz der Häsin". Im Schwarzer-Drachen-Verlag dann im August
2017 sein historischer Roman über Japan "Hannya - im Bann der
Dämonin". In 2018 folgte der Urban Fantasy Thriller "Zhulong -
ein Drache erwacht". Drei Bände der Trilogie "Der Masanao-Adler"
liegen als Manuskript vor, der erste Band erschien 2020 beim
Karina Verlag. Im Oktober 2025 erschien beim Tredition Verlag
sein Entwicklungsroman „Im Duft der Maronen - Die Chronik eines
Sterbens“ in dem er das gesellschaftlich oft tabuisierte eigene
Sterben ins Zentrum seiner Erzählung setzt. Außerdem erschienen
über 30 Kurzgeschichten und Gedichte von ihm in verschiedenen
Anthologien und Literatur-Journalen.
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Redaktion, Realisation, Vertonung Uwe Kullnick
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Über diesen Podcast
Hörbahn - Podcast für Indie- und Substream-Literature
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