Ich nehme es heute als Gegenwart
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Beschreibung
vor 2 Jahren
Ich sitze im Ostergottesdienst und wünsche mir so sehr, dass ein
Wort von Jesus mich berührt, mich trifft. Ich wünsche mir, dass
ich dem Auferstandenen begegne und ich in sein neues Leben mit
hineingezogen werde.
Ich höre das 15. Kapitel des ersten Korintherbriefes, das ist der
Predigttext :“Dass Christus gestorben ist für unsere Sünden nach
der Schrift, dass er begraben wurde, dass er am dritten
Tage auferstanden ist nach der Schrift, und dass er gesehen wurde
von Kephas, danach von den Zwölfen, danach von 500 auf einmal,
von denen die meisten noch leben, aber einige sind entschlafen…“.
Einige sind gestorben und das hat die Korinther irritiert.
Das Problem in Korinth- wie auch bei uns heute ist, dass die
Menschen sterben, dass wir oft durch großen Schmerz und durch
großes Leid gehen, dass das Sterben scheinbar alles
infragestellt. In Korinth sagten dann manche, es gäbe keine
Auferstehung von den Toten. Paulus antwortet darauf: Wenn ihr
sagt, dass es keine Auferstehung gibt, dann ist euer Glaube
nichtig. Paulus ist ganz klar, es ist eine existentielle Frage.
Ich höre sehr aufmerksam zu und merke, dass diese Fragen mich
schon immer sehr stark bewegen. Die Vergänglichkeit und
Endlichkeit unseres Lebens stellte und stellt für mich die
wichtigste, die brennendste Frage dar. Und ich erinnere
mich, dass der entscheidende Satz am Anfang meines Lebens als
Christ der Satz Jesu war: „Wer an mich glaubt, der HAT das ewige
Leben“. Nicht, der wird es haben. Sondern: der hat das ewige
Leben. Das Leben mit Christus ist hier und heute ewiges Leben.
Und dann höre ich, dass die Tatsache der Auferstehung auch für
die Menschen des Alten Testamentes gilt, dass es für Mose zum
Beispiel gilt. Dass nur wir in der Kategorie der Zeit leben. Gott
ist ewig, bei ihm gibt es kein vorher und nachher. Was war, gilt
auch jetzt und bleibt wirksam für alle Zeit.
Das wichtige Wort für mich ist das Wort“ Vergegenwärtigung“. Ich
nehme es jetzt heute für mich als Gegenwart, dass Jesus Christus
den Tod besiegt hat, dass er alle Schlüssel hat, dass er für mich
aufgeschlossen hat.
Ich merke, dass die Stelle, die mir am Schwersten geht,
gleichzeitig auch die Stelle ist, an der ich für Gottes Berührung
am empfänglichsten bin. Und ich spüre jetzt: Die Osterfreude ist
da! Der Herr ist auferstanden!
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