Luthers Morgensegen

Luthers Morgensegen

Stufen.aufs.Ohr - jede Woche 3 gute Minuten
3 Minuten

Beschreibung

vor 2 Jahren

Jeden Morgen beginne ich mit Luthers Morgensegen:


Ich danke dir, mein himmlischer Vater,
durch Jesus Christus, deinen lieben Sohn,
dass du mich diese Nacht
vor allem Schaden und Gefahr behütet hast,
und bitte dich,
du wollest mich diesen Tag auch behüten
vor Sünden und allem Übel,
dass dir all mein Tun und Leben gefalle.
Denn ich befehle mich, meinen Leib und Seele
und alles in deine Hände.
Dein heiliger Engel sei mit mir,
dass der böse Feind keine Macht an mir finde.


Kurz und kräftig und konzentriert ist dieses Morgengebet. Es ist
angestoßen von der siebten Bitte im Vaterunser, wie Jesus es uns
vorgesagt hat. Da heißt es: „…sondern erlöse uns von dem
Bösen“. In Luthers Morgensegen ist das Böse vielfältig
angesprochen.


Zuerst im Danken dafür, dass Gott uns in der
vergangenen Nacht vor allem Schaden und aller Gefahr bewahrt
hat. Leben ist immer gefährdet. Leben ist verletzlich.
Am Morgen fröhlich aufstehen, ist nicht selbstverständlich. Darum
danke ich jeden Morgen, dass Gott mich in der vergangenen Nacht
behütet hat.


Auf das Danken folgt das Bitten. Ebenfalls gegen die
Macht des Bösen befehle ich mich dem himmlischen Vater an.
„Er wolle mich behüten vor Sünden und allem
Übel.“ Also vor dem abgründigen Bösen, dass ich
vergesse, dass Gott ein liebender Vater ist und sich um seine
Kinder sorgt. Die Sorge soll mich nicht bestimmen und entmutigen.
Aber ich bitte auch um Bewahrung vor allem Übel, vor allem, was
mich an Zerstörerischem umgibt.


Auf Danken und Bitten folgt die tägliche
Lebenshingabe an den Vater im Himmel im Namen Jesu:
„Denn ich befehle mich, meinen Leib und Seele und alles
in deine Hände.“
Jetzt wird das Böse personifiziert. Der böse Feind, der die
Absicht hat, Gottes gute Werke zu zerstören, der soll in mir
keinen Komplizen finden. Der soll mich nicht in den Griff
bekommen. Der soll kein Misstrauen gegen die Liebe Gottes säen.
Der böse Feind soll nicht mein Denken, Reden und Handeln
bestimmen. Nicht Zwietracht in mein Herz einpflanzen.
Dazu brauche ich aber die Kraft von oben, den Schutz des Himmels.
Mit Martin Luther bete ich: „Dein heiliger Engel sei mit
mir.“


Kurz und kräftig und konzentriert ist Luthers Morgensegen. Ihn
auswendig lernen, lohnt sich, und ihn zu verinnerlichen. Dann
kann es in mir beten, wenn mir eigene Worte fehlen.

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