Beladen mit Proviant für die Reise

Beladen mit Proviant für die Reise

3 Minuten

Beschreibung

vor 2 Jahren

Vor mir steht eine Frau, der ich gerne ein Segenswort zusprechen
möchte. Mein Kopf ist leer, ich weiß nicht, welches Wort es sein
könnte. Da sehe ich es plötzlich:


Ein Lasttier kniet sich nieder, um beladen, ausgerüstet zu werden
mit dem Nötigen für die anstrengende Reise. „Barakh“,
niederknieen, dieses Bild aus dem Nomadenleben wurde zum
hebräischen Begriff für Segen. Das finde ich so gut und passend.
Das ist es doch, was wir so dringend brauchen. Ausrüstung für
unsere Lebensreise. Das ist es, was beim Segnen geschieht, wir
werden ausgerüstet mit dem lebensnotwendigen für die Reise – auch
durch die Wüste.


Das Griechische und Lateinische kennen andere Worte für Segen.
Neben dem griechischen „eulogein, das gute Wort sagen“  (und
dessen direkter lateinischen Übersetzung „benedicere – Gutes
sagen“)  vor allem das lateinische „Signare – jemanden unter
das Kreuzzeichen stellen, mit dem Kreuz gezeichnet zu werden“.


Es ist eine große Sehnsucht in uns, beim Namen genannt zu werden,
angesehen, berührt, gesegnet  zu werden.  Wie gut tut
es uns, wenn jemand von Gott her Gutes über unserem Leben
ausspricht.


Und Gott segnet, ganz ohne dass ich es mir verdienen müsste. Von
allem Anfang an ist die Schöpfung gesegnet, sozusagen als
Grundlage und unterster Boden.


Fulbert Steffensky erzählt von einer kleinen Szene in seiner
Kindheit. Bevor sie  morgens zur Schule gingen machte die
Mutter ihnen ein Kreuzzeichen auf die Stirn und segnete sie. Mit
der linken Hand rührte sie im Kochtopf, mit der rechten Hand
segnete sie. Er schreibt, sie als Kinder wurden berührt an der
Stirn und in der Seele. Wie sehr wünschen wir uns, in dieser
Weise gesegnet zu werden.


Der Sommer ist eine Zwischenzeit, für Schüler und Lehrer ist das
Schuljahr vorbei. Wer kann, macht Pause. Das Neue hat noch nicht
begonnen, steht aber schon vor der Tür. Zuerst ist eine
Unterbrechung ,eine Auszeit.


Wie gut!


Für die Pause und für den neuen Anfang möchte ich uns den Segen
Gottes zusprechen:


Der Herr segne Dich und behüte dich. Der Herr lasse sein
Angesicht leuchten über dir und sei dir gnädig, der Herr erhebe
sein Angesicht auf Dich und gebe dir seinen Frieden. Amen


 Und das ist nicht nur ein Wunsch. Segen ist viel mehr. Er
tut, was er sagt. Weil der mächtige Gott dahintersteht und dafür
einsteht. Wo er Segen zusagt, wird er wirksam. So bist du und
sind sie ganz persönlich beladen mit dem nötigen Proviant für die
Reise durch die vor uns liegenden Wochen. Ihre und Eure Traudel
Krause

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