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SG #141: Mensch-ärgere-dich-nicht

SG #141: Mensch-ärgere-dich-nicht

Slow German vor 9 Jahren
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Als ich ein Kind war, habe ich mit meiner Oma immer
„Mensch-ärgere-dich-nicht“ gespielt. Das ist ein Brettspiel. Heute
möchte ich Euch dieses Spiel vorstellen, das in Deutschland sicher
auch heute noch jedes Kind kennt. Erfunden wurde es 1908 von Josef
Friedrich Schmidt in München, aber natürlich gab es vorher schon
ähnliche Spiele in anderen Ländern.Das Spiel können in seiner
Grundvariante auf einem kreuzförmigen Spielfeld 2 bis 4 Spieler
spielen. Auf der Rückseite gibt es eine sternförmige Version für 6
Spieler. Jeder Spieler bekommt vier kleine Figuren einer Farbe.
Diese stehen am Anfang des Spiels am Rande des Spielfelds im
„Häuschen“. Nun beginnen die Spieler reihum zu würfeln. Jeder
Spieler darf drei Mal würfeln – nur wenn er eine 6 würfelt, darf er
seine erste Spielfigur auf das Spielfeld setzen. Dort gibt es extra
dafür ein Startfeld. Dann geht es immer weiter: Würfeln, und dann
mit der Figur die Anzahl an Feldern vorrücken. Also zum Beispiel
eine drei würfeln und dann drei Felder nach vorne gehen. Bei einer
6 darf eine weitere Figur auf das Spielfeld.Das Ziel des Spieles
ist es, alle eigenen Figuren einmal um das Spielfeld wandern zu
lassen und dann auf vier eigens dafür eingezeichnete Felder zu
stellen. Damit die anderen Spieler dieses Ziel nicht vorher
erreichen, kann man sie versuchen zu schlagen: Wer also eine drei
würfelt und damit auf ein Feld kommt, auf dem bereits eine
gegnerische Figur steht, darf diese rausschmeißen. Die Figur wird
dann wieder an den Anfang des Spiels zurückgeworfen und wartet
wieder im Startfeld darauf, bis eine 6 gewürfelt wird. Es ist also
eigentlich ein sehr einfaches Spiel, aber der Name des Spiels ist
durchaus berechtigt, denn es kann sich in letzter Minute vor dem
Gewinn noch alles ändern. Bis heute wurden 70 Millionen Exemplare
dieses Spiels verkauft – es ist ein Klassiker in deutschen
Kinderzimmern. Am Anfang war es nicht sonderlich erfolgreich – aber
der schlaue Geschäftsmann Schmidt schickte 3000 Exemplare an
verwundete und kranke Soldaten des Ersten Weltkriegs, die in
Lazaretten lagen. Sie vertrieben sich mit dem Spiel die Langeweile
und verbreiteten es danach durch Mundpropaganda weiter. Kluges
Marketing, oder? Probiert das Spiel doch mal aus! Aber ärgert Euch
nicht, wenn Ihr verliert... Text der Episode als PDF:
https://slowgerman.com/folgen/sg141kurz.pdf Das Spiel könnt Ihr
hier bei Amazon.de kaufen und hier bei Amazon.com. (Das sind
Affiliate-Links - wenn Ihr über diese Links etwas bei Amazon
bestellt, bekomme ich ein paar Prozent davon ab. Der Preis ändert
sich natürlich für Euch nicht!)
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„SG #141: Mensch-ärgere-dich-nicht“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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