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SG #168: Elternzeit und Elterngeld

SG #168: Elternzeit und Elterngeld

Slow German vor 8 Jahren
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Wer in Deutschland ein Kind bekommt, profitiert vom Mutterschutz.
Ist das Kind dann geboren, darf man Elternzeit nehmen. Das
bedeutet: Ich darf dann bei meiner Arbeit Pause machen. Pro Kind
kann ich 36 Monate Elternzeit beantragen. Das sind drei Jahre. 24
Monate davon, also zwei Jahre, dürfen auch zwischen dem dritten und
achten Geburtstag des Kindes sein. Also nochmal genauer: Ich
bekomme ein Kind. Dann bleibe ich zum Beispiel im ersten Lebensjahr
des Kindes zu Hause und gehe nicht in die Arbeit. Mein Mann bleibt
im zweiten Jahr zu Hause. Und im sechsten Lebensjahr des Kindes
bleiben wir beide nochmal ein halbes Jahr zu Hause. Das sind
zusammen drei Jahre. Meinen Job verliere ich dadurch nicht - er
wird sozusagen für mich reserviert. Es kann aber sein, dass es
nicht genau der gleiche Job ist, sondern ein anderer in der
gleichen Firma. Es besteht auch Kündigungsverbot - mein Arbeitgeber
kann mir also nicht kündigen, während ich in Elternzeit bin. Ich
kenne viele Männer, die Elternzeit nehmen - aber das ist glaube ich
nicht die Regel. Meistens sind es immer noch die Mütter, die bei
den Kindern zu Hause bleiben, wenn sie klein sind. Und es ist
natürlich auch eine Frage des Geldes. Nicht jeder kann sich
leisten, drei Jahre nicht zu arbeiten. Und schon sind wir beim
Thema Elterngeld. Wenn ich arbeite und ein Kind bekomme, kann ich
(oder der Partner) in den ersten Monaten nicht arbeiten. In die
Krippe gehen Kinder meistens erst mit einem Jahr. Daher gibt es das
Elterngeld. Man bekommt es für die ersten 12 Monate nach der
Geburt. Wenn der Partner auch Elternzeit nimmt, sind es zwei Monate
mehr. Die Höhe berechnet sich nach dem, was man vor der Geburt
verdient hat. Man bekommt dann in den meisten Fällen 67 Prozent des
Nettoeinkommens. Höchstens bekommt man aber 1800 Euro.Dieses Modell
kommt bei den deutschen Familien gut an: 2014 nahmen 96% der Mütter
Elternzeit und fast jeder dritte Vater. Ich hoffe sehr, dass noch
mehr Väter diese Chance nutzen, denn so können sie eine sehr enge
Bindung zu ihren Kindern aufbauen. Es gibt übrigens seit 2015 auch
eine weitere Möglichkeit, und zwar das ElterngeldPlus. Hier können
die Eltern in Teilzeit weiterarbeiten, bekommen dann die Hälfte des
Geldes - aber doppelt so lang. Auch eine gute Idee, oder? Schreibt
mir gerne, wie das in Eurem Land ist! Text der Episode als PDF:
https://slowgerman.com/folgen/sg168kurz.pdf
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„SG #168: Elternzeit und Elterngeld“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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