Ist es gut, wenn Maschinen Gefühle triggern, Kenza Ait Si Abbou?

Ist es gut, wenn Maschinen Gefühle triggern, Kenza Ait Si Abbou?

42 Minuten

Beschreibung

vor 3 Jahren
Eigentlich weiß jeder Mensch: Roboter können nicht fühlen. Trotzdem
kommt es immer wieder vor, dass Menschen sich emotional auf
Maschinen einlassen. Mitarbeitende geben Robotern Namen wie zum
Beispiel Robo und unterhalten sich mit Ihnen, wie häufig in der
Pflege zu erleben. Ein Phänomen, das auch Buchautorin Kenza Ait Si
Abbou kennt: Sie war bis vor Kurzem KI-Expertin bei der Deutschen
Telekom und arbeitet inzwischen für den amerikanischen
Technologiekonzern IBM. Ich neue Buch "Menschenversteher"
beschäftigt sich mit der Frage, wie emotionale KI unseren Alltag
erobert. Dabei geht es nicht nur um die Vermenschlichung von
Robotern. Kenza Ait Si Abbou beschreibt, wie künstliche Intelligenz
(KI) menschliche Emotionen erkennen, bewerten und ausdrücken kann:
Gesicht, Augenbewegungen, unsere Sprache und unser Gehirn sind
wichtige Indikatoren dafür, wie wir uns fühlen. "Eine
hochauflösende Kamera kann auch diese Microexpressions, wie man
sagt, erfassen", sagt die Expertin. "Das sind sehr schnelle
Muskelbewegungen, die in Bruchteilen von Sekunden stattfinden, die
die echten Gefühle sozusagen zeigen, bevor man erst danach ein
anderes Gesicht macht." Die KI kann dann so programmiert werden,
dass sie in der Lage ist, auf diese Emotionen zu reagieren, indem
sie beispielsweise ein Lächeln zeigt, um positive Gefühle
hervorzurufen. Es komme letztlich nicht darauf an, ob die KI selbst
Emotionen habe, sondern, ob sie in der Lage sei, Gefühle bei
Menschen auszulösen, betont Kenza Ait Si Abbou. "Es ist viel
weniger, wie die Maschine sich selbst fühlt, sondern was sie an
Gefühle bei uns Menschen triggert." Das Ziel ist eine KI, die in
der Lage ist, positive Gefühle bei Menschen auszulösen, indem sie
beispielsweise lächelt, denn "wenn ich einem Roboter begegne, der
lächelt und ich lächle zurück, fühle ich mich gut". Die Autorin
betont jedoch auch, dass die KI auf eine ethische und
verantwortungsvolle Weise entwickelt werden sollte, um negative
Auswirkungen zu vermeiden. Warum Europa in jedem Fall ein großes
Sprachmodell wie ChatGPT braucht und wieso Bildung für den Umgang
mit KI so wichtig ist, erklärt Kenza Ait Si Abbou im Podcast "So
techt Deutschland". Sie haben Fragen für Frauke Holzmeier und
Andreas Laukat? Dann schreiben Sie eine E-Mail
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