Sven Rathjen über die digitale ID: Was Deutschland von Indien lernen kann
37 Minuten
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vor 2 Jahren
Sven Rathjen ist als Manager von HP viel unterwegs in der Welt.
Viele Jahre hat er im Silicon Valley gelebt und gearbeitet, er kann
aber auch aus Asien berichten. Vor allem Indien hat es ihm angetan.
"Die Geschwindigkeit, mit der Start-ups in Indien entstehen, kann
man mit Europa gar nicht vergleichen", sagt Rathjen. Während in
Deutschland noch über die Digitalisierung diskutiert wird, hat
Indien bereits große Schritte gemacht. Ein Schlüssel zum Erfolg ist
die Einführung einer einheitlichen ID-Nummer für jeden Bürger. "Mit
dieser Unique Nummer kannst du ein Bankkonto eröffnen,
Mobilfunkverträge abschließen und sogar mit der Regierung
kommunizieren", erklärt Rathjen. Alles läuft über das Mobiltelefon,
und das hat ein ganzes Ökosystem an Start-ups hervorgebracht. Auch
wenn Indien infrastrukturell Jahrzehnte zurückliegt, "hat Indien
die Entscheidung für die Digitalisierung bereits 2009 getroffen und
ist seitdem unaufhaltsam", betont Rathjen. Die Skalierung ist
enorm, vor allem durch die Möglichkeit von Micropayments zwischen
Bürgern. "Das gibt mir so viel Nutzen, ich will mehr", sagt er über
die Einstellung der Menschen in Indien. Aber wie steht es um
Deutschland? "Unternehmen investieren lieber in den USA als in
Deutschland", bemerkt Rathjen. Er spricht auch die Unfähigkeit
Deutschlands an, eine einheitliche ID für jeden Bundesbürger
einzuführen. "Ich glaube nicht mal, dass der Datenschutz das
Problem ist, sondern einfach die Unfähigkeit, alle in einen Topf
zusammenzubringen und das zu entscheiden", sagt er. Deutschland
könne von Indiens Fortschritt lernen, insbesondere in Bezug auf die
Schnelligkeit der Umsetzung und die Einbeziehung der gesamten
Bevölkerung in den digitalen Wandel. Warum er die neuen
Megaprojekte der Chipindustrie in Dresden und Magdeburg gut findet
und warum Deutschland, das als Chance sehen sollte, erzählt Sven
Rathjen in der neuen Folge von "So techt Deutschland". Sie haben
Fragen für Frauke Holzmeier und Andreas Laukat? Dann schreiben Sie
eine E-Mail an podcasts@ntv.de. Unsere allgemeinen
Datenschutzrichtlinien finden Sie unter
https://datenschutz.ad-alliance.de/podcast.html Unsere
allgemeinen Datenschutzrichtlinien finden Sie unter
https://art19.com/privacy. Die Datenschutzrichtlinien für
Kalifornien sind unter
https://art19.com/privacy#do-not-sell-my-info abrufbar.
Viele Jahre hat er im Silicon Valley gelebt und gearbeitet, er kann
aber auch aus Asien berichten. Vor allem Indien hat es ihm angetan.
"Die Geschwindigkeit, mit der Start-ups in Indien entstehen, kann
man mit Europa gar nicht vergleichen", sagt Rathjen. Während in
Deutschland noch über die Digitalisierung diskutiert wird, hat
Indien bereits große Schritte gemacht. Ein Schlüssel zum Erfolg ist
die Einführung einer einheitlichen ID-Nummer für jeden Bürger. "Mit
dieser Unique Nummer kannst du ein Bankkonto eröffnen,
Mobilfunkverträge abschließen und sogar mit der Regierung
kommunizieren", erklärt Rathjen. Alles läuft über das Mobiltelefon,
und das hat ein ganzes Ökosystem an Start-ups hervorgebracht. Auch
wenn Indien infrastrukturell Jahrzehnte zurückliegt, "hat Indien
die Entscheidung für die Digitalisierung bereits 2009 getroffen und
ist seitdem unaufhaltsam", betont Rathjen. Die Skalierung ist
enorm, vor allem durch die Möglichkeit von Micropayments zwischen
Bürgern. "Das gibt mir so viel Nutzen, ich will mehr", sagt er über
die Einstellung der Menschen in Indien. Aber wie steht es um
Deutschland? "Unternehmen investieren lieber in den USA als in
Deutschland", bemerkt Rathjen. Er spricht auch die Unfähigkeit
Deutschlands an, eine einheitliche ID für jeden Bundesbürger
einzuführen. "Ich glaube nicht mal, dass der Datenschutz das
Problem ist, sondern einfach die Unfähigkeit, alle in einen Topf
zusammenzubringen und das zu entscheiden", sagt er. Deutschland
könne von Indiens Fortschritt lernen, insbesondere in Bezug auf die
Schnelligkeit der Umsetzung und die Einbeziehung der gesamten
Bevölkerung in den digitalen Wandel. Warum er die neuen
Megaprojekte der Chipindustrie in Dresden und Magdeburg gut findet
und warum Deutschland, das als Chance sehen sollte, erzählt Sven
Rathjen in der neuen Folge von "So techt Deutschland". Sie haben
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