Folge 033 SlackTime
SlackTime Bevor wir mit SlackTime starten, haben wir wieder den
Agile Song von Adam Janosch für Dich eingebaut. Wir nutzen die
aktuelle Zeit mal um darauf zu schauen, wie wichtig auch Ruhe und
vielleicht sogar Langeweile ist.
40 Minuten
Beschreibung
vor 5 Jahren
SlackTime
Bevor wir mit SlackTime starten, haben wir wieder den Agile Song
von Adam Janosch für Dich eingebaut.
Wir nutzen die aktuelle Zeit mal um darauf zu schauen, wie
wichtig auch Ruhe und vielleicht sogar Langeweile ist. Denn es
ist keines Wegs so, dass Menschen, die mal nichts zu tun haben
unproduktiv sind. Ganz im Gegenteil, wir lassen so Lernen und
Kreativität zu.
Slacktime – Wie freie Zeit zu mehr Outcome führt
Das ist auch der Grund, warum wir von der Znip Academy aktiv
Freizeit einbauen. Ein bisschen hatten wir das bereits in der New
Pay Folge angedeutet.
Was bedeutet das?
SlackTime ist freie Zeit (Freizeit – hoho) die mich meinem Ziel
näherbringt. Ein sehr prominentes Beispiels dafür ist der Google
Friday.
Es geht um Deine persönlichen Ziele und darum Dinge
auszuprobieren. Kein Chef und kein Projektleiter bestimmt
darüber, was Du in Deiner SlackTime machst. Es ist ja quasi
bezahlte Freizeit. Ein paar Leitplanken gibt es natürlich schon.
Wie Du sie inhaltlich füllst ist Deine freie Wahl.
Bei Microsoft heißt diese Freizeit Garage-Day um an die Anfänge,
die Tüftelei zu erinnern. Mitarbeiter können hier beispielsweise
an Projekten arbeiten, an denen sie normalerweise nicht arbeiten.
Das schafft kreatives Freiraum und bringt einige positive
Nebeneffekte mit in das eigentliche Projekt. Welche, das erzählen
wir hier, denn wir haben es für Dich ausprobiert.
Selbstlernen
Janina und Henry verwenden sehr viel SlackTime für das
Selbstlernen. Sowohl eigenes Wissen aufbauen, als auch anderen
dieses Wissen vermitteln. So veranstalten wir Gildentreffen oder
Communities um in den Austausch zu kommen und Praxiserfahrungen
zu teilen. Genauso machen wir auch Experimente oder lesen mal
Fachartikel oder Bücher.
Wann hast Du das letzte Mal ein Fachbuch auf Arbeit gelesen?
Wann bist Du mal während Deiner Arbeit in ein anderes Projekt
gegangen und hast Dir angeschaut wie und was dort gearbeitet
wird? Einfach so.
Worauf sollte ich achten?
Block Dir die Zeit bewusst im Kalender! Wenn sie nur einfach so
ab und an genommen wird kann es vorkommen, dass Dein Kalender
schnell mit anderen Terminen gefüllt wird. Janina gelingt dies
auch besser als Henry, denn bei ihn ist absolut klar, dass sie
die Freitage genau für solche Dinge nutzt.
Definition
Ich habe es jetzt nicht nachgeschlagen und möchte behaupten:
SlackTime ist Zeit, die der Arbeitgeber zur Verfügung stellt, in
der Mitarbeiter nichts tun, was direkt auf ihre gerade aktiven
Projekte einzahlt. – Henry Schneider
Die SlackTime hat dabei immer Wertschöpfung. Für die Person und
oft auch für das Unternehmen.
Coole Effekte
Du dachtest es Dir bestimmt, die Mitarbeiterzufriedenheit und
Motivation steigen. Gleichzeitig entstehen kreative Lösungen, die
vielleicht später zur Wertschöpfung des Unternehmens enorm
beitragen. Die Mitarbeiter bleiben am Puls der Zeit und können
vor allem besser auf Neuerungen und Disruptionen am Markt
reagieren. Auch der Austausch von Kollegen untereinander nimmt
zu. Ich habe das mit Gilden und Communites beschrieben.
In einem meiner Projekte war es so, dass eine neuer
Browsertechnologie eingeführt wurde, so dass das Produkt zunächst
nicht mehr funktionstüchtig für diesen Browser war. Da sich
Teammitglieder bereits in ihrer SlackTime mit dieser Technologie
beschäftigt hatten, wussten sie was zu tun ist und konnten das in
weniger als zwei Stunden beheben.
Auch Dinge, die vielleicht im Großen scheitern könnten, werden so
schon im Kleinen ausprobiert.
Es steckt also eine Menge Wertschöpfung in der SlackTime, auch
wenn diese so erst einmal nicht messbar ist.
Ebenen und Perspektiven
Wir können SlackTime auf verschiedenen Ebenen oder aus
verschiedenen Perspektiven einführen. Beispielsweise kannst Du
für Dich selbst entscheiden, dass Du ab heute jede Woche
SlackTime hast. Dies kannst Du an Dein Umfeld und an Deinen Chef
kommunizieren, denn bestimmt wollen alle wissen, warum Du
plötzlich, vielleicht freitags, frei hast. Deshalb heißt der Tag
vielleicht auch schon so.
Deine Kollegen fragen sich sicher was das soll und warum Du
vielleicht nicht mehr für Meetings verfügbar bist. Hier hilft
wahnsinnig viel Transparenz.
Was machst Du in dieser Zeit? Was erhoffst Du Dir davon?
In Teams bietet sich an für die Einführung ein Meeting zu
verwenden, wo das Team sowieso schon beisammen und in einem guten
State ist. Wenn beispielsweise über Kompetenzmatrizen gesprochen
wird, dann bietet sich sogar direkt an dem Team zu erlauben „Wenn
Du Dich dafür interessierst, dann mach es doch.“. Dann heißt es
dem Team Rückendeckung für dieses Experiment zu geben.
Herausfordernd ist dabei oft der Product Owner, dessen
Verantwortlichkeit Du ja schon aus früheren Folgen (Janinas PO)
kennst.
Überprüfen
Wie bei allen Experimenten darfst Du auch hier gern überprüfen,
wie erfolgreich es ist. Ich nutze dafür beispielsweise die
Velocity über StoryPoints. Wie lieferfähig ist das Team pro
Zeiteinheit und wie verändert sich dies mit meinen Experimenten.
Schon bald machen wir noch eine Folge dazu, da es die nächste
Säule im Empirie-Fundament ist.
Jetzt ist es so, dass zumindest in Henrys Teams die
Lieferfähigkeit bei Einführung von SlackTime gleich bleibt.
Die These ist, dass die gesteigerte Motivation, die oben
beschriebenen coolen Effekte und, dass die gesunkene
Kaffeeverplemperzeit (die auch wichtig ist) sich darauf
auswirken. Es gibt einfach einen neuen Kanal dafür.
Praxistipps
Es ist gut eine Wand zu haben an der die SlackTime transparent
gemacht wird. Themen, an denen dabei gearbeitet wird. Wo kann ich
mitmachen? Wer beschäftigt sich gerade mit was? Entstehen daraus
vielleicht kleine Wissensworkshops, wo ich von den Erfahrungen
der anderen lernen kann?
Bei Beendigung eines SlackTime Themas lohnt es sich dies mit den
Kollegen zu teilen. Dies gilt auch, wenn es vielleicht nicht
erfolgreich war, weil auch dies Wissen ist, welches neu erlangt
wurde und den Kollegen helfen kann.
Sei konsequent mit Deiner SlackTime, damit andere sich auch daran
gewöhnen können.
Mach kleine Schritte. Vielleicht nicht direkt einen ganzen Tag,
sondern eine Stunde pro Woche.
Vereinbare Regeln zur SlackTime mit Deinem Umfeld.
Nicht alles in der SlackTime ist erfolgreich. Google hat auch
Google+ erfunden. Na und? Geh auch damit transparent und offen
um, das hilft Hürden abzubauen.
Die Vertrauensbasis und das Level dürfen stimmen
Frische Teams haben untereinander oft erst einmal andere Dinge zu
lernen und sind noch nicht so eingeschwungen. Dort packe ich
keine zusätzlichen Experimente rein, sondern hole sie erst einmal
in einer Performing Phase. Sobald die Vertrauensbasis der
Teammitglieder untereinander gut ist, können wir dann gern
SlackTime einführen.
Schau dafür zu Routinen und Ritualen. Diese dürfen vorher sitzen.
Get shit done,
Janina & Henry
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Bevor wir mit SlackTime starten, haben wir wieder den Agile Song
von Adam Janosch für Dich eingebaut.
Wir nutzen die aktuelle Zeit mal um darauf zu schauen, wie
wichtig auch Ruhe und vielleicht sogar Langeweile ist. Denn es
ist keines Wegs so, dass Menschen, die mal nichts zu tun haben
unproduktiv sind. Ganz im Gegenteil, wir lassen so Lernen und
Kreativität zu.
Slacktime – Wie freie Zeit zu mehr Outcome führt
Das ist auch der Grund, warum wir von der Znip Academy aktiv
Freizeit einbauen. Ein bisschen hatten wir das bereits in der New
Pay Folge angedeutet.
Was bedeutet das?
SlackTime ist freie Zeit (Freizeit – hoho) die mich meinem Ziel
näherbringt. Ein sehr prominentes Beispiels dafür ist der Google
Friday.
Es geht um Deine persönlichen Ziele und darum Dinge
auszuprobieren. Kein Chef und kein Projektleiter bestimmt
darüber, was Du in Deiner SlackTime machst. Es ist ja quasi
bezahlte Freizeit. Ein paar Leitplanken gibt es natürlich schon.
Wie Du sie inhaltlich füllst ist Deine freie Wahl.
Bei Microsoft heißt diese Freizeit Garage-Day um an die Anfänge,
die Tüftelei zu erinnern. Mitarbeiter können hier beispielsweise
an Projekten arbeiten, an denen sie normalerweise nicht arbeiten.
Das schafft kreatives Freiraum und bringt einige positive
Nebeneffekte mit in das eigentliche Projekt. Welche, das erzählen
wir hier, denn wir haben es für Dich ausprobiert.
Selbstlernen
Janina und Henry verwenden sehr viel SlackTime für das
Selbstlernen. Sowohl eigenes Wissen aufbauen, als auch anderen
dieses Wissen vermitteln. So veranstalten wir Gildentreffen oder
Communities um in den Austausch zu kommen und Praxiserfahrungen
zu teilen. Genauso machen wir auch Experimente oder lesen mal
Fachartikel oder Bücher.
Wann hast Du das letzte Mal ein Fachbuch auf Arbeit gelesen?
Wann bist Du mal während Deiner Arbeit in ein anderes Projekt
gegangen und hast Dir angeschaut wie und was dort gearbeitet
wird? Einfach so.
Worauf sollte ich achten?
Block Dir die Zeit bewusst im Kalender! Wenn sie nur einfach so
ab und an genommen wird kann es vorkommen, dass Dein Kalender
schnell mit anderen Terminen gefüllt wird. Janina gelingt dies
auch besser als Henry, denn bei ihn ist absolut klar, dass sie
die Freitage genau für solche Dinge nutzt.
Definition
Ich habe es jetzt nicht nachgeschlagen und möchte behaupten:
SlackTime ist Zeit, die der Arbeitgeber zur Verfügung stellt, in
der Mitarbeiter nichts tun, was direkt auf ihre gerade aktiven
Projekte einzahlt. – Henry Schneider
Die SlackTime hat dabei immer Wertschöpfung. Für die Person und
oft auch für das Unternehmen.
Coole Effekte
Du dachtest es Dir bestimmt, die Mitarbeiterzufriedenheit und
Motivation steigen. Gleichzeitig entstehen kreative Lösungen, die
vielleicht später zur Wertschöpfung des Unternehmens enorm
beitragen. Die Mitarbeiter bleiben am Puls der Zeit und können
vor allem besser auf Neuerungen und Disruptionen am Markt
reagieren. Auch der Austausch von Kollegen untereinander nimmt
zu. Ich habe das mit Gilden und Communites beschrieben.
In einem meiner Projekte war es so, dass eine neuer
Browsertechnologie eingeführt wurde, so dass das Produkt zunächst
nicht mehr funktionstüchtig für diesen Browser war. Da sich
Teammitglieder bereits in ihrer SlackTime mit dieser Technologie
beschäftigt hatten, wussten sie was zu tun ist und konnten das in
weniger als zwei Stunden beheben.
Auch Dinge, die vielleicht im Großen scheitern könnten, werden so
schon im Kleinen ausprobiert.
Es steckt also eine Menge Wertschöpfung in der SlackTime, auch
wenn diese so erst einmal nicht messbar ist.
Ebenen und Perspektiven
Wir können SlackTime auf verschiedenen Ebenen oder aus
verschiedenen Perspektiven einführen. Beispielsweise kannst Du
für Dich selbst entscheiden, dass Du ab heute jede Woche
SlackTime hast. Dies kannst Du an Dein Umfeld und an Deinen Chef
kommunizieren, denn bestimmt wollen alle wissen, warum Du
plötzlich, vielleicht freitags, frei hast. Deshalb heißt der Tag
vielleicht auch schon so.
Deine Kollegen fragen sich sicher was das soll und warum Du
vielleicht nicht mehr für Meetings verfügbar bist. Hier hilft
wahnsinnig viel Transparenz.
Was machst Du in dieser Zeit? Was erhoffst Du Dir davon?
In Teams bietet sich an für die Einführung ein Meeting zu
verwenden, wo das Team sowieso schon beisammen und in einem guten
State ist. Wenn beispielsweise über Kompetenzmatrizen gesprochen
wird, dann bietet sich sogar direkt an dem Team zu erlauben „Wenn
Du Dich dafür interessierst, dann mach es doch.“. Dann heißt es
dem Team Rückendeckung für dieses Experiment zu geben.
Herausfordernd ist dabei oft der Product Owner, dessen
Verantwortlichkeit Du ja schon aus früheren Folgen (Janinas PO)
kennst.
Überprüfen
Wie bei allen Experimenten darfst Du auch hier gern überprüfen,
wie erfolgreich es ist. Ich nutze dafür beispielsweise die
Velocity über StoryPoints. Wie lieferfähig ist das Team pro
Zeiteinheit und wie verändert sich dies mit meinen Experimenten.
Schon bald machen wir noch eine Folge dazu, da es die nächste
Säule im Empirie-Fundament ist.
Jetzt ist es so, dass zumindest in Henrys Teams die
Lieferfähigkeit bei Einführung von SlackTime gleich bleibt.
Die These ist, dass die gesteigerte Motivation, die oben
beschriebenen coolen Effekte und, dass die gesunkene
Kaffeeverplemperzeit (die auch wichtig ist) sich darauf
auswirken. Es gibt einfach einen neuen Kanal dafür.
Praxistipps
Es ist gut eine Wand zu haben an der die SlackTime transparent
gemacht wird. Themen, an denen dabei gearbeitet wird. Wo kann ich
mitmachen? Wer beschäftigt sich gerade mit was? Entstehen daraus
vielleicht kleine Wissensworkshops, wo ich von den Erfahrungen
der anderen lernen kann?
Bei Beendigung eines SlackTime Themas lohnt es sich dies mit den
Kollegen zu teilen. Dies gilt auch, wenn es vielleicht nicht
erfolgreich war, weil auch dies Wissen ist, welches neu erlangt
wurde und den Kollegen helfen kann.
Sei konsequent mit Deiner SlackTime, damit andere sich auch daran
gewöhnen können.
Mach kleine Schritte. Vielleicht nicht direkt einen ganzen Tag,
sondern eine Stunde pro Woche.
Vereinbare Regeln zur SlackTime mit Deinem Umfeld.
Nicht alles in der SlackTime ist erfolgreich. Google hat auch
Google+ erfunden. Na und? Geh auch damit transparent und offen
um, das hilft Hürden abzubauen.
Die Vertrauensbasis und das Level dürfen stimmen
Frische Teams haben untereinander oft erst einmal andere Dinge zu
lernen und sind noch nicht so eingeschwungen. Dort packe ich
keine zusätzlichen Experimente rein, sondern hole sie erst einmal
in einer Performing Phase. Sobald die Vertrauensbasis der
Teammitglieder untereinander gut ist, können wir dann gern
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Schau dafür zu Routinen und Ritualen. Diese dürfen vorher sitzen.
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