Kein neutraler Blick
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vor 2 Jahren
Mitten im Jahr sind wir angekommen, deshalb möchte auch ich an
die Jahreslosung erinnern, die wir das ganze Jahr im Blick haben
sollten. In meinem Andachtsbuch, Termine mit Gott, 365 Tage mit
der Bibel, fand ich unter dem Jahr als Erinnerung eine weitere
Auslegung zu 1. Mose 16 Vers 13: Du bist ein Gott der mich
sieht. Holger Noack schreibt dort: Blicke sind vielfältig, selten
neutral; denn jeder Blick, den wir wahrnehmen, stellt eine
Beziehung her. Wir empfinden ihn als kritisch, abschätzig,
gleichgültig, auffordernd, liebevoll. Der Blick löst etwas in uns
aus: Wir verwahren uns gegen die Kritik, ärgern uns über die
Abschätzigkeit oder Gleichgültigkeit des anderen, stellen uns der
Anforderung oder weichen ihr aus, sind beglückt über einen
liebevollen Blick. Der intensive Blick eines anderen bleibt nicht
beim andern, er wird auch mein Blick. Ich nehme auch mich selbst
wahr, indem ich den anderen wahrnehme, spüre was mich freut, was
mich stresst, ärgert oder anzieht. Der Blick öffnet eine
Beziehung, auf die ich eingehen kann oder die ich recht zügig
beende. So oder so hat ein intensiver Blick mich verändert.
Und wenn Gott mich ansieht, verunsichert mich dieser Blick? “Du
bist ein Gott, der mich sieht“. Die junge Frau, die diesen
biblischen Spitzensatz ausgesprochen hat, hat ganz andere
Erfahrungen mit Gott gemacht. Sie fühlt sich von den Menschen
verlassen, verloren, am Ende. Und dann findet Gott sie! Man spürt
die Erleichterung der jungen Frau, Hagar. Das Glück, nicht
verloren gegangen, sondern gefunden zu sein.
Das Gefühl, etwas wert zu sein, weil Gott sich für sie auf die
Suche gemacht hat. Wer so von Gott angesehen ist, hat Ansehen bei
Gott. Dieser Blick Gottes verändert alles; denn es ist kein
neutraler Blick. Wenn Gott einen Menschen sucht, dann ist dieser
Mensch wichtig, egal was andere sagen und gleichgültig wie er von
anderen angesehen wird. Gott hat sich auf den Weg gemacht, das
Verlorene zu suchen so lange, bis er es gefunden hat. Soweit der
Autor.
Ich wünsche uns, dass wir Blickkontakt mit Gott üben, ER sieht
uns immer, es liegt an uns, Gottes Blick liebevoll zu
suchen, aufzunehmen und uns von ihm führen und leiten zu
lassen. Es gibt keine Wartezeiten bei Gott, jederzeit können wir
Jesus anrufen, IHN um Hilfe bitten, ER weiß schon was wir
brauchen, weil auch ER uns sieht. Ich wünsche Ihnen eine
gesegnete zweiter Jahrehälfte 2023.
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