Beschreibung

vor 2 Jahren

„Geh aus mein Herz und suche Freud…“:


Dieses Lied summte heute in mir und je mehr ich es laut werden
ließ, umso mehr veränderte sich meine Haltung,
meine Stimmung, meine Laune. Es
fand wie eine Umstimmung statt.


Wie geht es euch heute? Was für eine
Stimmung ist in euch? Vielleicht seid ihr auch
mit einem Lied aufgewacht? Vielleicht
summt etwas in euch? Vielleicht ist es
ganz still, grummelt und ist
verstimmt in euch?


Ermuntert einander mit Psalmen und Lobgesängen und
geistlichen Liedern, singt und spielt dem Herrn in eurem
Herzen.  Epheser 5,19.


So werden wir aufgefordert! Vielleicht lohnt es
sich, dem mal nachzugehen.


Was passiert im Singen? Wozu singen?
Probiert es mal aus! Ich möchte euch
ermutigen, ein Lied, eine Melodie
anzustimmen, vielleicht erstmal summen
und lauschen, spüren, hören, was aus der
Seele herauskommen möchte.


Im Singen werden wir aufmerksam zum
Hinhören, werden befreit,
aufgerichtet, umgestimmt,
eingestimmt. Wenn wir singend Gott
loben, bekommen wir eine neue Haltung, eine neue
Blickrichtung.


Wenn wir GOTT loben und danken mit
eigenen Worten, vertrauten oder ganz
neuen Liedern, nehmen wir
vorweg was noch gar nicht ist. Wir holen uns
ein Stück Himmel und Ewigkeit in das Jetzt und
Hier.


Das weitet das Herz, erweicht das
Herz, wir spüren was von der Erlösung und
Befreiung durch Jesus Christus.


„Wer singt, betet doppelt“ soll Luther gesagt
haben.


Ja, ich habe den Eindruck da kommt noch mehr zum
Ausdruck als in gesprochenen Worten,
oft mit viel weniger Worten, als ich zu
sagen und zu denken vermag.


Singen kann Angst nehmen. Schon als Kind, wenn
ich in den Keller ging, habe ich laut gegen die
Dunkelheit angesungen.


Singen kann Unsicherheiten lösen und mich
verankern in die Gegenwart Gottes.


So geht es mir, wenn ich mit einem Lied im Herzen und auf
den Lippen meinen Seelsorgedienst in der Klinik
verrichte.


Oft höre ich vorher Musik, singe
mit. Das Lied summt wie ein Gebet in mir in der
Begegnung mit den Menschen. Das ist wie ein
heiliger Boden, ein Grundton, der Halt gibt.


Ein Gefängnisseelsorger berichtete in einem
Interview, dass er die Treffen mit den Inhaftierten immer mit
Singen beginne. Am Anfang seien
die Männer ganz verschlossen und nach einiger
Zeit sei das Singen nicht mehr wegzudenken. Es
geschehe eine innere und äußere Öffnung hinter den
Gittern.


Ich möchte nochmal ermutigen, zu
singen. Ja, es braucht Mut!


Der Stimme freien Lauf lassen, ganz ohne sich gleich zu
beurteilen. Stimmt euch ein auf und mit dem und
zu dem Gott hin, der euch sieht,
hört und euch immer wieder eine neue Lebensmelodie Seiner
Liebe zusingen möchte.


Der eure Herzen und Seelen zum Leben, Jubeln und Klingen
bringen will.

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