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Beschreibung
vor 4 Jahren
Das Abitur liegt auf dem Tisch! Und Lyrik war auch dabei. Wir
beginnen mit dem Text des Grundkurses in Niedersachsen - der
Leistungskurs folgt.
Der recht unbekannte Autor Gries legt ein Sonett vor, das sich
mit dem Wesen des Menschseins befasst.
Sonett XXVII
Ein Mensch zu seyn, ward Wenigen gegeben;
Die Meisten sind zum Sterben nur geboren;
Sie sind sich selbst, sie sind der Welt verloren,
Ihr ganzes Seyn ein nichtiges Verschweben.
Dir aber flammt die Brust von höherm Streben,
Ein würdig Loos hast du dir selbst erkoren.
Kühn dringst du zu des Lebens fernsten Thoren,
Willst von der Nacht das dunkle Siegel heben.
Geh’, forsche, kämpfe, fleug in steten Siegen
Dem Ziele nach, erobre dir das Wahre;
Nichts sey, was dir geheim und ferne bliebe!
Doch kann ein Wissen auch dem Herzen gnügen?
Ein Opfer sey’s auf würdigem Altare
Der, die da Alles nimmt und giebt — der Liebe.
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